Die künstliche Intelligenz, kurz KI bzw. im Englischen AI, ist stetig auf dem Vormarsch. Sie ist heute sogar in vielen Geräten wie Smartphones oder Fernsehern enthalten. Zudem spielt sie eine gewichtige Rolle in der Industrie.

So investierte beispielsweise die Öl- und Gasindustrie im Jahr 2018 rund 1,75 Mrd. US-Dollar in KI. Diese Ausgaben sollen bis 2025 sogar noch auf bis zu 4,01 Mrd. US-Dollar ansteigen, wie eine Studie von Zion Market Research voraussagt.

Ki gegen Engpässe

Bleibt die Frage, warum dies so ist und wie der Öl- und Gasmarkt von künstlicher Intelligenz profitiert. Der Sektor setzt KI vor allem zur Digitalisierung und der Optimierung von Betriebsprozessen ein. So haben laut dem Bericht die sinkenden Öl- und Gaspreise die Öl- und Gasindustrie dazu gezwungen, in Lösungen wie eben KI zu investieren, um die Effizienz in der Herstellung zu steigern sowie die Produktionsraten zu erhöhen. Zudem setzen erneuerbare Energien, Elektromobilität und Co die Branche unter Druck.

Dank der KI-Unterstützung soll es den Unternehmen möglich sein, dass sie Engpässe bereits vor ihrem Auftreten erkennen können. So können sie hierauf bereits vorher reagieren und entsprechende Maßnahmen ergreifen, um die Engpässe bereits vor dem prognostizierten Auftreten zu verhindern.

KI für mehr Sicherheit und Gewinn

Ein weiterer wichtiger Punkt ist die Expansion. Da die Öl- und Gasindustrie immer wieder neue Bohrungen für neue Felder durchführen muss, besteht hier immer ein gewisses Risiko. KI soll hierbei unter anderem helfen, mögliche bevorstehende Pannen sowie gefährliche Operationen vorauszusehen. So kann die Sicherheit der Arbeiter erhöht und die Expansion sicherer und schneller vorangetrieben werden. Die KI soll auch mehr Möglichkeiten für die Echtzeit-Prozessoptimierung und die effiziente Exploration von Kohlenwasserstoffen bieten.

Unterschieden wird generell zwischen den Bereichen Hardware, Software und Hybrid. Ein Beispiel für KI-Hardware sind z.B. Roboter im Gewinnungsprozess. KI-Software kann beispielsweise die Verarbeitung und Analyse großer Datenmengen ermöglichen. Probleme können aber noch das Fehlen einer schnellen Lern- und Verständnisfähigkeit der KI sowie mögliche Geräteausfälle und hohe Wartungsaufwände bei KI-Systemen mit sich bringen.

Dennoch überwiegen die Möglichkeiten und der Nutzen, den KI für die Öl- und Gasindustrie bringen kann. So können die Unternehmen weiter expandieren und die Abhängigkeit der Branche vom Altern und dem Abbau von Arbeitskräften verringern. Dank KI ist also eine Verringerung der Abhängigkeit der Branche von der Belegschaft möglich. Zudem senkt sie die Betriebskosten pro Barrel und eliminiert operationelle Risiken unter der Beteiligung von Menschen.

Quellen / Weiterlesen

Global AI In Oil and Gas Market Will Reach to USD 4.01 Billion By 2025: Zion Market Research | GlobeNewswire
Bildquelle: Pixabay
Ajaz Shah
Ajaz Shah ist seit 2010 im Bereich der erneuerbaren Energien in der Projektfinanzierung und dem Projekmanagement für verschiedene Unternehmen tätig. Er arbeitete an Solar- und Windprojekten mit einer Gesamtkapazität von mehr als 50 MW in Deutschland, Spanien, Italien, Großbritannien, Tschechien und Frankreich mit. Daneben ist er freiberuflich im Online Marketing tätig. Ajaz hat zusammen mit Stephan Hiller energyload.eu im Oktober 2013 initiiert.

HINTERLASSEN SIE EINE ANTWORT

Please enter your comment!
Please enter your name here