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Der Sommer brachte dieses Jahr nicht nur in Deutschland eine extreme Dürre mit sich. Die ganze Welt litt unter den ungewöhnlich hohen Temperaturen im wahrscheinlich viertheißesten Sommer seit Beginn der Wetteraufzeichnungen. Die Klimapolitik von US-Präsident Trump wird wohl dafür sorgen, dass unser Planet sich noch weiter erwärmt. Seine geplanten Maßnahmen könnten so viel CO2 freisetzen wie 340 Millionen Autos.

Alternative zu Obamas „Clean Power Plan“ vorgestellt

Vor ein paar Tagen gab die US-Umweltschutzbehörde EPA ihre Pläne bekannt: Sie sehen vor, dass die US-Bundesstaaten künftig selbst entscheiden können, wie sie Emissionsgrenzen für Kohlekraftwerke festlegen. Dieser Vorschlag, der „Überregulierung“ verhindern soll, ist ein direkter Angriff auf die Klimapolitik von Trumps Vorgänger Obama. Dieser wollte mit seinem Clean Power Plan bis 2030 die CO2-Emissionen im Energiesektor gegenüber 2005 um 32 Prozent senken. Bundesstaaten und Energieversorger sollten die Treibhausgase durch mehr Energieeffizienz, die Nutzung erneuerbarer Energien und andere klimafreundliche Technologien reduzieren.

Trump will „Krieg gegen die Kohle“ beenden

Präsident Trump fährt einen anderen Kurs. Er will mit seinem Ausstieg aus dem Klimaabkommen von Paris die heimische Kohleindustrie schützen und diese wieder voranbringen. Wissenschaftler, Umweltschützer und auch viele progressive Bundesstaaten laufen Sturm gegen seine Politik. Die Tageszeitung Washington Post hat errechnet, dass der von der EPA vorgelegte Entwurf im Vergleich zu Obamas Clean Power Plan in den nächsten zehn Jahren 300 Millionen Tonnen CO2 freisetzen könnte.

Pläne entsprechen 340 Millionen neuen Autos oder 397 neuen Kohlekraftwerken

Das ist mindestens 12-mal so viel, wie unter Obamas Plänen erzeugt worden wäre und entspricht etwa dem, was 64 Millionen Autos in einem Jahr in die Luft blasen. Andere schätzen die Extra-Emissionen noch viel höher ein: Da der Clean Power Plan nicht die einzige Klimaverordnung ist, die Trump rückgängig machen will, entspricht Trumps Politik insgesamt sogar bis zu 340 Millionen neuen Autos auf der Straße, schätzt die New York Times.

Anders ausgedrückt: Der Effekt auf das Klima ist derselbe, als würde man 397 neue Kohlekraftwerke ein Jahr lang laufen lassen. Denn Trump hat angekündigt, auch Obamas Vorschriften für mehr Treibstoffeffizienz und zur Beschränkung von Methan-Emissionen rückgängig zu machen. Es ist zu hoffen, dass nicht alles wie geplant in Kraft tritt. Die US-Öffentlichkeit kann jetzt 60 Tage lang ihre Bedenken gegen die Pläne der EPA vorbringen. Auch Gerichte werden sich damit befassen, ob die neuen Pläne ausreichend gegen die Bedrohung durch CO2 und den Klimawandel vorgehen.

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Quellen / Weiterlesen:
Trump’s Staggering Impact on Greenhouse Gas Emissions | The New Repiblic
Trump unveils plan to weaken greenhouse-gas limits on power plants | nature
Bildquelle: Pixabay

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Stephan Hiller
Stephan Hiller ist Betriebswirt (Studium an der Fachhochschule für Wirtschaft Berlin und in Cambridge, UK) mit umfangreicher Geschäftsführungs- und Start-Up Erfahrung. Er hat sich erfolgreich darauf spezialisiert, den Finanzbereich und das Controlling junger Unternehmen operativ zu betreuen und Start-Ups strategisch sowie in den Bereichen Marketing, Vertrieb und Finanzen zu beraten. Er verfügt über umfassende kaufmännische Erfahrungen, die er durch mehrjährige Berufstätigkeit für internationale Unternehmen im In- und Ausland aufgebaut hat. Hierunter waren u.a. Unternehmen aus dem Maschinen- und Anlagenbau, aus der Automobilindustrie, Solarmodulhersteller und Projektentwickler aus dem Bereich erneuerbare Energien. Weiterhin hat er mehrere Unternehmensgründungen im Bereich erneuerbare Energien initiiert und erfolgreich mit aufgebaut. Stephan hat zusammen mit Ajaz Shah energyload.eu im Oktober 2013 gegründet.

4 KOMMENTARE

  1. Hentitroll, Du wolltest doch mal einen Kurs in verstehendem Lesen belegen? Keine Zeit?

    Oder bist Du bei der Prüfung durchgefallen?

    Oder wurdest Du rausgeschmissen wegen kontinuierlichen lautstarken Versagens?

  2. Wau Alex1! Frau Merkel und der Rest der Bundesregierung liest unsere Diskussionen hier bei Energy-Load, um sich von meinen Aussagen inspirieren zu lassen, während sie Ihre fundierten Widerlegungen schändlichst ignoriert? Aber ganz bestimmt…

    Dass Sie den Autoren von Energy-Load allerdings vorwerfen, falsche Zahlen zu verbreiten, ohne diesen Vorwurf wenigstens durch irgend eine Quelle zu belegen, ist schon ein starkes Stück.

  3. Sag mal, Henti, denktst Du eigentlich, bevor Du schreibst? Und falls Du denkst, berücksichtigst Du dann irgendwelche Logik?

    Erst kommen Milchmädchenrechnungen der besonders doofen Art.

    Dann Lügen der noch dooferen Art.

    Man kann praktisch bei jeder Zahl von Hentinger davon ausgehen, dass sie gefälscht, veraltet oder irrelevant ist.

    Dass Deutschland schon längst nicht mehr Musterland des Klimaschutzes ist, wie es sich sonst immer gerne nennt, ist allerdings wahr. Das ist allerdings 100 % im Sinne unseres kleinen Klimatrolls. Genau für diesen Zweck schreibt Henti ja laufend seine Gülle.

  4. „Die ganze Welt litt unter den ungewöhnlich hohen Temperaturen“
    Na sicher doch… Wahrscheinlich waren überall da, wo man das Gegenteil gemessen hat, die Thermometer kaputt. Es ist schon irgendwo peinlich, wenn man sich die Rettung des Klimas auf die Fahne geschrieben hat und offenbar noch nicht einmal weiß, wie die Geschichte mit den Jahreszeiten funktioniert…

    „Die Tageszeitung Washington Post hat errechnet, dass der von der EPA vorgelegte Entwurf im Vergleich zu Obamas Clean Power Plan in den nächsten zehn Jahren 300 Millionen Tonnen CO2 freisetzen könnte. Das ist mindestens 12-mal so viel, wie unter Obamas Plänen erzeugt worden wäre“

    Hmmm, 300 Mio. Tonnen in 10 Jahren, also 30 Mio. Tonnen pro Jahr CO2-Gesamtausstoß der USA? Und wenn der Clean Power Plan von Obama im Gegensatz zur „German Energiewende“ tatsächlich funktioniert hätte, wäre der CO2-Ausstoß der gesamten USA sogar auf 2,5 Mio. Tonnen pro Jahr reduziert worden? Das ist faszinierend. Denn der CO2-Ausstoß Deutschlands liegt seit Jahren bei rund 900 Mio. Tonnen.

    Ahso – das ist nur ein Übertragungsfehler. Denn tatsächlich war die Aussage, dass die USA durch die Absetzung des Clean Power Plans bis zu 300 Mio. Tonnen CO2 _mehr_ ausgestoßen könnten. Und das sei dann mindestens 12-mal so viel, wie unter Obamas Plänen zusätzlich erzeugt worden wäre.

    Hmmm, als Formel lautet das:

    x + 300.000.000 t = 12x

    Nach x umgestellt:
    11x = 300.000.000 t
    x = 27.272.727 t

    Mit dem Clean Power Plan hätte der CO2-Ausstoß also in zehn Jahren um 27 Mio. Tonnen – bzw. im Mittel um 2,7 Mio. Tonnen pro Jahr – zugenommen.

    Das ist erstaunlich, denn laut IEA _verringerten_ die USA die CO2-Emissionen allein 2017 um 25 Millionen Tonnen auf nun 4.810 Millionen Tonnen.

    Während man in Deutschland noch immer fröhliches Trump-Bashing veranstaltet, kommt man deshalb im Rest der Welt beim Vergleich der Klimarettung in Deutschland und den USA zu einem deutlich anderen Ergebnis: Denn während der CO2-Ausstoß in den USA sinkt, steigt er ausgerechnet beim selbsternannten „Musterland des Klimaschutzes“.

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