Die Nutzung von öffentlichen Ladesäulen wird einfacher!

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ladestationen-vereinheitlichenEine große Hürde für die Elektromobilität ist das noch nicht ausreichend vorhandene Ladenetzwerk. Doch auch wenn die Zahl der öffentlichen Ladesäulen steigt, ist längst nicht alles gut. Weder bei den Anschlüssen für die Ladekabel noch für die Abrechnung existiert ein einheitliches System. Eine EU-Richtlinie soll hier Abhilfe schaffen. Erst im März wurde die deutsche Ladesäulenverordnung dahingehend angepasst, dass ein einheitlicher Anschluss vorhanden sein muss. Jetzt soll auch der für das Stromtanken bisher nötige Vertrag mit dem jeweiligen Ladesäulenbetreiber wegfallen.

Anmeldung soll überall bequem per App möglich werden

Im Augenblick können Fahrer von Elektroautos nicht jede öffentliche Ladesäule einfach so nutzen. Sie müssen zuvor mit dem jeweiligen Betreiber einen langfristigen Vertrag abschließen und erhalten dann meist eine Karte, mit der sie sich an der Station authentifizieren können. Diese Situation schränkt Fahrer unterwegs massiv ein, wenn keine passende Ladesäule in der Nähe ist. Das soll nun anders werden. Wie eine geplante Änderung der Ladesäulenverordnung vorsieht, sollen sich E-Autofahrer künftig über eine App an jeder Ladestation anmelden und dort problemlos spontan laden können. Der Bundesverband der Energie- und Wasserwirtschaft (BDEW) kritisierte zwar Details der geplanten Änderung, begrüßte diese jedoch grundsätzlich. BDEW-Hauptgeschäftsführer Stefan Kapferer: „Insgesamt trägt der Entwurf zu einem stabileren Rechtsrahmen für die Akteure im Elektromobilitätsmarkt bei. Das ist eine wesentliche Grundlage für die weitere Verbreitung von klimafreundlicher Mobilität in Deutschland.“

Steckerchaos wird ebenfalls entschärft

Ein weiteres Problem beim öffentlichen Laden stellen unterschiedliche Anschlüsse für Ladekabel dar. Während viele japanische oder französische Fahrzeugmodelle auf das Schnell-Ladesystem CHAdeMO ausgelegt sind, sehen deutsche Hersteller für schnelles Laden mit Gleichstrom (DC) das Combined Charging System (CCS oder Combo 2) vor. Für das Wechselstromladen (AC) ist in Europa der Mennekes-Stecker Typ 2 Standard. US-Hersteller Tesla wiederum baut mit dem Supercharger-Netz seine eigenen Ladestationen auf, die aber bislang nur für Tesla-Kunden zugänglich sind, die dort kostenlos Strom tanken dürfen.

Dieses Durcheinander bedeutet für E-Autofahrer, verschiedene Ladekabel für verschiedene Ladesäulen mit sich führen zu müssen. Um hier Abhilfe zu schaffen, hat die Bundesregierung bereits im Februar gemäß der EU-Richtlinie (2014/94/EU) in der Ladesäulenverordnung technische Mindestvorgaben für Steckdosen und Fahrzeugkupplungen festgelegt. Seitdem müssen alle neuen Gleichstrom-Ladesäulen mit Combo-2-Kupplungen ausgestattet werden. Für normale Säulen sind Steckdosen oder Fahrzeugkupplungen des Mennekes-Typ 2 Pflicht. Bestehende Ladepunkte genießen allerdings Bestandsschutz und sind von den Regelungen nicht betroffen.

Ist Tesla von den neuen Regelungen ausgenommen?

Ob die neuen Richtlinien für neue Tesla-Supercharger relevant werden, ist unklar: Verschiedenen Medien zufolge richtet sich der neue Entwurf der Ladesäulenverordnung bisher nur an Energieunternehmen als Betreiber von Ladesäulen und nicht an andere Marktakteure. Und ob die nur von Tesla-Kunden nutzbaren Supercharger als öffentliche Ladesäule im Sinne der Ladesäulenverordnung gelten, ist ebenfalls nicht sicher.

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Quellen / Weiterlesen:
Ladestationen für E-Autos: Tesla und die europäische Stecker-Frage – Wirtschafts Woche
Elektromobilität: Bund will Stromtanken vereinfachen – heise online
Elektroautos: Bundesregierung will Ladesäulen für jedes Elektroauto öffnen – heise onlne
BDEW begrüßt einfacheres Tanken von Elektroautos – IWR
Bildquelle: Wikipedia, C-CarTomEigenes Werk, CC BY-SA 3.0


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  1. Ich dachte ihr seid Experten. Seit wann muss ich für DC Ladung (Chademo / CCS) ein Kabel mitschleppen. Diese sind fest an den Säulen verbaut. Jeder Fahrer benötigt genau ein Kabel mit Typ2 Stecker und dem Gegenpart in seinem Fahrzeug. Mehr nicht. Gebt euch bitte mal mehr Mühe.

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