Bundesverkehrsministerium sucht Elektromobilität-Pilotprojekte

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bundesverkehrsministerium-elektrofahrzeuge-pilotprojekteDie Bundesregierung möchte die Elektromobilität voranbringen. Neben der Kaufprämie für Elektrofahrzeuge und verschiedenen geplanten Steuererleichterungen stellt das Bundesverkehrsministerium im nächsten Schritt jährlich 30 Millionen Euro für „praxisnahe Forschungs- und Demonstrationsvorhaben zur Förderung der batterieelektrischen Elektromobilität“ zur Verfügung. Projektideen können ab sofort eingereicht werden, teilte das Ministerium Anfang September mit. Das Förderprogramm soll bis 2019 laufen.

Schwerpunkte im öffentlichen Personennahverkehr und im Güter- und Wirtschaftsverkehr

Elektromobilität habe großes Potenzial, insbesondere im öffentlichen Personennahverkehr und im städtischen Wirtschaftsverkehr, erklärte Verkehrsminister Alexander Dobrindt. Deshalb sollen innovative Ideen gefördert werden, die zeigen, wie Elektromobilität weiterentwickelt und die Kosten von Fahrzeugen und Systemen reduziert werden können. „Das ist ein wichtiger Schritt, um die Elektromobilität alltagstauglich zu machen und E-Fahrzeuge flächendeckend auf die Straße zu bringen“, so der Minister.

Die Förderschwerpunkte liegen bei Forschungs- und Demonstrationsvorhaben in den Bereichen öffentlicher Personennahverkehr mit Fokus auf Batteriebussen inklusive Ladetechnologie, beim Güter- und Wirtschaftsverkehr. Außerdem auch der City-Logistik und der Integration von Erneuerbaren Energien in den Verkehrssektor. Weitere Schwerpunkte sind die Vernetzung von Ladeinfrastruktur und Elektrofahrzeugen, sowie die Schifffahrt und Sonderverkehre, z.B. an Flughäfen, Häfen und Logistikzentren.

Anwendungsnahe Forschung wird bevorzugt

Anträge stellen können ab sofort Unternehmen der gewerblichen Wirtschaft, Hochschulen, außeruniversitäre Forschungseinrichtungen sowie Gebietskörperschaften und gemeinnützige Organisationen. Da das Förderprogramm besonders auf die anwendungsnahe Forschung abzielt, werden Projekte bevorzugt, die „Hersteller, Betreiber und Anwender von Fahrzeugen und Ladeinfrastrukturen, Komponentenhersteller, Energieversorger sowie Verkehrsbetriebe direkt einbinden“, heißt es im Aufruf. Auch kommunale Unternehmen und Unternehmen der Privatwirtschaft im direkten kommunalen Umfeld können die Fördermittel beantragen. Die Frist für die Einreichung der Anträge endet am 29. Oktober 2016.

Bereits im Frühjahr dieses Jahres hatte das Verkehrsministerium einen ähnlichen Aufruf gestartet. Der Schwerpunkt damals lag auf Projekten zum Aufbau der Elektromobilität in Städten und Gemeinden. Bereits im Mai habe Minister Dobrindt die ersten positiven Bescheide mit einem Gesamtvolumen von 7,1 Millionen Euro an 96 Städte Kommunen und Landkreise vergeben, teilte das Ministerium mit.

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Quellen / Weiterlesen:
Bundesverkehrsministerium sucht erneut Pilotprojekte zur Elektromobilität – PV Magazine
Ab sofort können neue Förderanträge gestellt werden – Bundesministerium für Verkehr und digitale Infrastruktur
Bildquelle: © Lothar Henke / pixelio – www.pixelio.de

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Stephan Hiller
Stephan Hiller ist Betriebswirt (Studium an der Fachhochschule für Wirtschaft Berlin und in Cambridge, UK) mit umfangreicher Geschäftsführungs- und Start-Up Erfahrung. Er hat sich erfolgreich darauf spezialisiert, den Finanzbereich und das Controlling junger Unternehmen operativ zu betreuen und Start-Ups strategisch sowie in den Bereichen Marketing, Vertrieb und Finanzen zu beraten. Er verfügt über umfassende kaufmännische Erfahrungen, die er durch mehrjährige Berufstätigkeit für internationale Unternehmen im In- und Ausland aufgebaut hat. Hierunter waren u.a. Unternehmen aus dem Maschinen- und Anlagenbau, aus der Automobilindustrie, Solarmodulhersteller und Projektentwickler aus dem Bereich erneuerbare Energien. Weiterhin hat er mehrere Unternehmensgründungen im Bereich erneuerbare Energien initiiert und erfolgreich mit aufgebaut. Stephan hat zusammen mit Ajaz Shah energyload.eu im Oktober 2013 gegründet.

1 KOMMENTAR

  1. Was gibt es da noch zu forschen?

    Mehr Ladesäulen braucht das Land. Das braucht keine weitere Forschung dahingehend.

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