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Google hat letztes Jahr seinen Strombedarf komplett aus erneuerbaren Energien gedeckt. Allerdings nur auf dem Papier: In einem Blogbeitrag schrieb Urs Hölzle, Senior Vice President für Technische Infrastruktur bei Google, dass der Konzern für jede verbrauchte Kilowattstunde eine Kilowattstunde Strom eines Windparks oder Solarparks gekauft hätte, die eigens für Google errichtet wurden.

Eine direkte Versorgung mit erneuerbaren Energien ist noch nicht möglich

Google strebt eine komplett CO2-freie Stromversorgung an. Es sei jedoch nicht möglich, jeden einzelnen Standort direkt mit grünem Strom zu versorgen, erklärt Hölzle. Um sein Ziel dennoch zu erreichen, schließt der Konzern in jedem Markt, in dem er aktiv ist, Abnahmeverträge für erneuerbare Energien ab. Danach dauere es ein bis zwei Jahre, bis der jeweilige Wind- oder Solarpark fertig ist und den ersten Strom erzeugt. Dieser Strom fließt dann irgendwo ins Stromnetz – nicht unbedingt jedoch an dem Ort oder zu der Zeit, in der die Niederlassungen von Google Strom verbrauchen. Doch rechnerisch hat Google eine Vollversorgung im letzten Jahr erstmalig erreicht. Im Jahr 2016 hatte der Zukauf erst 57 Prozent des Bedarfs entsprochen.

Google kauft jährlich 3 Gigawatt grünen Strom

Die zugekaufte Strommenge lag Hölzle zufolge 2017 sogar über dem Stromverbrauch aller Rechenzentren und Büros weltweit. Google hat demnach Abnahmeverträge für drei Gigawatt Grünstrom aus 22 Windparks und 4 Solarparks in den USA, Lateinamerika und Europa. Diese Verträge hätten weltweit Neuinvestitionen von über 3 Milliarden Dollar ausgelöst. Nach eigenen Angaben ist Google der weltweit größte gewerbliche Abnehmer sauberer Energie.

Der Energiebedarf des Konzerns wächst

Google wächst und baut neue Rechenzentren und Büros, und damit wächst auch der Stromverbrauch. Somit müsse man weiter neue Verträge über erneuerbare Energien abschließen. In Regionen, in denen das nicht möglich sei, arbeite man daran, den Markt zu öffnen, heißt es. Man wolle am Ende erreichen, dass der Geschäftsbetrieb seinen Strom rund um die Uhr direkt aus erneuerbaren Energien und anderen CO2-neutrale Energiequellen beziehe.

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Quellen / Weiterlesen:
Meeting our match: Buying 100 percent renewable energy | google
Google: Einkauf sauberer Energie höher als Stromverbrauch | heise online
Google deckt Strombedarf komplett regenerativ | energate messenger
Bildquelle: flickrAqua Mechanical

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40 KOMMENTARE

  1. Du weißt natürlich genau, dass ich Deinen Schrott meine, der die eigentlich sehr gute Plattform hier zumüllt.

  2. Darauf müssen Sie nicht extra hinweisen, Alex1. Das merkt man an Ihren Behauptungen.

  3. @nico: Natürlich haben alle verstanden, was Du gepostet hast. Außer halt unserem Rumpelstilzchen… 😆

  4. Henti-Troll, Deine Posts werden immer wirrer. Wie Deine Gedanken.

    Ok, was kann man von einem bösartigen Klimatroll schon Anderes erwarten nach all den Lügen, die er verbreitet.

  5. Nein Nico, Sie ich haben nie gesagt, dass die Imagekampagne von Google ausreicht um das Klima zu retten. Das habe ich gesagt.
    Aber was veranlasst Sie zur Annahme, dass es irgend jemand anders verstanden haben könnte?

    Oder wollen Sie sich nur einen zweiten Keks verdienen?

  6. Ach Hentinger, leider kann ich wieder nur eine 5 geben (leichte Verbesserung), da das Leseverständnis immernoch mangelhaft ist.

    Ich habe nie gesagt, dass dies seitens Google ausreicht und sie so das Klima retten. Es ist lediglich (zumindest) besser als alles beim alten zu lassen und gar nichts zu tun (vergleiche meine initiale These).

    Natürlich haben Sie Recht, dass man noch viel mehr machen könnte, um es richtig umzusetzen. Und in diesem Punkt habe ich Ihnen bereits weit unten zugestimmt.

  7. Weil Sie gerade das armselige Niveau ansprechen:

    Sie vertreten also die Meinung, dass es ausreicht, „bilanziell auf Jahressicht … erneuerbaren Strom zu erzeugen“. Nunja, wundert mich nicht, denn genau das ist ja das Argument der Energiewende-Jünger, mit dem sie beweisen wollen, dass „Dunkelflauten“ überhaupt gar kein Problem für die Energieversorgung darstellen.

    Aber von mir aus haben Sie halt Recht: Google rettet mit seiner bilanziellen Stromerzeugung für ihren stetig kräftig steigenden Energiebedarf das Klima unserer Erde.
    So, und nun dürfen Sie sich gerne auch noch einen Keks nehmen.

  8. Hentinger, setzen 6. Leider nicht fähig meine Aussagen korrekt zu verstehen.

    Mit Variante a) meinte ich offenkundig NICHT den Ablasshandel, daher schrieb ich ja auch „in EE Kapazität selbst zu investieren“. Dies bedeutet in reale neue EE Erzeugungskapazität zu investieren. Investieren impliziert neue Anlagen. Zertifikate sind keine Investition.
    Daher ja auch meine korrekt von Ihnen zitierte Aussage: „um zumindest bilanziell auf Jahressicht so viel erneuerbaren Strom zu erzeugen, um seinen eigenen Verbrauch zu decken“. Mit Zertifikaten erzeuge ich keinen Strom. Und genauso wenig kann ich daher damit meinen Verbrauch decken. Ihre Behauptung entbehrt also jeglicher Grundlage und trifft keinesfalls auf mich zu.

    Also am besten erstmal lesen und verstehen lernen, bevor man mit falschen Behauptungen um sich wirft.

    Gibt es noch andere Belege, auf die Sie stützen mit Ihrer Aussage ich weigere mich, „selbst banalste physikalische Gegebenheiten anzuerkennen“? Falls nein, wirklich sehr dürftig und von armseligem Niveau…

  9. Verehrter Nico, der Vorteil einer Diskussion im Internet (gegenüber einer mündlichen Diskussion) ist, dass sich der Diskussionsverlauf jederzeit eindeutig belegen lässt.

    Sie haben am 25. April 2018 gegen 11:52 Uhr geschrieben:
    „Welche Variante ist denn besser bzw. erstrebenswerter:
    a) Soviel in EE Kapazität selbst zu investieren, um zumindest bilanziell auf Jahressicht so viel erneuerbaren Strom zu erzeugen, um seinen eigenen Verbrauch zu decken bzw. zu kompensieren.
    b) Einfach den Strom aus dem Netz beziehen, der in dem jeweiligen Land mit dem zugrunde liegendem Strommix der vorhandenen Kraftwerke erzeugt wird.“
    https://energyload.eu/energiewende/international/google-erneuerbare-energie/?replytocom=7878#comment-7801

    Mit Variante a) meinten Sie offenkundig den Ablasshandel – denn Sie schreiben ja bereits selbst: „um zumindest bilanziell auf Jahressicht so viel erneuerbaren Strom zu erzeugen, um seinen eigenen Verbrauch zu decken“. Und genau das ist ja der Blödsinn, der z.B. von Ablasshändlern wie den Schönauer Elektrizitätswerken oder Greenpeace Energy vermarktet wird.

    Darauf habe ich am 25. April 2018 gegen 15:03 Uhr geantwortet:
    „Nun, Nico, Sie fallen da auf ein weitverbreitetes Missverständnis herein.
    Denn wenn Sie sich für a) entscheiden, entscheiden Sie sich zusätzlich immer auch für b).“
    https://energyload.eu/energiewende/international/google-erneuerbare-energie/?replytocom=7878#comment-7802

    Worauf Sie am 26. April 2018 gegen 9:35 Uhr folgende Behauptung aufstellten:
    „Entscheidend ist hier, wo man die Bilanzgrenze zieht, also die Glocke setzt, für welche man die CO2 Emissionen berechnet. Und dann ist Variante a) keinesfalls immer auch einhergehend mit Variante b).“
    https://energyload.eu/energiewende/international/google-erneuerbare-energie/?replytocom=7878#comment-7809

    Anschließend beginnen Sie in diesem Beitrag Ihre offenbar grundsätzliche Diskussionstechnik (die Sie ja auch anderswo schon an den Tag gelegt haben): Wenn eine Ihrer Aussagen als offenkundig falsch enttarnt wird, werden einfach die Begriffe umdefiniert. Denn nun ging es angeblich nie um „den Strom aus dem Netz …, der in dem jeweiligen Land mit dem zugrunde liegendem Strommix der vorhandenen Kraftwerke erzeugt wird“, sondern um die globale Sicht. Sie sind sogar so unanständig, dass Sie versuchen, die Aussage mit dem lokalen Strommix mir in die Schuhe zu schieben.

    „Ich hoffe Sie verstehen, wie man Behauptungen klar und präzise belegt“
    Zumindest verstehe ich Inzwischen Ihren Diskussionsstil.

  10. Eigentlich wollte ich mich ja ausklinken, aber eine so krasse Falschaussage kann ich nicht stehen lassen.

    Hentinger,
    wo bitte soll ich gesagt haben, dass die von Ihnen betitelten „Ablassbriefe“ etwas daran ändern, dass Verbraucher den Strom mit dem regionalen Strommix aus dem Netz beziehen? Diese Unterstellung ist völlig erfunden und lässt mich leider an Ihnen zweifeln.

    Bitte lesen Sie vorher die Kommentare Ihres Gegenübers bevor Sie grundlose Behauptungen und Argumentationsketten aufbauen. Bei eingehender Lektüre meiner Aussagen werden Sie sogar feststellen, dass ich Ihnen in dem obigen Punkt vollkommen zustimme (-> Grünstromzertifikate sind sinnlos).

    Und jetzt belegen Sie bitte noch an einem einzigen Beispiel, wo ich mich weigere, „selbst banalste physikalische Gegebenheiten anzuerkennen“. Dem ist nämlich keinesfalls so. Ich behaupte sogar, von Physik und Stoffbilanzen ein deutlich besseres Verständnis zu haben als Sie. Ich hoffe Sie verstehen, wie man Behauptungen klar und präzise belegt und kommen nicht wieder mit Ihren sinnentleerten Texten, die meilenweit am Thema vorbei gehen. Ich bin gespannt…

  11. Verehrter Nico,
    für Ihre hartnäckige Weigerung, selbst banalste physikalische Gegebenheiten anzuerkennen – z.B. dass irgendwelche Ablassbriefe nicht das geringst daran ändern, dass Verbraucher „Einfach den Strom aus dem Netz beziehen, der in dem jeweiligen Land mit dem zugrunde liegendem Strommix der vorhandenen Kraftwerke erzeugt wird“ – kann ich eigentlich nur zwei Möglichkeiten annehmen: Entweder Ihnen fehlen die dazu notwendigen Hintergrundinformationen, oder Sie stellen sich lediglich dumm.
    Da ich von ersterem ausgegangen bin, versuchte ich Ihnen für diese Zusammenhänge die Augen zu öffnen. Hierzu bediene ich mich gelegentlich auch Fragen, die der angesprochene selbst beantworten können sollte – oder dieser wird bei diesem Versuch zumindest in die richtige Richtung geleitet.

    Dass Sie sich konsequent weigern, die von mir aufgeworfenen Fragen (für sich selbst – oder auch öffentlich) zu beantworten, mir stattdessen nun vorwerfen, ich würde Sie mit zu langen Texten intellektuell überfordern und obendrein auch noch die Diskussion beenden, weil Ihnen offenbar deren Entwicklung nicht zusagt, legt allerdings bei mir den Verdacht nahe, dass es sich bei Ihnen doch eher um die Variante „weiß es zwar eigentlich besser, stellt sich aber dumm“ handelt.

    Mir ist natürlich bewusst, dass Weglassen zu der Grundübung der Energiewende-Befürworter gehört. Man lässt einfach alle Nachteile weg, alle Probleme im Zusammenhang mit der Umsetzung, den Großteil der physikalischen Gegebenheiten und vor allem den Nachweis für die Korrektheit der zugrundegelegten Behauptungen – und schon ist alles ganz einfach und funktioniert wunderbar.
    Womöglich ist das aber gerade der Grund, warum ich Weglassen nicht als Teil der Lösung sehe?

  12. Guter Hentinger, auch wenn sicherlich viel Intellekt in Ihnen steckt, so müssen Sie leider noch an Ihrem Diskussions- bzw. Argumentationsstil arbeiten, um einen sinnvollen Austausch zu bewirken. Als kleine Hilfe: Eine Schwemme von Fragezeichen und die damit implizierte Oberlehrerhafte-Besserwisser-Art mit ausgeprägtem Hang zur Arroganz ist nicht förderlich. Außerdem ist weniger meistens mehr, daher einfach beim nächsten mal versuchen die Argumente auf das Wesentliche zu reduzieren und zu strukturieren. Die übrigen Sätze einfach weg lassen.

    Meine unten angeführten Punkte konnten von Ihnen weiterhin nicht entkräftet werden. Ich bleibe also dabei. Und klinke mich hiermit aus der Diskussion aus!

  13. Verehrter Nico, wie wäre es, wenn Sie erst einmal Ihre eigene Position abklären, bevor Sie diese öffentlich verbreiten wollen?

    Hat nun die „German Energiewende“ eine positiven Effekt auf den CO2-Ausstoß, oder gibt es diesen Effekt nicht, weil jegliche regionale CO2-Einsparung über diesen Weg spätestens EU-weit sowieso wieder ausgeglichen wird (wie es nicht nur Sie, sondern seit Jahren auch die Expertenkommissionen der Bundesregierung feststellen)?

    Wird die Erzeugung der Kraftwerke im Netzverbund nun ausschließlich vom Momentanverbrauch bestimmt – verdrängt also jedes aus Zufallsstromanlagen stammende kW auch ein kW aus konventionellen Kraftwerken – oder gehen Sie stattdessen „nicht davon aus, dass jede erzeugte kWh EE-Strom eine gleichgroße Abnahme an konventioneller Erzeugung bedeutet“? Beides gleichzeitig geht ja offenkundig nicht.

    Wenn Sie außerdem vermuten, dass „Jede erzeugte kWh EE-Strom … im langfristigen Mittel 0,9 kWh konventionellen Strom“ ersetzt, woher kommt dann z.B. der Strom, der seit Jahren zunehmend ins Ausland verramscht wird?

    Und wie hoch ist eigentlich die an der Strombörse ins Ausland verkaufte Strommenge im Vergleich zur physikalisch ins Ausland geleitete Strommenge?

    Entgegen Ihrer Unterstellung nehme ich an, dass willkürlich in die Landschaft gestellte Anlagen nicht dazu dienen, um den Strom da zu erzeugen, wo er auch benötigt wird. Insbesondere dort nicht, wo sich durchgeknallte Bürgermeister und/oder Landräte damit brüsten, dass in Ihrer Kommune ein vielfaches der Strommenge erzeugt wird, der lokal verbraucht wird – und dass man diesen „erfolgreichen“ Weg in Zukunft unbeirrt weiter verfolgen wird.

    Was geschieht mit dem Vorrang des Stroms aus erneuerbaren Energien, wenn diese Anlagen gemeinsam mehr Strom erzeugen, als in diesem Moment benötigt wird. Gegenüber wem haben sie dann Vorrang? Oder müssen dann einige dieser Anlagen vielleicht die Produktion einstellen? Wer bestimmt dann, wen es trifft?

    Warum berücksichtigen Sie bei den Gestehungskosten die Fixkosten nicht? Weil dann auch dem dümmsten auffallen würde, dass es idiotisch ist, einen Windpark in ein Schwachwindgebiet zu stellen? Oder weil man dann feststellen würde, dass Strom aus Windrädern insbesondere wegen dem über die Laufzeit erheblich zunehmenden Wartungs- und Reparaturaufwand alles andere als kostenlos ist?

    Wie kommen Sie auf die absurde Idee, dass Biogasanlagen keine variablen Kosten besitzen?

    Wie kann Strom z.B. aus der PV-Anlage vom Hans-Josef-Fell, für den er wegen seinem eigenen Gesetz noch bis 2021 stolze 0,51 Cent/kWh erhält, in der Merrit-Order erheblich günstigeren Strom aus Gas-, Kohle-, Öl- oder Kernkraftwerken verdrängen?

    Wie viel Strom aus Gas-, Kohle-, Öl- oder Kernkraftwerken wird denn überhaupt an der Strombörse gehandelt, so dass er dort durch die Merit-Order von Strom aus Zufallsstromerzeugern verdrängt werden könnte?

    Meine Frage, wer diesen Strom dort eigentlich aufkauft, haben Sie auch nicht beantwortet.

    Wie sorgen Ihre komplett herunter gefahrenen Kraftwerke dafür, dass z.B. der jeden Nachmittag stattfindende Einbruch der Solarstromerzeugung nicht zu einem Zusammenbruch der gesamten Stromversorgung führt? Haben Sie überhaupt eine Vorstellung, wie lange der Kaltstart eines Dampfkraftwerks dauert?

    Dass es in Deutschland viele Kraftwerke gibt, bedeutet doch nicht, dass „Sie“ darüber entscheiden können, wann welches davon läuft. Das ist zunächst einmal ausschließlich Sache des Kraftwerksbetreibers. Wenn der sein Kraftwerk nicht hochfahren will, können „Sie“ zwar kräftig mit dem Fuß aufstampfen, aber das war’s dann auch.
    Der Netzbetreiber kann in einem gewissen Rahmen zwar durchaus vorgeben, wann bestimmte Kraftwerke Strom produzieren sollen oder nicht. Das büst er dann allerdings auch sofort wieder – taucht auf der Rechnung als Posten „Redispatch“ auf. Der macht das aber eher aufgrund von physikalischen Notwendigkeiten und nicht aus finanziellen Gründen (denn die Kosten landen ja letztlich eh beim Stromkunden).

    Abgesehen davon: Macht es tatsächlich Sinn, Strom nur in einzelnen Anlagen zu erzeugen und anschließend über weite Strecken zu den Verbrauchern zu leiten? Auf wessen Kosten gehen denn Ihrer Meinung nach die Übertragungsverluste bei Nicht-EEG-Anlagen?

    Der CO2-Ausstoß juckt bei der Geschichte überhaupt niemanden. Schauen Sie sich doch einfach mal an, welche Schrott-Kraftwerke unsere Bundesnetzagentur als Reservekraftwerke unter Vertrag genommen hat. Die sind doch längst so verzweifelt, dass sie alles nehmen, was nur irgendwie einen Generator antreiben kann.

    Ich habe überhaupt nicht davon gesprochen, dass Windräder die Energie, welche zu ihrer Herstellung benötigt wird, nicht wieder erzeugen. Dass ein Windrad an einem guten Standort dafür „nur“ etwa 1,5 Jahre benötigen soll (und ein Windrad in Bayern demnach etwa 3 Jahre) ist mir durchaus bekannt. Sie haben aber nicht erklärt, wie ein Windrad, das bei seiner Herstellung freigesetzte CO2 anschließend wieder aus der Atmosphäre holt.

    Wenn es tatsächlich sinnvoller wäre, neue Zufallsstromerzeuger zu finanzieren, als einfach den Strom aus dem regionalen Netz zu nutzen, warum finanziert dann Google nicht neue Windparks – und hört vor allem damit auf, den zufällig regional vorhandenen Strom zu nutzen?

    Stattdessen nutzt Google nachwievor den regional vorhandenen Strom und kauft als Ausgleich Ablassbriefe von irgendwelchen Ökostromhändlern – welche den so erzielten Gewinn selbstverständlich nicht einstecken, sondern vollständig für die Rettung der Menschheit einsetzen (während sie selbst von der Sozialhilfe – oder vom unselbständigen Einkommen des Lebensabschnittsgefährden – leben).

    Und wenn es so eine gute Idee ist, Regenwald aufzukaufen, warum spendet Alex1 nicht Geld an so einen Aufkäufer – sondern verursacht stattdessen zusätzlichen Energieverbrauch, in der Hoffnung, dass er so die Menschheit rettet?

  14. Hentinger, die Erklärung, warum Deutschland seinen CO2-Austoß trotz Energiewende nicht senkt, ist recht simpel: Die Energiewende zielt nur auf die Elektrizitätserzeugung ab. Die anderen Sektoren (Verkehr, Wärme etc.) werden leider außen vor gelassen. In der Elektrizitätserzeugung sinken die CO2-Emissionen stetig und dies liegt hauptsächlich darin begründet, dass EE-Erzeugungsanlagen zugebaut werden. Leider wird diese Senkung jedoch durch die anderen Sektoren wieder aufgefressen. Zum zweiten gibt es ein europäisches CO2-Cap, welches durch den CO2-Zertifikatehandel eingehalten wird. Dieses an sich schlaue Prinzip, welches (sinnvollerweise) auf den Gesamtausstoß in der EU abzielt, wird durch nationale Einzelmaßnahmen konterkariert. Es ist also nur begrenzt sinnvoll (für den EU CO2 Ausstoß), wenn Deutschland auf nationaler Ebene Unmengen zusätzlichen Geld für das EEG aufbringt, da diese nationalen Einsparungen dann einfach an anderer Stelle in der EU wieder emittiert werden. Der Effekt ist nämlich, dass der Zertifikatepreis sinkt und damit Kohlestrom wieder wirtschaftlicher wird. Das ist aber kein negativer Effekt auf den CO2-Ausstoß in Europa, denn dieser wird durch das (sinkende) EU-Cap und den Zertifikatehandel perfekt auf dem sinkenden Zielpfad gehalten. Zumindest für die Sektoren, die in den CO2-Handel integriert sind (auch hier wäre es schön, den Verkehr und die Wärmemarkt ebenfalls zu integrieren). Der einzige Effekt für Deutschland ist, dass wir sinnlos, viel Geld auf nationaler Ebene raushauen, um es für die anderen EU Länder billiger zu machen, das EU Ziel zu erfüllen. Aber wir haben es ja ^^

    Es tut mir Leid, Hentinger. Mein Weltbild konnten Sie mit Ihren Ausführungen bisher noch nicht einreißen. Dieses ist von Physik und Logik geprägt und hier konnten sie mir (noch) nicht plausibel darlegen, wo mein Denkfehler liegt. Umgekehrt erkenne ich diesen aber bei Ihnen.

    Nr. 1:
    Doch, die Erzeugung der Kraftwerke im Netzverbund wird ausschließlich vom Momentanverbrauch bestimmt. Wenn Sie das Gegenteil behaupten liegen sie leider falsch. Die Gesamterzeugung muss zu jedem Zeitpunkt der Gesamtentnahme entsprechen. Die wichtigste Stellgröße sind hier regelbare Erzeugungsanlagen, neben diesen werden auch regelbare Verbraucher (Reserveleistung, DSM) und andere Maßnahmen eingesetzt, diese jedoch in deutlich geringerem Maßstab.

    Nr. 2:
    Sie liegen richtig, dass der Wirkungsgrad eines Kohlekraftwerks nicht konstant ist. Das war aber auch nicht Grundlage meiner Annahme, hier liegen Sie also falsch. Ich gehe auch nicht davon aus, dass jede erzeugte kWh EE-Strom eine gleichgroße Abnahme an konventioneller Erzeugung bedeutet. Dies würde einen Faktor von 1 bedeuteten. Ich vermute aber, dass Sie nicht davon ausgehen, dass der Faktor 0 beträgt. Zwischen diesen beiden Extremen liegt noch viel dazwischen und die Berechnung ist recht komplex, da die notwendige Datengrundlage groß ist. Ich würde aber einen mittleren Faktor von 0,9 schätzen. Jede erzeugte kWh EE-Strom vermindert also im langfristigen Mittel 0,9 kWh konventionellen Strom.

    Nr. 3:
    Sie nehmen an, dass „willkürlich“ in die Landschaft gestellte EE-Erzeugungsanlagen Strom produzieren, den keiner abnimmt oder gar keinen Strom produzieren können, weil hier bereits andere Anlagen Strom ins Netz einspeisen? Dem ist nicht so. Von sehr kurzfristigen Ausnahmefällen abgesehen, speist eine EE-Anlage den erzeugten Strom vollständig ins Netz ein und dieser muss dann (Physik!) auch von einem Verbraucher abgenommen werden. Da EE-Anlagen Vorrang besitzen und ohnehin mit 0 €/MWh variablen Kosten anbieten und damit jede konventionelle Anlage in der Merit Order hinaus drücken, müssen hierfür konventionelle Anlagen herunter gefahren werden, damit die Netzfrequenz bei 50 Hz bleibt (die Erzeugung also nicht den Verbrauch übersteigt). Und bevor sie jetzt direkt mit dem Argument kommen, dass alle Kraftwerke auf Teillast laufen müssen: Nein, das müssen nicht alle(!) Kraftwerke. Die meisten werden komplett herunter gefahren (bzw. in der Realität gar nicht erst hoch gefahren in den meisten Fällen). Lediglich ein paar wenige bleiben mit reduzierter Last wirklich am Netz. Das ist das schöne an einem Netzverbund im Gegensatz zum Inselbetrieb. Ich kann deutlich flexibler Kraftwerke anfahren und abschalten, da ich sehr viele Erzeugungsanlagen zur Auswahl habe. Der letztendliche Effekt ist eine Reduzierung von Brennstoffen und damit CO2.

    Nr. 4:
    Sie bringen die alte Mär, dass eine EE-Erzeugungsanlage mehr Energie in der Herstellung verbraucht (und CO2 emittiert), als sie selbst während ihres Betriebs wieder einspart. Wer heutzutage wirklich noch mit diesem uralten (Schein)Argument kommt, erinnert mich ein wenig an Impfgegner (sorry, ist nicht böse gemeint). Dieses Argument stammt von Kritikern aus der Pionierzeit der Erneuerbaren Energien und war damals schon falsch. Heute erst recht. Es wurde übrigens bereits in den 80er Jahren widerlegt. Einfach mal nach Energierücklaufzeit oder Energetische Amortisationszeit googlen. Typische Werte liegen heutzutage bei wenigen Monaten(!), nachdem die Anlage das bei der Herstellung aufgebrachte CO2 wieder kompensiert hat.

    Mein initialer Standpunkt bezüglich des Google Artikels bleibt also bestehen und konnte noch nicht stichhaltig widerlegt werden. Es ist immer noch sinnvoller neue, zusätzliche EE-Anlagen (irgendwo auf den Planeten) hinzustellen, als nichts zu tun und einfach nur konventionellen Strom aus dem Netz zu beziehen.

  15. Achja Alex1, wie viel Prozent des Stroms, den z.B. die von Ihnen erwähnte RWE produziert, wird über die Leipziger Strombörse gehandelt – steht also tatsächlich in der von Ihnen erträumten direkten Konkurrenz zum Zufallsstrom aus den Windrädern und PV-Anlagen?
    Wie viel des von RWE produzierten Stroms wird stattdessen mittels langfristiger Lieferverträge für Vertragskunden erzeugt und hat deshalb überhaupt nichts mit dem Zufallsstrom zu tun?
    Welchen Vor- bzw. Nachteil hat es für RWE, wenn es mal wieder die vertraglich zugesagten Strommengen nicht ins Netz einspeisen darf, weil der Zufallsstrom die Netze zu dieser Zeit verstopft?
    Welche Vor- oder Nachteile hat es für RWE (oder E.On), wenn z.B. bei Sturm Kraftwerke im Auftrag des Netzbetreibers hochgefahren werden müssen, um z.B. in Süddeutschland das Potential anzuheben und so zu verhindern, dass der Windstrom-Überschuss im Norden die Übertragungsleitungen nach Süddeutschland überlastet? (Bonusfrage: Warum verbietet die Bundesnetzagentur wohl grundsätzlich jegliche Stilllegung von Kraftwerken – selbst von uralten Schwerölkraftwerken – südlich der Mainlinie?)

    Und an wen verkaufen die Zufallsstromerzeuger eigentlich den zufällig erzeugten Strom? An Sie, an mich oder an Nico? An die Elektrizitätswerke Schönau? An die ÜZ Lülsfeld, die Stadtwerke München oder womöglich sogar an 50-Hertz?

    Ich weiß natürlich, dass ich von Ihnen sowieso keine Antwort erhalte. Aber fragen kann ich ja trotzdem.

  16. Oh, Alex1, dann verraten Sie uns allen doch mal, wo die Schonauer Elektrizitätswerke ein neues Kraftwerk errichtet haben, das nun u.a. für Sie Strom erzeugt.

  17. @Nico: Warum D die Energiewende in den Sand gesetzt hat? Weil Mutti die Auto-, Kraftwerks- und Kohleindustrie wichtiger ist als Umwelt-, Klima- und Menschenschutz. So einfach ist das.

    Anstatt das äußerst billige EEG (ca. 20-30 Cent pro Kopf und Tag) weiter zu verfolgen, werden gegen alle Klagen des EUGH
    – Flottenverbräuche der Autos kaum gesenkt,
    – Kohlekraftwerke munter weiter betrieben,
    – Abgasvorschriften nicht umgesetzt oder deren systematischer Bruch toleriert.

    Vorreiter ist Deutschland schon lange nicht mehr.

  18. @Nico: Du wirst auch bald erfahren, dass mit Hentinger eine Diskussion unmöglich ist. Du konntest ja schon einige seiner Verdrehungen live miterleben.

    Ganz dumm ist er ja nicht, aber eben ein bösartiger Klimatroll, der an nichts ein gutes Haar lässt. Zur Not lügt er einfach wie gedruckt. Vorher postet er gerne aus dem Zusammenhang gerissene Zitate, die er auf irgendwelchen Klima- und Umweltleugnersites zusammengeklaubt hat.

    Er verdreht ja sogar den Wiki-Artikel. Dabei gilt natürlich weiterhin, dass, wenn Du von einem echten Ökostromvertreiber den Strom holst, dieser neue(!) regenerative Anlagen bauen muss. Deine 3.000 kWh/Jahr, die Du vielleicht vorher von RWE hattest mit 600 g CO2/kWh, kann RWE nun nicht mehr verkaufen und muss entsprechende Ressourcen stilllegen. Die 3.000 kWh werden von nun an zu 100% regenerativ produziert. Mit (fast) 0 g CO2/kWh.

    Ich glaube ja nicht, dass Hentinger derart dämlich ist, dass er dieses System nicht durchschaut. Also muss es Lüge sein oder böswillige Verdrehung, was er hier ablässt.

  19. OMG, schon wieder ein Hentinger-Trollpost voller verlogener Unterstellungen und bösartiger Verdrehungen. Wenn der bekannte alte Klimatroll Hentinger wirklich auf Argumente eingehen würde, könnte man ihn ja widerlegen. Aber dann kramt er wieder neuen Unsinn und neue Gülle heraus, stiehlt Lebenszeit, und nach spätestens 2 Wochen tischt er den längst widerlegten Mist wieder frisch auf.

    Also: Nix mit Trollfutter, auch wenn Du noch so bettelst.

  20. Schöne Theorie, Nico. Natürlich war mir auch diese schon bekannt.

    Und nun erklären Sie mir noch, warum dann die BRD mit ihrer „German Energiewende“ trotzdem den Gesamt-CO2-Ausstoß seit Jahren nicht reduzieren kann – während z.B. die bösen USA den CO2-Ausstoß im selben Zeitraum erheblich reduzieren konnten.

    Aber nur mal so als Hinweis auf die Risse in Ihrem Weltbild:
    Sie gehen offenbar davon aus, das jede nicht erzeugte kWh eines Kohlekraftwerks auch eine entsprechenden Menge eingespartem CO2 zur Folge hat – dass also der Wirkungsgrad eines Kohlekraftwerks unabhängig von der Momentanleistung immer (nahezu) gleich ist.
    Und Sie gehen offenbar davon aus, dass die Stromerzeugung der Kraftwerke ausschließlich vom Momentanverbrauch geregelt wird.
    Es gibt zwar noch zahlreiche weitere Annahmen, von denen Sie bei Ihrem „Bild von der Glocke“ stillschweigend ausgehen – aber die beiden sollten für den Anfang eigentlich genügen.

    Im Falle von Alex1, der seinen Strom angeblich aus skandinavischen Wasserkraftwerken erhält, kann man die ach so positive Wirkung sogar im Internet nachlesen:
    https://www.nve.no/energy-market-and-regulation/retail-market/electricity-disclosure-2015/

    Leute wie er sorgen demnach dafür, dass der Strom im norwegischen Netz, der eigentlich zu 98 % aus regenativen Energien stammt und zu 2 % aus fossilen Energieträgern bilanziell nur noch zu 12 % aus regenerativen Energien, zu 57 % aus fossilen Energien und sogar zu 31 % aus Kernenergie stammt.

    Auf gut Deutsch: Die Norweger sind wesentlich größere Umweltschweine, wie wir!

    Natürlich kommt der Strom in Norwegen auch weiterhin physikalisch aus den längst bestehenden Wasserkraftwerken – und Alex1 bekommt ja auch weiterhin den Kohle- und Atomstrom aus deutscher Produktion. Aber darum ging es Ihnen ja nicht.

    Also wo soll der Vorteil für die globale CO2-Bilanz, wenn Sie zusätzlich zu den bereits bestehenden Erzeugungsanlagen weitere produzieren lassen und diese völlig willkürlich irgendwo in die Landschaft stellen, um dort Strom zu produzieren, den vor Ort schon längst keiner mehr gebrauchen kann?

    Ist Ihnen wenigstens klar, dass allein für das Fundament einer aktuellen Enercon E-141 immerhin 942 m³ Beton sowie 110 Tonnen Baustahl in die CO2-Bilanz eingehen? Wie soll das Windrad denn dieses zusätzlich freigesetzte CO2 in den maximal 20 Jahren Laufzeit wieder aus der Luft holen?

    Und der Windpark, der in unserem Landkreis mitten in einem bekannten Schwerpunktgebiet von zahlreichen streng geschützten Vogelarten – wie Rotmilan, Schwarzmilan, Wiesenweihe, Rohrweihe, Wespenbussard, Wanderfalke und Schwarzstorch – sowie einem Rastgebiet mehrerer ebenfalls streng geschützter Vogelarten (wofür das Bayerische Umweltministerium selbst mehrere Studien erstellen lies, aus denen dies eindeutig hervor geht), errichtet wurde, hat definitiv überhaupt gar keinen positiven Effekt auf die Umwelt.
    Mit einer Standortqualität von deutlich unter 50 % hat er noch nicht einmal einen positiven Effekt für die Anleger oder die Standortgemeinden.

    Er hat allerdings einen positiven Effekt für Umweltschutzverbänden wie den BN, weil allein für die Landschaftsverschandelung durch diesen Windpark fast eine halbe Millionen Euro in einen Fonds gezahlt werden mussten, aus dem diese Verbände Fördergelder erhalten. Und er hatte einen positiven Effekt für unser Landratsamt wegen der Gebühr, die dieses für die Genehmigung in Rechnung gestellt hat (ebenfalls ein hoher sechsstelliger Betrag).

    Die Landwirte mit den Standorten werden in diesem Fall mit lächerlichen 1.500 Euro jährlich abgespeist – in 20 Jahren also 30.000 Euro. Das wird noch nicht einmal reichen, um am Ende der Laufzeit das Fundament wieder entfernen zu lassen (welches der Betreiber selbst – laut Genehmigung – nur bis 2 m Tiefe entfernen muss).

  21. Genau Nico, einfach mal den von Alex1 genannten Link zu Wikipedia nutzen. Da kann man es dann Schwarz auf Weiß lesen:
    „Diese Nachweise weisen nur nach, dass Strom, der ohnehin irgendwo in Europa schon aus erneuerbaren Quellen (zumeist seit langem betriebenen Wasserkraftwerken) in das Stromnetz eingespeist wird, statistisch dahin verschoben wird, wo Ökostrom nachgefragt wird.“

    Man kann aber auch einfach direkt bei den Ökostromanbietern nachfragen.

    So gab mir der Pressesprecher der Naturstrom AG, Dr. Tim Loppe, am 08.11.2016 folgende Antwort:
    „Im Strommarkt muss man die physikalische von der Handelseben unterscheiden. Physikalisch nutzt der Verbraucher immer den gleichen Strom, unabhängig vom Anbieter oder Tarif. Gleichwohl können Strommengen, die in Kraftwerken erzeugt werden, gehandelt werden. Dadurch ist es bspw. möglich, zu einem Anbieter zu wechseln, der ausschließlich Strom aus Erneuerbaren Energien ein- und an seine Kunden weiterverkauft. Die Sinnhaftigkeit eines Ökostromtarifs für die Energiewende und den Klimaschutz liegt allerdings größtenteils in einem anderen Aspekt, nämlich im ‚Zubau-Effekt‘ des Tarifs. Heißt in unserem Fall: Pro an den Kunden gelieferter Kilowattstunde stecken wir (bei Privatkunden) 1 Cent in neue Ökostromanlagen. (Bei Gewerbekunden fällt dieser Förderbetrag niedriger aus.) Dadurch wird gewährleistet, dass sich durch den Wechsel des Kunden zu Ökostrom auch tatsächlich etwas in der energiewirtschaftlichen Realität ändert.“

    Aber wie bereits erwähnt: Alex1 fehlt schlicht die nötige Bildung, um so komplizierte Sachverhalte auch nachvollziehen zu können. Außerdem will er natürlich seine Überzeugung, zu einer Elite zu gehören, nicht wieder aufgeben.

    Achja: Um ein einzelnes Windrad zu finanzieren, muss die Naturstrom AG nach obiger Angabe rund 500 Mio. kWh an Privatkunden verkaufen – das ist der durchschnittliche Jahresverbrauch von 142.857 Vier-Personen-Haushalten.
    Laut eigenen Angaben hat die Naturstrom AG „über 250.000“ Kunden – wohl eher nicht nur Privatkunden und vermutlich unter diesen nicht nur Vier-Personen-Haushalte.
    https://www.naturstrom.de/fileadmin/PDF/NATURSTROM_Saubere_Energie_fuer_Ihr_Zuhause.pdf
    (Seite 5)

    Mit 250.000 Vier-Personen-Haushalten könnten sie innerhalb von 20 Jahren immerhin den Bau von 35 WEA finanzieren. Das meinte also Dr. Loppe mit der Aussage: „Dadurch wird gewährleistet, dass sich durch den Wechsel des Kunden zu Ökostrom auch tatsächlich etwas in der energiewirtschaftlichen Realität ändert.“

  22. Hentinger, ich kann ihrer Schlussfolgerung nicht zustimmen, da sie einen anderen Aspekt aufgreifen. Entscheidend ist hier, wo man die Bilanzgrenze zieht, also die Glocke setzt, für welche man die CO2 Emissionen berechnet. Und dann ist Variante a) keinesfalls immer auch einhergehend mit Variante b).

    Es ist richtig, dass der persönliche lokale CO2 Ausstoß nicht davon beeinflusst wird, ob ich irgendwo anders im Land oder auf der Welt EE-Erzeugungsanlagen betreibe. Die Physik lässt sich nicht aushebeln. Diesen Punkt meinte ich aber überhaupt nicht und er ist auch nicht für die globale Sichtweise relevant.

    Es geht um die globale CO2 Bilanz. Und hierbei ist bei meinem Beispiel a) die CO2-Emission geringer als bei b). Und wie im Artikel sowie in meinem Beitrag beschrieben, geht es nicht um CO2-Zertifikate (von ihnen zynisch als „Ablassbriefe“ betitelt), die mir bescheinigen eine bestimmte Menge grünen Strom aus einer bereit vorhandenen Anlage zu erhalten. Dies ist wirklich Augenwischerei und trägt nicht zur CO2-Reduktion bei sondern nur zur Beruhigung des Wissen. Nein, es geht hier um reale, neue Erzeugungsanlagen, die in die Landschaft gesetzt werden. Diese vermindern dann anderswo den CO2 Anteil im Strommix um eben die Menge, die man am eigenen Standort emittiert. In der globalen Bilanz erhält man somit einen Ausgleich. Diesen Ausgleich erhält man bei den anderen Varianten (Zertifikate für bereits bestehende Anlagen oder einfach nur Strom aus dem Netz) eben NICHT. Daher ist Variante a) vorzuziehen, wenn einem geringere CO2 Emissionen wichtig sind.

  23. @Nico: Lass Dir nicht vom bekennenden Klimatroll Hentinger einen Bären aufbinden. Er will die Wahrheit einfach nicht wahrhaben.

    Echter Ökostrom funktioniert wirklich und erspart wirklich jede Menge CO2: https://de.wikipedia.org/wiki/%C3%96kostrom#Zeitgleiche_%C3%96kostromversorgung. Da steht nicht nur das Umweltbundesamt dahinter, das ist weltweit anerkannt.

    Genauso weltweit anerkannter Goldstandard ist http://www.atmosfair.de, mit dem Du tatsächlich CO2-Emissionen z.B. aus einem Ferienflug kompensieren kannst. Besser natürlich, erst gar nicht zu fliegen. Kompensieren kannst Du trotzdem.

  24. Tja Alex1 – wie wir aber wissen, wird auf Ihrem Dach aber kein Strom erzeugt. Und Ihr Nachbar erzeugt seinen Strom unabhängig davon, ob Sie zufällig zeitgleich auch welchen verbrauchen oder nicht. Auf dem Papier verkauft er seinen Strom zudem (auf dem Papier) an der Leipziger Strombörse – und da Sie Ihren Strom bekanntlich (auf dem Papier) aus skandinavischen Wasserkraftwerken erhalten, haben Sie mit der Solaranlage Ihres Nachbarn – oder der „German Energiewende“ im Allgemeinen – sowieso (auf dem Papier) überhaupt nichts zu tun.

    Natürlich sieht die Welt physikalisch betrachtet ganz anders aus. Aber dass Sie Physik nicht verstehen, haben Sie bereits ausgiebig unter Beweis gestellt.

  25. Liebee Hentinger
    Vielen Dank für den Hinweis auf diese beiden Themen. Wir nehmen das gerne auf, werden dazu recherchieren und was veröffentlichen.
    Viele Grüße
    Stephan Hiller

  26. Absolut richtig!

    Ob die regenerative Energie jetzt auf meinem Dach oder des des Nachbarn produziert wird, ist dabei nachrangig. Der „Nachbar“ kann auch 1.000 Meilen entfernt sein.

  27. Nun, Nico, Sie fallen da auf ein weitverbreitetes Missverständnis herein.

    Denn wenn Sie sich für a) entscheiden, entscheiden Sie sich zusätzlich immer auch für b).

    Egal wie viele Ablassbriefe Sie auch kaufen – aus Ihrer Steckdose wird immer der selbe Strommix Ihres lokalen Stromversorgers kommen, den auch all Ihre Nachbarn erhalten.
    In Deutschland macht es obendrein für die Betreiber der Wind- und Solarparks eher keinen Sinn, Ihnen direkt Strom zu verkaufen – denn dann müssten die ja auch die Netzgebühren zahlen, die (hypothetisch) für den Weg vom Wind- bzw. Solarpark zu Ihrer Steckdose genutzt werden müssten. Wenn die Betreiber stattdessen einfach „ganz normal“ über die Leipziger Strombörse verkaufen, ist die Stromlieferung nicht nur umsonst, sondern sie erhalten obendrein auch noch den Aufschlag aus der EEG-Vergütung.
    Deshalb betreiben einige „Ökostrom“-Anbieter, wie die Elektrizitätswerke Schönau oder Greenpeace Energy zwar durchaus einige Windräder und/oder Solarflächen – der Strom aus diesen Anlagen wird aber nicht an die Kunden verkauft, sondern über die Strombörse gehandelt.

    Ihre Entscheidung für a) macht lediglich den Unterschied, dass Sie die Rechnung für den selben Strom (zunächst) von einem anderen Absender erhalten. Eine Wirkung auf den CO2-Ausstoß, den Energiemix Ihres lokalen Stromversorgers, den gesamtdeutschen Strommix oder die weltweite durchschnittliche oberflächennahe Lufttemperatur hat diese Entscheidung nicht.
    So wie die Ablassbriefe des Mittelalters kann man sich aber selbstverständlich das gute Gefühl kaufen, an all dem Bösen um sich herum keine Mitschuld zu tragen. Das ist natürlich Selbstbetrug – aber so lange man sich selbst betrügen lässt, verschafft es zumindest ein ruhiges Gewissen.

    Noch schlimmer wird dieser Selbstbetrug natürlich, wenn man so denkt wie Alex1, der offensichtlich sogar glaubt, etwas gutes für die Zukunft der Menschheit zu tun, indem er bei seinen Internetsuchen einen zusätzlichen Server beschäftigt (der seinerseits die Anfragen lediglich an Yahoo und Microsoft weiterleitet, von dort die Antworten erhält und diese dann an den Nutzer weitergibt) – also den Energieverbrauch ohne jeden Mehrwert steigert.
    Das schöne dabei für Leute wie Alex1 ist, dass man sich einreden kann, die Welt zu retten, ohne dafür auf irgend etwas verzichten zu müssen, also insbesondere nicht auf eigenes Kapital.

    Aktuell gibt es übrigens zwei sehr interessante Meldungen, die hier bei Energyload leider gar nicht thematisiert werden – aber wohl erhebliche Auswirkung auf die „German Energiewende“ haben werden:

    1. Der BDEW warnt davor, dass wir demnächst nicht mehr ausreichend konventionelle Kraftwerke haben werden, um die Stromschwankungen der Zufallsstromerzeuger auszugleichen. Zwar versucht die Bundesnetzagentur schon seit Jahren, Stilllegungen per Zwang zu verhindern – sie kann das aber (nach aktueller Rechtslage) nur um maximal zwei Jahre hinauszögern.
    http://www.iwr.de/news.php?id=35202

    2. Bundeswirtschaftsminister Peter Altmaier geht davon aus, dass die staatliche Förderung für erneuerbare Energien in vier bis fünf Jahren auslaufen wird. Welche Wirkung das auf die Windparkverkäufer hat, kann man ja sehr schön z.B. am Beispiel Spanien sehen – wo man diese Notbremse bereits vor längerer Zeit gezogen hat.
    https://www.zeit.de/news/2018-04/17/altmaier-bald-keine-subventionen-fuer-erneuerbare-mehr-180417-99-924311

  28. Welche Variante ist denn besser bzw. erstrebenswerter:

    a) Soviel in EE Kapazität selbst zu investieren, um zumindest bilanziell auf Jahressicht so viel erneuerbaren Strom zu erzeugen, um seinen eigenen Verbrauch zu decken bzw. zu kompensieren.

    b) Einfach den Strom aus dem Netz beziehen, der in dem jeweiligen Land mit dem zugrunde liegendem Strommix der vorhandenen Kraftwerke erzeugt wird.

    Ich persönlich tendiere zu a) da dies (ja, auch wenn es weiterhin gewisse Nachteile gibt) trotzdem die Variante mit den geringeren CO2 Emissionen ist. Immerhin ein Schritt zu Verbesserung und auch bei weitem besser als viele andere Unternehmen.

  29. Na wer hätte das gedacht? Der alte bösartige Klimatroll hat es schon wieder nicht richtig verstanden. Wie die Eingangsfrage belegt. Aber das ist ja nun nicht wirklich neu.

  30. Gugl hat ja viele schlechte Seiten. Aber diese schlechte Seite haben sie anscheinend effektiv abgestellt.

    Ich nutze aber trotzdem Ecosia. Die pflanzen zusätzlich noch Bäume.

  31. Ich verstehe das richtig?

    Google weigert sich, die notwendigen technischen Einrichtungen zu finanzieren, um eine echte Versorgung mit Strom aus Windräder und Solarplatten zu realisieren. Stattdessen sorgt das Unternehmen durch seine Investitionen dafür, dass das Stromnetz zusätzlich durch solchen Zufallsstrom belastet wird und überlässt die Kosten für den dadurch notwendigen Ausbau des Versorgungsnetzes der Allgemeinheit.
    Und das ist jetzt aus welchem Grund positiv (also für irgend jemanden außer der PR-Abteilung von Google)?

    Interessant ist diese Nachricht deshalb vor allem, weil sie verdeutlicht, dass selbst ein globaler Konzern, mit einem geradezu unanständigen Gewinn, einer vermutlich einmaligen Konzentration an technischem Wissen und grundsätzlich grenzenlosem Aktionismus bei Zukunftstechnologien offenkundig nicht in der Lage ist, den zufällig erzeugten Strom aus Solaranlagen und Windparks einer sinnvollen Nutzung zuzuführen.
    Wie sollen das dann erst Stadtwerke oder regionale Stromversorger bewerkstelligen, die schon heute am Rande der Insolvenz stehen? (Z.B. haben die Stadtwerke München inzwischen knapp 2,5 Milliarden Schulden angehäuft – bei einem Konzenrverlust von gut 230 Mio. Euro im Jahr 2016 – und einer rechnerischen Ökostromversorgung der Stadt aus eigenen Anlagen von lediglich rund 50 %. Natürlich nutzen auch die Stadtwerke München den selbst erzeugten Ökostrom nicht selbst – man will ja schließlich nicht die südbayerische Landschaft mit Windrädern verunstalten.)

    Beim letzten Satz des Artikels fehlt eine Zeitangabe. Bis wann will Google für seinen Geschäftsbetrieb rund um die Uhr nur noch Strom direkt aus „erneuerbaren Energien und anderen CO2-neutrale Energiequellen“ beziehen? 2050, 2100, oder am Sankt-Nimmerleins-Tag?

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