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Volle Straßen, Parkplatzmangel und drohende Dieselfahrverbote erfordern neue Transportkonzepte für Großstädte. Das Berliner Startup CitKar hat ein überdachtes E-Cargo-Bike entwickelt, um den Verkehr zu entlasten. Der Loadster ist wesentlich stabiler als andere elektrische Lastenräder und bestens geeignet für den Lieferverkehr. Im Herbst startete CitKar eine Testphase mit Zalando.

Bis zu 400 Kilometer elektrisch unterstützte Reichweite

„Das erste E-Cargo-Bike, welches ein Lieferauto ersetzen kann“ – so beschreibt CitKar seine Mischung aus Elektrofahrrad und Auto. Da ist was dran: Das dreirädrige pedalgetriebene Gefährt schützt dank Dach und Türen vor Wind und Wetter, seine Transportbox fasst 500 Liter und kann bis zu 100 Kilogramm Ladung transportieren. Dank seiner Einzelradaufhängung mit Federung ist der Loadster zudem für Zerbrechliches geeignet. Er wird von einem Radnabenmotor mit bis zu 2.700 Watt Spitzenleistung angetrieben und ermöglicht je nach Modell eine Reichweite von bis zu 200 Kilometern bzw. 400 Kilometern. Dank der elektrischen Unterstützung können mit dem Loadster auch schwere Lasten ohne Anstrengung transportiert werden.

Zalando liefert in Berlin Pakete mit dem Loadster aus

Der Loadster darf in der Stadt ohne Führerschein und auf dem Radweg gefahren werden. Die Parkplatzsuche entfällt, da man das Bike direkt vor der Tür des Kunden abstellen kann. Der Online-Händler Zalando gehört zu den ersten, die den Loadster im Realbetrieb testen und wird künftig in Berlin Pakete damit ausliefern. „Wir testen den Loadster, da wir hier das Potential für eine umweltschonende Alternative zu herkömmlichen Lieferwegen sehen, die den Stadtverkehr entlasten kann“, sagte Jan Bartels, Vice President Customer Fulfillment & Logistics bei Zalando.

Förderung durch den Berliner Senat

Dass elektrische Lastenräder in vielen Fällen eine echte Alternative zum Auto sein können, hat auch der Berliner Senat erkannt. Ein Förderprogramm, bei dem Antragsteller bis zu 1.000 Euro Zuschuss für ein elektrisch unterstütztes Lastenrad erhalten konnten, war ein voller Erfolg und wird voraussichtlich 2019 fortgesetzt.

Das Vorserienmodell präsentierte CitKar vor kurzem auf der IAA Nutzfahrzeuge und konnte bereits Preise bei verschiedenen Gründerwettbewerben einheimsen. Zu den Investoren des Start-ups gehört auch das bayerische Unternehmen TEC Ventures GmbH, die Beteiligungsfirma von Dr. Michael Göde von der international tätigen Göde Gruppe.

Markteinführung im Frühjahr 2019

Noch hat CitKar die Serienfertigung des Loadster nicht begonnen, doch man kann ihn schon vorbestellen. Er wird in den Ausführungen S, M und XL angeboten und kostet je nach Modell 5.989 Euro, 7.989 Euro bzw. 14.289 Euro zuzüglich Umsatzsteuer. Je nach Paket gibt es auch ein Telematiksystem mit Alarm- und Frühwarnsystem dazu, das für das Flottenmanagement sowie für Sharingmodelle interessant ist. Bei Bestellungen bis zum 31.12.18 gibt es das individuelle Branding geschenkt. Die Auslieferungen beginnen im Frühjahr 2019. In Berlin finden bis Jahresende auch jeden Monat Probefahrten statt.

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Quellen / Weiterlesen


Urbane Mobilität neu erleben | Citkar
citkar gewinnt Zalando als Partner für Test im Herbst 2018 | Citkar
Looks small. Fits big. | Loadster
Bildquelle: © citkar GmbH
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Julian Respondek
Julian Respondek stammt aus Berlin, ist Diplom Sportwissenschaftler und betreibt mit verduro.de einen Internet Store für pflanzliche BIO Sportnahrung und nachhaltiges Sport- und Outdoor Equipment. Bis 2015 war er als Personal Trainer tätig und leitete international Trainerausbildungen im Bereich Hypoxietraining. Als ehemaliger Canadierfahrer und aktiver Radsportler liegt Julian der Naturschutz am Herzen und somit ist der Schritt zu den Themen Elektromobilität und autarke Energieversorgung nicht weit. Bei Energyload schreibt Julian über E-Mobilität, insbesondere E-Bikes und Gadgets.

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