Warum forscht Google nicht mehr nach erneuerbaren Energien?

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warum-forscht-google-nicht-erneuerbaren-energienDer Suchmaschinenriese Google war einer der Vorreiter, seine Server mit erneuerbaren Energien zu betreiben. Wie jetzt bekannt wurde, hat das amerikanische Unternehmen sein Engagement in Bezug auf eine Kostenreduktion von Erneuerbaren Energien eingestellt. Dabei wird in einem offiziellen Blogbeitrag dargelegt, dass aufgrund einer umfassenden Prüfung der Geschäftsaktivitäten mehrere Projekte diesbezüglich aufgegeben wurden. Hierunter fällt auch leider die Initiative „Renewable Energy Cheaper than Coal“.

Andere Unternehmen seien auf dem Gebiet besser positioniert

Google stellt weiterhin dar, dass nach Aussage von Senior-Vize-Präsident Urs Hölzle viele andere Unternehmen mit dem Ausbau erneuerbarer Energien wesentlich besser positioniert seien als Google. Die bisherigen Ergebnisse wurden von Google veröffentlicht und für abgeschlossen erklärt. Dennoch hat sich das Unternehmen bereit erklärt, weiterhin rund 850 Millionen US-Dollar in Projekte und zukunftsweisende Technologien im Bereich der erneuerbaren Energien zu investieren. Seinerzeit hatte Google etwa 280 Millionen US-Dollar in PV-Anlagen in den Vereinigten Staaten investiert.

Gemäß dem Motto: Günstiger als Kohle

Der Suchmaschinenriese fördert seit 2007 die Entwicklung und Forschung in Bezug auf Solarthermie, geothermische Systeme und Windenergie. Im Jahr 2009 hatte der ehemalige Google-Manager Bill Weihl angekündigt, dass sein Unternehmen in wenigen Jahren neue Technologien anbieten werde, mit denen die Produktion von erneuerbaren Energien wesentlich preiswerter bewerkstelligt werden könne. Sein Motto lautete: „günstiger als Kohle“. Zwischenzeitlich wurde bekannt, dass der als Green-Energy-Zar bekannte Manager nun das Unternehmen vorzeitig verlassen hat. Dies hat Google zum Anlass genommen, die kostenintensiven Forschungen einzustellen. Dennoch setzt das Unternehmen nach wie vor auf erneuerbare Energien, da dies allein für die stromfressenden Rechenzentren von großem Interesse ist.

Google macht einen Frühjahrsputz

Google nennt seine Verkleinerung der Projekte einen Frühjahrsputz. Dies begann schon im April dieses Jahres mit dem Wechsel von Page an die Spitze des Unternehmens. Immerhin handelt es sich mittlerweile um die dritte „Putzaktion“, mit der Google bestimmte Projekte einstampft. Grund für diesen Rückzug seien auch die steigende Konkurrenz im Bereich Mobile Computing und bei den Sozialen Netzwerken von Facebook und Apple. Hierdurch sind die Gesamtausgaben kontinuierlich gestiegen, so dass auch schon die Investoren bereits die Nase gerümpft haben. Neben der Aufgabe der Forschungstätigkeit wurde bereits 2012 das Google Knol Lexikon, ähnlich wie Wikipedia, abgeschaltet.

Hintergründe für die Einstellung des Projekts

Im Rahmen einer Befragung von zwei Google-Ingenieuren, die sich mit der Entwicklung erneuerbarer Energien befassten, teilten diese mit, dass ihre Bemühungen nicht alleine ausreichen würden, um den Klimawandel wirksam zu bekämpfen. Mit den heutigen Technologien sei dies einfach noch nicht möglich. Die Ingenieure erkannten, dass auch nach umfangreichen Investitionen in diese Forschungsarbeit keine Erfolge erzielt wurden. Selbst wenn Google die Kohlendioxid-Emissionen hätte reduzieren können, wäre das Unternehmen selbst nicht in der Lage, weltweit diesen wichtigen Schalter alleine umzulegen. Daher wurde das Projekt auf Eis gelegt. Untermauert wurden diese Tatsachen durch umfangreiche Tests durch die Unternehmensberatung McKinsey, wobei bestimmte Szenarien zum Weltklima durchgespielt wurden. Nach einer Studie mit dem Hansen-Klimamodell würde eine Reduzierung der Emissionen um 55% bis zum Jahr 2050 das Weltklima nicht unter den Wert von 350-ppm bringen. Auch wenn die Entwicklung erneuerbarer Energien schnellstmöglich vorangetrieben wird, würde die atmosphärische CO2-Konzentration eher noch ansteigen. Eine erschreckende Erkenntnis.

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Bildquelle: © Sebastian von Campomalo / pixelio – www.pixelio.de

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5 KOMMENTARE

  1. Lieber unbekannter Leser
    Leider unterlegen Sie Ihren Kommentar mit keinerlei Nachweisen. Es gibt diverse Quellen im Netz, dass Google im Bereich erneuerbare Energie starke Aktivitäten hatte und diese immer weiter zurückgefahren werden. Siehe beispielsweise:
    http://www.google.ch/green/energy/
    http://www.google.com/intl/de_ALL/about/datacenters/renewable/index.html
    http://www.iwr.de/news.php?id=20007
    Insofern bitten wir Sie, Ihre Behauptung zu belegen und wir freuen uns auf eine anregende Diskussion.
    Viele Grüße und ein gesundes und erfolgreiches Jahr 2015

    Klaus Decken

  2. super Titel.

    sorry, google forscht nicht im Bereich erneurbare Energien. Und hat das auch nie gemacht!
    Der Autor hat schlicht keine Ahnung….

    ??.

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