Ladestation finden – PlugSurfing

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plugsurfingE-Mobilität nimmt vor allem in den Städten immer mehr zu, der Markt für elektrische Autos wächst stetig und auch die Ladestationen-Infrastruktur wird langsam, aber sicher weiter ausgebaut. Teilweise sind die Halter von Elektroautos schon gut mit verfügbaren Stromtankstellen versorgt und können sich in vielen Regionen nicht mehr über ein mangelndes Angebot beschweren. Da aber auch mehr und mehr Anbieter den Markt für sich entdecken und ihr Angebot an Ladesäulen ausbauen, entstehen auch immer mehr geschlossene Netzwerke mit eigenen Zahlungssystemen.

Zu viele Anbieter machen Ladevorgänge kompliziert

Möchte man die Möglichkeit haben, alle dieser Systeme nutzen zu können, bräuchte man momentan theoretisch 70 verschiedene Verträge und/oder RFID Karten, um überall auf einer Strecke von Nord- nach Süddeutschland seine Batterie aufladen zu können. Der Umstand, dass das Aufladen nach wie vor so unübersichtlich und unkomfortabel ist, ist ein großes Hindernis auf dem Weg zur weiteren Verbreitung von Elektromobilität.

Dem wollten die Gründer der PlugSurfing-App entgegenwirken. Das Unternehmen wurde 2012 von Adam Woolway und Jacob van Zonneveld gegründet. Beide kamen 2010 aus England und den Niederlanden nach Berlin und beschlossen, eine gemeinsame Idee in die Tat umzusetzen, um den Problemen moderner Städte einen Lösungsvorschlag zu bieten und die Verbreitung von Elektroautos auf den Straßen voranzutreiben.

Eine einzige App statt unzähliger Karten

In einem ersten Schritt hat die App Besitzer von Ladestationen und Elektroautos zusammengebracht, mittlerweile macht sie es möglich, direkt über die App oder über einen Schlüsselanhänger für den Ladevorgang zu bezahlen. Dabei zahlt der Fahrer an PlugSurfing und PlugSurfing an den Betreiber der Ladestation. Die zahlreichen Verträge werden somit überflüssig. Auch RFID Karten werden nicht mehr benötigt, da sie durch den Schlüsselanhänger ersetzt werden können.

Im iTunes oder Play Store kann die App heruntergeladen,  ein Nutzerkonto eingerichtet und eine Zahlungsmethode gewählt werden. So können die Ladestationen mit der App gefunden und gleichzeitig teilweise auch mit dieser gezahlt werden. Da viele Stationen momentan noch mit RFID Identifikation funktionieren, wird zusätzlich oftmals noch ein Chip benötigt, der sich im Schlüsselanhänger integriert allerdings bequem mitführen lässt.

Datenbank ermöglicht einfaches Finden von Ladestationen

In der Datenbank der App befinden sich zur Zeit schon über 15.000 Stromtankstellen. Die Nutzer können in Echtzeit sehen, welche Station in ihrer Nähe gerade verfügbar ist, welchen Anschluss sie dort finden und von wem sie betrieben wird. Ob die Stationen PlugSurfing unterstützen, kann dort ebenfalls gesehen werden. Dies ist momentan leider noch nicht bei allen der Fall, etwa 5.000 von ihnen können mit der App oder dem Schlüsselanhänger bezahlt werden. Am Ende des Monats wird eine Auflistung der Ladevorgänge erstellt, das Konto kann aber jederzeit eingesehen und der Verbrauch so konstant überblickt werden.

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Die Nutzer von PlugSurfing können außerdem selbst dazu beitragen, die Datenbank zu vergrößern, indem sie Ladesäulen zum Verzeichnis hinzufügen und mit anderen Nutzern teilen. Seit 2012 wurde die App bereits ca. 20.000-mal heruntergeladen. Momentan ist sie in den Sprachen Deutsch, Englisch und Niederländisch verfügbar und soll sehr bald auch weitere europäische Länder abdecken.

Bildquelle: © PlugSurfing GmbH – www.plugsurfing.com


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Stephan Hiller

Stephan Hiller ist erfahrener Betriebswirt (Studium an der Fachhochschule für Wirtschaft Berlin und in Cambridge, UK) mit umfangreicher Geschäftsführungs- und Start-Up Erfahrung. Er hat sich erfolgreich darauf spezialisiert, den Finanzbereich und das Controlling junger Unternehmen operativ zu betreuen und Start-Ups strategisch sowie in den Bereichen Marketing, Vertrieb und Finanzen zu beraten. Er verfügt über umfassende kaufmännische Erfahrungen, die er durch mehrjährige Berufstätigkeit für internationale Unternehmen im In- und Ausland aufgebaut hat. Hierunter waren u.a. Unternehmen aus dem Maschinen- und Anlagenbau, aus der Automobilindustrie, Solarmodulhersteller und Projektentwickler aus dem Bereich erneuerbare Energien. Weiterhin hat er mehrere Unternehmensgründungen im Bereich erneuerbare Energien initiiert und erfolgreich mit aufgebaut. Stephan hat zusammen mit Ajaz Shah energyload.eu im Oktober 2013 gegründet.

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