Shell hat seine ersten eigenen Schnellladesäulen für Elektroautos in Betrieb genommen. Der Mineralölkonzern baut ein eigenes Ladenetzwerk auf, die Stationen sollen mit mindestens 150 kW laden. Die ersten stehen in Hamburg.

Das Shell Recharge-Ladenetz entsteht

shell-elektrotankstelleIm Dezember 2019 nahm Shell bereits Hochleistungs-Ladesäulen in Kooperation mit EnBW in Betrieb. Die beiden Ladesäulen dagegen, die jetzt an der Tankstelle am Schiffbeker Weg in Hamburg in Betrieb gehen, gehören Shell selbst. Am neuen „Shell Recharge“-Ladenetzwerk können Elektro-Autofahrer in wenigen Minuten Strom für bis zu 100 Kilometer nachtanken. Die Säulen unterstützen 400-VDC- und 800-VDC-Fahrzeuge und sind mit CCS- und CHAdeMO-Anschlüssen ausgestattet.

Der Strom bei Shell stammt zu 100 Prozent aus erneuerbaren Energien, wie der Konzern mitteilte. Bis Ende 2020 sollen zahlreiche weitere Ladesäulen ans Netz gehen und das Ladenetz weiter wachsen. Zunächst sind je zwei Ladesäulen an 10 Standorten in Hamburg und Schleswig-Holstein geplant, außerdem will Shell auch an 10 Berliner Tankstellen künftig auch Ladestrom anbieten.

„Die Inbetriebnahme unserer ersten eigenen Schnellladesäulen bedeutet für uns einen weiteren Meilenstein auf dem Weg in eine CO2-ärmere Zukunft“, sagt Jan Toschka, Chef des Shell Tankstellengeschäfts in Deutschland, Österreich und der Schweiz.

Die Nachfrage nach Schnellladepunkten werde steigen, sagte Toschka. Bislang könne die öffentliche Infrastruktur von Schnellladesäulen einen solchen Anstieg kaum bewältigen. „Deshalb packen wir dieses Problem schon heute an, um unseren Teil in der Energiewende beizutragen.“

Auch die Kooperation mit EnBW geht weiter

shell-rechargeShell arbeitet weiterhin mit EnBW zusammen und baut auch im Rahmen dieser Kooperation die Netzabdeckung aus. In bestimmten Ballungszentren, etwa in Nordrhein-Westfalen, könne Shell deshalb bereits heute ein breites Angebot für eine nachhaltigere Mobilität machen, heißt es in einer Pressemitteilung.

Shell hatte Mitte 2019 als erster der großen Tankstellenanbieter den Bau von Schnellladesäulen in Deutschland angekündigt. Gerade Schnellladesäulen werden dringend benötigt, wenn sich das Elektroauto als echte Alternative zum Verbrenner flächendeckend durchsetzen soll.

Quellen / Weiterlesen

SHELL RECHARGE: Shell nimmt erste eigene Schnellladesäule in Betrieb und erweitert Ladentetz | SHELL
Erste Shell-eigene Schnellladesäulen in Betrieb | ecomento.de
Shell nimmt Schnellladesäulen in Hamburg in Betrieb | emobilitaet.online
Bilderquelle: © Shell Deutschland Oil GmbH

2 KOMMENTARE

  1. Super, dass sich Shell nicht dem CCS-Diktat der deutschen Auto-Industrie fügt, sondern auch ChaDeMo anbietet. Werde mal checken, wie sich Shell in die diversen Ladenetzwerke eingliedert.

  2. Notwendig für eine rationell Versorgung von Lademöglichkeiten ist sowohl eine strikte Normung der Steckverbindungen als auch ein einheitliches Abrechnungssystem erforderlich, d.h. dass man mit einer EC-Karte o.ä. Anbieterübergreifend laden kann-ähnlich wie bei Bezahlung im Supermarkt. Die Abrechnunggeschieht entweder durch einen Finanzdienstleister oder die Anbieter rechnen untereinander ab. Dies muss, wie im Supermartkt gebührenfrei abzuwickeln sein. Kunden bindung üner Kundenkartensollte ebenfalls möglich sein.
    Technisch muss ein Einheitsstecker genormt werden, der den Ladestrom dem Fahrzeug entsprechend von der Ladesäule anfordert. Eine Standardisierung ist hier dringend geboten, um nicht durch Doppelinvestitionen den Ausbau zu verzögern und Ladesäulen durch Synergieffekte rentable zu machen. Die Färderung durch den Staat muss von solch einem System abhängig gemacht werden.
    Ein fahzeugspezifisches Adapterkabel stellt die Verbindung zur Universal Lasdesäule her und fordert durch eine Codierung den passenen Ladestrom an.

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