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Der Batteriehersteller Akasol will noch im Juni an die Börse. Das hessische Unternehmen will von der steigenden Nachfrage nach elektrischen Nutzfahrzeugen profitieren und seine Expansion finanzieren. Die Produktionskapazität am Standort Langen soll bis 2020 verdoppelt werden. Außerdem plant Akasol nächstes Jahr eine neue Batteriefabrik in den USA. Insidern zufolge sollen beim Börsengang Aktien im Wert von 100 bis 125 Millionen verkauft werden.

Deutliche Umsatzsteigerung erwartet

Die Akasol GmbH wurde 2008 gegründet. Das Unternehmen stellt Hochleistungs-Batteriesysteme auf Lithium-Ionen-Basis für Busse, Nutzfahrzeuge, Schienen- und Industriefahrzeuge sowie für stationäre Anwendungen her. Zu den Kunden gehören unter anderem Daimler, Alstom, Bombardier und Rolls-Royce Power Systems. Den Auftragsbestand bis 2024 beziffert Akasol mit 1,45 Milliarden Euro. In diesem Jahr rechnet der Hersteller mit einem Umsatz zwischen 22 und 24 Millionen Euro, der in den nächsten vier bis fünf Jahren auf über 300 Millionen Euro steigen soll. Akasol hat derzeit rund 110 Mitarbeiter.

Akasol rechnet mit steigender Nachfrage nach Elektrobussen und Nutzfahrzeugen

Akasol-CEO Sven Schulz sagte: „Der Markt für Hoch­leistungsbatteriesys­teme, insbesondere für Busse und Nutzfahrzeuge, befindet sich aus unserer Sicht gerade an der Schwelle zu einem deutlichen Wachstum in den kommenden Jahren. Das Geschäft von Akasol liegt zwischen den Batteriezellenherstellern und den E-Mobility-OEMs und damit am optimalen Punkt der Wertschöpfungskette für Hochleistungsbatteriesysteme.”

Akasol rechnet mit einem Anstieg der Nachfrage nach Batteriesystemen, weil immer mehr Städte ihren ÖPNV auf Elektroantriebe umstellen wollen. Neben der Emissionsregulierung und drohenden Dieselfahrverboten in Deutschland geht Akasol auch wegen globaler Trends wie Bevölkerungswachstum und Urbanisierung von einem steigenden Bedarf nach elektrischen Bussen und Nutzfahrzeugen aus. Zudem gleiche sich die Total Cost of Ownership bei Dieselfahrzeugen und Elektrobussen und -Nutzfahrzeugen immer weiter an. Elektrische Antriebe würden dadurch immer attraktiver, teilte der Hersteller mit.

Batteriefabrik in Michigan mit 300 MWh Produktionskapazität geplant

Den Plänen nach soll die Batteriefabrik in Langen, wo im dritten Quartal 2018 die Serienproduktion startet, ihren jährlichen Output von 300 auf 600 MWh verdoppeln. Die für 2019 geplante Produktionsstätte in Michigan, USA wird eine Produktionskapazität von 300 MWh pro Jahr haben. Außerdem will Akasol in Hessen ein Forschungs- und Entwicklungszentrum bauen. Das Unternehmen erwägt auch den Kauf von Unternehmen in verwandten Geschäftsfelder bzw. Unternehmen, die in komplementären Geschäftsbereichen aktiv sind. So könnte Akasol sein Geschäft vertikal entlang der Wertschöpfungskette diversifizieren.

Der Börsengang ist im regulierten Markt (Prime Standard) der Frankfurter Wertpapierbörse geplant. Unterstützt wird Akasol dabei von der Citigroup, der Commerzbank, Lazard und dem Bankhaus Lampe. Erst im Oktober war der Batteriehersteller Voltabox an die Börse gegangen und hatte – trotz Verlusten im Vorjahr – bei seinem Börsengang 150 Millionen Euro eingenommen. Auch Voltabox stellt Batteriesysteme für Elektrobusse, Gabelstapler und andere Industriefahrzeuge her.

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Quellen / Weiterlesen:
Batteriehersteller Akasol strebt noch im Juni an die Börse | Frankfurter Allgemeine
Daimler-Lieferant Akasol plant Börsengang noch im Juni | Handelsblatt
Bildquelle: Wikipedia – Von Eva K.Eva K., CC BY-SA 2.5

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Stephan Hiller
Stephan Hiller ist Betriebswirt (Studium an der Fachhochschule für Wirtschaft Berlin und in Cambridge, UK) mit umfangreicher Geschäftsführungs- und Start-Up Erfahrung. Er hat sich erfolgreich darauf spezialisiert, den Finanzbereich und das Controlling junger Unternehmen operativ zu betreuen und Start-Ups strategisch sowie in den Bereichen Marketing, Vertrieb und Finanzen zu beraten. Er verfügt über umfassende kaufmännische Erfahrungen, die er durch mehrjährige Berufstätigkeit für internationale Unternehmen im In- und Ausland aufgebaut hat. Hierunter waren u.a. Unternehmen aus dem Maschinen- und Anlagenbau, aus der Automobilindustrie, Solarmodulhersteller und Projektentwickler aus dem Bereich erneuerbare Energien. Weiterhin hat er mehrere Unternehmensgründungen im Bereich erneuerbare Energien initiiert und erfolgreich mit aufgebaut. Stephan hat zusammen mit Ajaz Shah energyload.eu im Oktober 2013 gegründet.

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