Das britische Unternehmen Oxis arbeitet an Lithium-Schwefel-Akkuzellen, die in elektrischen Fluggeräten eingesetzt werden sollen. Jetzt hat das Unternehmen einen neuen Rekord bei der Energiedichte seiner Zellen gemeldet: 425 Wattstunden (Wh) pro Kilogramm sind erreicht und bis Ende 2019 sollen es 500 Wh werden.

Großes Interesse der Luftfahrtindustrie

Je höher die Energiedichte einer Batterie, desto mehr Strom kann sie speichern. Das bedeutet, dass die Batterie mit steigender Energiedichte bei gleicher Größe leistungsfähiger wird. Oxis hat den Wert von 425 Wh/kg mit seinen 16 Ah-Pouch-Zellen erreicht. Damit verfüge Oxis über eine der leichtesten Zellen dieses Typs, teilte Oxis-Technikchef Dr. David Ainsworth mit. Bedeutende Akteure in der Luftfahrt zeigten bereits großes Interesse an der Zelle, die jetzt in Prototyp-Anwendungen eingesetzt werde, sagte Ainsworth. Als weiteren Zwischenschritt will Oxis schon zum Jahresende eine Energiedichte von 450 Wattstunden/kg erreicht haben. Oxis stellt die Zellen für HAPS-Anwendungen her (High Altitude Pseudo Satellites). Diese „Pseudo-Satelliten“ sind hochfliegende Drohnen, die die Beweglichkeit von Flugzeugen besitzen. Sie übernehmen aber Aufgaben, die sonst teure Überwachungssatelliten erledigen müssten.

Oxis hat bereits ein Batteriemodulkonzept für die Luftfahrt entwickelt, mit dem Kunden des Unternehmens Flugzeiten verdreifachen konnten, teilte der Hersteller weiter mit. Dabei kommen ebenfalls ultraleichte Lithium-Schwefel-Pouch-Zellen mit einer Energiedichte von 300 Wh/kg zum Einsatz. Diese soll bis Ende 2019 auf 400 Wh steigen. Oxis sieht den Vorteil von Elektroflugzeugen in den geringeren Kosten und im leiseren Betrieb. Das Wichtigste dabei seien aber sehr leichte Batterien, die genug Energie für die nötige Flugzeit und Reichweite speichern können. Diese Lösung liegt Oxis zufolge in der Lithium-Schwefel-Technologie.

Hoffnungsträger Lithium-Schwefel-Akku

Oxis-CEO Huw Hampson-Jones zufolge hat sich die technologische Entwicklung in den letzten 12 Monaten stark beschleunigt. Die Briten arbeiten nicht nur an Flugzeugbatterien, sondern auch an Hochleistungsbatterien für den Einsatz in elektrischen Bussen und E-LKW. Angesichts der kommerziellen Entwicklung, des technischen Fortschritts und der kommenden Massenproduktion von Lithium-Schwefel-Batterien in den nächsten 2 bis 3 Jahren nennt Hampson-Jones die steigenden Investitionen in Lithium-Ionen-Gigafabriken ein „Narrenparadies“. Sein Unternehmen plant den Aufbau einer eigenen Batteriefertigung im brasilianischen Bundesstaat Minas Gerais. Der brasilianische Risikokapitalfonds Aerotec investierte zu Jahresanfang Aerotec 3,7 Millionen Pfund (4,2 Mio Euro) in Oxis.

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Quellen / Weiterlesen

Oxis feilt an Li-S-Akkuzellen mit erhöhter Energiedichte | elektrive.net
OXIS Energy now targets 450 Wh/kg and 500 Wh/kg | InsideEVs
OXIS ENERGY Progresses its Lithium Sulfur (Li-S) cell technology to 450WH/kg. | Oxis Energy
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