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In der ganzen Welt entwickeln Forscher innovative Methoden, um Strom zu speichern. An der Rutgers University in New Jersey haben Forscher einen Weg gefunden, mit Gold Solarstrom zu speichern. Sie beschichteten goldene Sterne mit Titanoxid und erzeugten damit im Sonnenlicht sehr effizient Wasserstoff. Diese Technologie könnte die Nutzung von erneuerbaren Energien vorantreiben.

Die Goldsterne spalten das Wasser auf

Genauer gesagt handelt es sich bei den Sternen um sternförmige Nanopartikel. Nachdem die Forscher diese winzigen goldenen Teilchen mit dem Halbleiter Titandioxid beschichtet hatten, setzten sie sie in einem Behälter voller Wasser dem Sonnenlicht aus. Im Kontakt mit Sonnenlicht spalten die Sternchen das Wasser in Wasserstoff und Sauerstoff auf.

Besonders effektive Reaktion

Chemische Reaktionen mit Licht zu beschleunigen ist nichts Neues. Den Wissenschaftlern aus New Jersey gelang es jedoch, die Aufspaltungsreaktion in diesem Fall viel effektiver zu machen. Das Team, bestehend aus der Materialwissenschaftlerin Laura Fabris und dem Biochemiker Fuat Celik, setzte nämlich nicht wie üblich ultraviolettes Licht ein. Stattdessen verwendeten sie sichtbares bzw. infrarotes Licht. Dies regt die Elektronen in den Goldnanopartikeln an, erklärte Fabris. Die Elektronen wanderten so sehr effektiv in den Halbleiter Titandioxid, der bei der Aufspaltung des Wassers als Katalysator wirkt.

Wasserstoff-Ertrag vervierfacht

Auf diese Weise gewannen die Forscher viermal so viel Wasserstoff wie bei den üblichen Methoden zur Spaltung von Wasser über Licht. Und weil das Ganze bei sehr niedrigen Temperaturen abläuft, ist auch kein hoher Energieeinsatz nötig. Der Wasserstoff selbst kann sehr leicht gelagert und später wieder zur Stromerzeugung genutzt werden.

Vielversprechende Ergebnisse

Die Wissenschaftler hoffen nun, dass dieser Solarspeicher aus Gold günstiger ist als Solarzellen und herkömmliche Batteriespeicher. Die Ergebnisse seien sehr spannend, sagte Fabris. Man müsse die Versuche fortsetzen und zunächst noch genauer verstehen, was in den Materialien genau passiert, wenn sie dem Sonnenlicht ausgesetzt sind. Dann sind unter Umständen auch andere Anwendungen möglich, hoffen die Forscher. So könnte sich sogar das klimaschädliche Treibhausgas CO2 in einen Wertstoff verwandeln. Auf jeden Fall werden die aktuellen Erkenntnisse die Nutzung von Sonnenlicht erheblich erweitern, da sind sich die Wissenschaftler sicher.

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Quellen / Weiterlesen:
How Gold Nanoparticles Could Improve Solar Energy Storage | Rutgers Today
Goldene Sterne als Solarbatterie | baublatt
Goldene Sterne ersetzen bald gängige Solarbatterien | Sonnenseite
Gold Nanoparticles Could Improve Solar Energy Storage | In Compliance
Bildquelle: © Ashley Pennington/Rutgers University-New Brunswick

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2 KOMMENTARE

  1. Zusätzlich ist die Angabe „vierfach wie bisher“ völlig irreführend. Erinnert eher an Waschmittelwerbung.

    Offensichtlich traut man sich nicht, den wirklichen (wahrscheinlich sehr miesen) Wirkungsgrad zu veröffentlichen.

    Ein weiterer bunter Werbeclip für das Nischenprodukt Wasserstoff als Energieträger.

  2. Interessanter neuer Ansatz um Wasserstoff herzustellen.

    Offensichtlich wird hier jedoch kein Strom gespeichert, sondern lediglich Wasser mit Hilfe von Licht in Wasserstoff und Sauerstoff gespalten. Dies stellt auch keine Batterie dar oder irgendeine andere Form der Stromspeicherung. Die Überschrift sowie der komplette erste Absatz ist daher leider falsch und recht irreführend.

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