Neue Batterie für Elektroautos: In einer Minute Strom für 800 km laden

17

Die Feststoffbatterie ist eine zukunftsträchtige Technologie. Sie verspricht hohe Reichweiten für Elektroautos dank einer viel höheren Energiedichte. Serienreif ist die Technologie jedoch noch nicht. Nun sorgt der dänische Autodesigner Henrik Fisker für Aufsehen in der Branche: Er will seine Stromer ab 2024 mit Feststoffbatterien ausrüsten, die in nur einer Minute wieder Strom für 800 Kilometer tanken können.

Henrik Fisker ist für große Ankündigungen bekannt

An Feststoffbatterien arbeiten auch andere Hersteller wie Toyota und Audi, auch der Autozulieferer Bosch setzt auf die neue Technologie. Fisker will erreichen, woran alle anderen bisher gescheitert sind: Eine serienreife Feststoffbatterie zu einem konkurrenzfähigen Preis. Der Däne ist in der Branche kein Unbekannter. Sein Versuch, mit dem elektrischen Hybridsportwagen Fisker Karma den Markt zu erobern, endete schließlich mit der Insolvenz seiner damaligen Firma. Letztes Jahr stellte er sein nächstes Projekt vor, das Luxus-Elektroauto Emotion, das dank einer neuen Graphen-basierten Batterietechnik eine Reichweite von 640 Kilometern haben sollte. Der Wagen soll ab 2018 erhältlich sein, doch inzwischen ruderte Fisker zurück und will nun doch Lithium-Ionen-Akkus einsetzen.

Serienreife in fünf Jahren

Mit seiner neuen Firma Fisker Inc. will er nun allerdings eine Feststoffbatterie mit einer neuartigen Elektrodenstruktur entwickelt haben. Diese ist bereits zum Patent angemeldet. Die Akkus sollen mit dreidimensionalen Elektroden ausgestattet werden, die im Vergleich zu modernen Lithium-Ionen-Batterien eine 2,5-fache Energiedichte ermöglichen. Das bekannte Problem der Temperaturanfälligkeit bei Feststoffbatterien will Fisker ebenfalls lösen und seine Technologie in den nächsten fünf Jahren zur Serienreife bringen. Die Preise für die Festkörperbatterie will Fisker außerdem mit einer neuen Produktionsmethode um bis zu zwei Drittel unter den Preis von Lithium-Ionen-Batterien im Jahr 2020 senken.

Batterieexperte hält die Pläne für unrealistisch

Wie glaubhaft sind solche Ankündigungen? Der Batterie-Experte Professor Werner Tillmetz vom Zentrum für Sonnenenergie‐ und Wasserstoff‐Forschung Baden-Württemberg (ZSW) sagte gegenüber Focus Online, dass jede neue Batterietechnologie immer rund 10 Jahre brauche, bis sie einsatzbereit sei. Die All-Solid-State Technologie sei nicht trivial. Auch eine Ladeleistung von 7.000 kW, die nötig sei, um eine 120 kWh-Batterie mit 800 Kilometern Reichweite in einer Minute zu laden, sei vollkommen unrealistisch. Henrik Fisker hat allerdings Berichten zufolge angekündigt, einen Prototyp seiner neuen Festkörperbatterie Anfang 2018 auf der CES vorzustellen. Doch hier heißt es abwarten. Schließlich ist Fisker von seinen Plänen, den Fisker Emotion mit Graphen-basierten Superkondensatoren auszurüsten, ebenfalls im Sommer wieder abgerückt.

Quellen / Weiterlesen:
Feststoff-Batterie für E-Autos | Welt
Eine Minute laden, 800 Kilometer Reichweite: Henrik Fisker verkündet Batterie-Revolution | Focus
Batterie-Experte zu Fiskers Wunder-Akku: „Das ist vollkommen unrealistisch“ | Focus
Zukunft oder heiße Akku-Luft? Fisker will E-Autos in nur 1 Minute für 800 Kilometer laden | t3n

Mehr aktuelle Meldungen zu:


Wir bleiben an dem Thema dran und werden Sie aktuell informieren. Tragen Sie sich hierzu in unseren Newsletter ein

Ihre Meinung zum Thema? Diskutieren Sie mit uns und anderen Lesern in den Kommentaren.

TEILEN
Vorheriger ArtikelPower-to-Gas-Anlagen von Electrochaea
Nächster ArtikelMehr Autarkie durch intelligente Stromversorgung
Ajaz Shah

Ajaz Shah ist seit 2010 im Bereich der erneuerbaren Energien in der Projektfinanzierung und dem Projekmanagement für verschiedene Unternehmen tätig. Er arbeitete an Solar- und Windprojekten mit einer Gesamtkapazität von mehr als 50 MW in Deutschland, Spanien, Italien, Großbritannien, Tschechien und Frankreich mit. Daneben ist er freiberuflich im Online Marketing tätig. Ajaz hat zusammen mit Stephan Hiller energyload.eu im Oktober 2013 initiiert.

17 KOMMENTARE

  1. Dochdoch Alex1, wenn Sie mir endlich mal die für 2016 ermittelte mittlere obeflächennahe Lufttemperatur nennen, dann „raffe“ ich das sehrwohl. Es scheitert halt mal wieder an Ihren nicht vorhandenen „Erklärungen“.

    Aber so kennt man Sie ja bereits: unendlich große Klappe und wenn man nach Details fragt, kommt nur noch lauwarme Luft…

  2. Es hat keinen Sinn, Dir die Welt zu erklären. Du raffst es ja doch nicht.

    Deine abartige Boshaftigkeit verdeckt jede noch so berechtigte Kritik an den Ankündigungen Fiskers.

  3. Ach Henti-Troll, Du hast schon wieder alles falsch verstanden. Was soll man da noch machen?

    Wenn jemand, der noch nicht einmal Ahnung von Gasstrahlung an sich hat, sich erblödet, NASA-Wissenschaftlern ihren Job zu erklären, bleibt nur noch heftiges Lachen oder Weinen. Je nach Gemütszustand.

    Wahrscheinlich zweifelst Du genauso an Einsteins Erkenntnissen. Auch da bist Du – leider – nicht allein.

    Warum Trump? Weil er genau Deines Geistes ist: Gegen Wissenschaft und Menschlichkeit, für hemmungsloses Geldverdienen.

  4. Falsch Alex1, Sie sollen meine Frage nicht tausend mal beantworten, sondern nur ein einziges mal.

    Also nochmal meine Kinderfrage: Welche globale mittlere oberflächennahe Lufttemperatur wurde für 2016 festgestellt?

    Und im Gegensatz zu Ihnen lese ich auch umfangreichere Texte (also auch solche mit mehr als drei Sätzen).

    Auf der von Ihnen verlinkten Seite steht eindeutig: „GLOBAL Station Temperature Index in 0.01 degrees Celsius […] using elimination of outliers and homogeneity adjustment“

    Das sind also weder Temperaturwerte, noch Mittelwerte von gemessenen Temperaturen. Stattdessen wurden die gemessenen Temperaturen zunächst von unliebsamen Werten bereinigt, der Rest so umgerechnet, dass die gewünschten Werte herauskommen, für nicht gemessene Bereiche wurden Werte „erfunden“, anschließend für jede erfundene Position die Abweichung der neu gewürfelten Werte zu den gewürfelten Werten für 1951 bis 1980 berechnet und aus diesen Abweichungen dann endlich Mittelwerte gebildet. Deshalb ändert sich ja auch jedes mal die gesamte Zeitreihe, wenn das GISS mal wieder die Würfel austauscht (ist in der Vergangenheit schon mehrfach geschehen – und mit jedem Würfeltausch wurde durch einen glücklichen Zufall die zunehmende Temperaturanomalie deutlicher).

    Wie wenig diese Werte mit tatsächlichen Temperaturwerten zu tun haben, wird hier ausführlich erklärt:
    https://data.giss.nasa.gov/gistemp/faq/abs_temp.html

    Das ist natürlich leider wieder viel zu viel Text für Sie. Aber am schönsten finde ich den Schlusssatz, der den ganzen Unfug zusammenfasst:

    „For the global mean, the most trusted models produce a value of roughly 14°C, i.e. 57.2°F, but it may easily be anywhere between 56 and 58°F and regionally, let alone locally, the situation is even worse.“

    Ich weiß zwar noch immer nicht, was Sie an Donald Trump so sehr fasziniert, dass Sie den ständig hier anschleppen müssen, aber ich hatte doch schon einmal darauf hingewiesen, dass der Treibhaus-Quatsch zunächst von der NATO (schon damals dominiert von den USA) eingeschleppt wurde. Später wurde das Thema von der Atomlobby übernommen, um das eigene Image aufzupolieren. Die hat das Thema in Deutschland befeuert, lange bevor sich irgendwelche angeblichen Klimaschützer drangehängt haben (die waren da ja noch damit beschäftigt, die Bäume vor dem Waldsterben zu retten, die sie heute für die Windindustrieanlagen umsägen).

    https://www.nixonlibrary.gov/virtuallibrary/releases/jul10/56.pdf
    http://www.spiegel.de/spiegel/print/d-13519133.html

    Und wie man an Ihnen sehen kann, funktioniert die Drohung mit dieser CO2-Apokalypse inzwischen nahezu perfekt.

    Allerdings mehren sich ausgerechnet in den USA die Wissenschaftler, die diesen Quatsch öffentlich auch als solchen bezeichnen.

    https://cloudup.com/iHcBpTDmCNu

  5. Falsch, Henti-Troll, gaaanz falsch! Nicht die Kernenergie-Lobby hat die „Klimalüge“ erfunden. Das waren die Chinesen, um den USA zu schaden. Hat doch der Trump, Dein Bruder im Geiste, festgestellt. Und dann muss es ja stimmen.

    Dass Du nicht raffst, wie man Mittelwerte bildet, ist mir schon klar. Schon vergessen? Es gibt 4 Grundrechenarten. Eine davon ist die Division. Nicht gewusst?

    Hast Du meinen Link mal wieder nicht gelesen? Nicht nur auf die Zahlen gucken, auch auf den Text. Lass ihn Dir mal von Deinem Englischlehrer übersetzen. Du hast schon Englisch? Oder kommt das erst in der nächsten Klasse?

    Ich bin es langsam leid, Deine tausendfach gestellten Kinderfragen tausendmal zu beantworten, wenn Du die Antwort gleich wieder vergisst und nochmal tausendmal fragst :gähn:

  6. Ach Alex1, ich finde die Frage viel spannender, ob all die Gläubigen der Treibhaus-Religion tatsächlich nicht merken, welchem Schwachsinn der Kernenergie-Lobby sie da aufgesessen sind – oder ob sie es wissen und einfach nur leugnen.

    Also nochmal: Welche mittlere globale Temperatur wurde denn nun für 2016 festgestellt? Das kann doch nun wirklich nicht so schwer sein, wenn man wie Sie sogar behauptet, dass es ein Rekordwert ist. Irgendwo muss doch dann dieser Rekordwert auch zu finden sein.

  7. Nunja, Alex1, dass Sie daran glauben, dass 2016 ein Rekordjahr war, ist mir schon klar. Nur hatte ich danach gar nicht gefragt. Ich wollte doch nur den „gemessenen“ Temperaturwert wissen.

    Die von Ihnen verlinkte Datenreihe des GISS enthält offensichtlich keine Messwerte. Denn dann müssten die globalen Temperaturwerte bekanntlich im Nordsommer (Spalte JJA) deutlich wärmer sein, als im Nordwinter (Spalte DJF). Außerdem fehlt in diesen Daten irgendwie jede Spur von der Kälteperiode um 1947.

    Wie man 1880 die globale mittlere Temperatur auf 0,01 °C genau gemessen hat, können Sie mir aber sicher erklären. (Der erste Mensch erreichte den Südpol bekanntlich erst 1911.)

    Und ja, der Atlantik ist tatsächlich nicht die ganze Welt. Was auch immer Sie mit dieser Banalität aussagen wollen.

  8. Oh Hentinger mit seinen Pseudofragen :rolleyes:

    War mir schon klar, dass Wiki für Dich zu hoch ist. Mach mal einen Kurs in verstehendem Lesen, dann wird Dir vielleicht klar, dass der Atlantikraum nicht die Welt ist, auch wenn das einem Klima- und Umwelttrottel wie Dir nicht einleuchtet.

    2016 war m.W. schon wieder ein Rekordjahr der Globaltemperatur. Auch wenn ein Klima- und Umwelttroll das nicht kapiert: https://data.giss.nasa.gov/gistemp/tabledata_v3/GLB.Ts.txt

  9. Jaja Alex1, Ihre nie geäußerten Erklärungen versteht logischerweise tatsächlich kein Mensch.

    Zu Ihrem verlinkten Wikipedia-Blog hätte ich eine ganz simple Frage, die so einfach ist, dass selbst Sie die sicher problemlos beantworten können:

    Welche mittlere oberflächennahe Lufttemperatur (in °C, °F oder K) hatten wir 2016?

    Im verlinkten Wikipedia-Blog steht das seltsamerweise nicht.

    Übrigens ist schon der erste Absatz dieses Blog-Beitrags offenkundig falsch. Denn im Atlantikum, nach der letzten Kaltzeit, gab es einen erheblichen Temperaturanstieg innerhalb von wenigen Jahrhunderten. Kann man sogar in einem anderen Wikipedia-Blog nachlesen:

    https://de.wikipedia.org/wiki/Atlantikum#Temperaturen

    Also muss der Mensch damals offenbar bereits Industrieanlagen betrieben haben.

    Die Erde ist damals allerdings seltsamerweise trotz all der bekannten Kipppunkte und Rückkopplungen nicht verglüht. Vielleicht haben uns damals also Außerirdische gerettet. Dann werden die uns diesmal aber sicher auch nicht im Stich lassen.

  10. Ach Alex1, alter Schaumschläger. Berichten Sie und doch mal, wo der Fehler in meiner Berechnung liegen soll. Oder erklären Sie uns alternativ, wie Sie das Problem stattdessen lösen würden.

    Also einfach ausnahmsweise mal ein Kommentar von Ihnen mit ein klein wenig Substanz. Das wär doch mal was.

  11. Völlig korrekt, Ulrich! Wie man am unvermeidlichen Reflex – Kommentar unseres bekannten Klma-Rumpelstilzchens prächtig sehen kann… 😆

  12. Na da bin ich ja beruhigt, dass wenigstens einige Professoren das Rechnen doch noch nicht ganz verlernt haben.

    Sonst hätte ich hier wieder selbst ausrechnen müssen, mit welcher Ladeleistung man mindestens hantieren muss, wenn man 800 km × 0,15 kWh/km = 120 kWh in einer Minute laden will, nämlich: 120 kWh ÷ 1/60 h = 7.200 kW (Übertragungs- und Wandlungsverluste natürlich nicht berücksichtigt). Und dann wäre sicher Alex1 wieder vorbeigeschneit und hätte behauptet, dass seine Frau das mit deutlich weniger Leistung könne – oder irgend etwas ähnlich absurdes.

    Achja: 7.200 kW bei 400 V ergibt einen Ladestrom von 18.000 A und selbst bei 20 kV sind das noch 450 A.

    Und an diesem Zusammenhang wird auch die neueste Akku-Technologie in 100 Jahren nichts ändern können.

    Das hat auch überhaupt nichts damit zu tun, ob man an die Existenz eines einheitlichen Weltklimas glaubt oder nicht.

  13. Ziemlich ermüdend, wenn ständig solche unausgegorenen neuen Säue durch’s Dorf gejagt werden. Ich halte das aus journalistischer Sicht für unseriös! Letztendlich schadet das der Sache! Hört bitte auf damit. Das ist einfach zu ermüdend, ständig solche Phantasiegebilde zu lesen. Es stärkt die Gegenseite (Klimaskeptiker und Konsorten), denen solche Meldungen es leicht machen, ihre destruktiven Suppen zu kochen. Mehr Fakten bitte und weniger Spekulationen!

HINTERLASSEN SIE EINE ANTWORT

Please enter your comment!
Please enter your name here