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Elektromotorräder machen Spaß, doch alle Modelle haben noch dasselbe Problem: Ihre Reichweite ist mehr oder weniger stark eingeschränkt. Das indische Start-up Mankame Automotive will damit jetzt Schluss machen und ein Elektromotorrad mit 500 Kilometern Reichweite bauen. Und das zu einem extrem günstigen Preis.

Die Reichweiten gelten nur auf der Landstraße

Der Erstling von Mankame heißt EP-1 und soll den Markt für Elektromotorräder umkrempeln. Dazu statten es die Macher aus dem indischen Bundesstaat Karnataka mit flüssiggekühlten Hochleistungsbatterien mit hoher Energiedichte aus, die nur 65 Kilo wiegen. Dieses Akkupaket von Samsung mit 18,4 kWh soll die Traumreichweite von 500 Kilometern mit einer Ladung möglich machen – allerdings nur, wenn man im Schnitt nicht schneller als mit 70 km/h unterwegs ist. Nutzt man die volle Rekuperation, sollen sogar 550 Kilometer drin sein. Außerdem bekommt das Bike einen 40 kW-Motor mit 180 Nm Drehmoment. Damit wird es bis zu 251 km/h schnell, gibt Mankame an.

Bisher nur eine Computersimulation

Das Ganze gibt es allerdings erst am PC – als Simulation. Die angegebenen Leistungswerte basieren auf also Berechnungen und Theorietests. Diese allerdings hätten eine Präzisionsquote von 95 Prozent, gibt Swapnil Mankame an, der Gründer des Start-ups. Das Geheimnis hinter der Höchstgeschwindigkeit von 251 km/h trotz der eher geringen Motorleistung ist die Aerodynamik der EP-1. Die soll dank der aggressiven Sitzposition auch mit Fahrer noch extrem gut sein. Ansonsten ist das Elektromotorrad vorn mit einer 320er Brembo-Doppelscheibenbremsanlage ausgestattet, am Hinterrad mit einer 245er-Schreibe. Das Hinterrad wird über einen Zahnriemen angetrieben. Das Gesamtgewicht der EP-1 liegt bei 180 Kilo.

Der Einstiegspreis für die Mankame EP-1 liegt bei 8.500 Dollar

Das Geld für die Mankame EP-1 will Mankame über Crowdfunding sammeln. Wenn die Idee wirklich wie geplant umgesetzt wird, soll das E-Motorrad anschließend in drei Versionen angeboten werden. Die reichweitenstärkste Variante mit 40 W und 500 Kilometern wird nur 13.000 Dollar kosten. Die Basisversion mit 16 kW-Motor und 12,15 kWh-Batterie (Reichweite gute 300 Kilometer) dagegen gibt es schon ab 8.500 Dollar, und die Variante dazwischen kostet 10.500 Dollar. Sie bekommt einen Motor mit 20 kW und eine 14.97 kWh-Batterie. Damit sollen 400 Kilometer Reichweite drin sein – alles immer mit durchschnittlich 70 km/h. Die Preise sind netto, d.h. noch ohne Steuern.

Crowdfunding-Kampagne ab Juli

Am 1. Juli startet die Crowdfunding-Kampagne von Mankame auf Indiegogo. Man darf gespannt sein, ob das nötige Geld wirklich zusammenkommt. Die Leistungsdaten existieren nur auf dem Papier, und das Gehäuse der EP-1 sieht auf den Fotos einfach ziemlich hässlich aus. Dabei sei es aber nur um die Aerodynamik gegangen, das endgültige Bike werde viel schöner, verspricht das Start-up. Wenn alles nach Plan läuft, kann man die Mankame EP-1 ab 2022 kaufen.

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Quellen / Weiterlesen:
EP-1 – A 500 Kilometer Per Charge Sportbike | Mankame Automotive
E-Bike mit 500 km Reichweite | Motorrad
A Bengaluru-based startup intends to build an electric bike with a 500 km range and 251 kmph top speed | Firstpost
EP-1 – A 500 Kilometer Per Charge Sportbike | Indiegogo
Electric motorbike from India claims 500 km range | electrive.com
Bilderquelle: © Mankame Automotive

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Stephan Hiller
Stephan Hiller ist Betriebswirt (Studium an der Fachhochschule für Wirtschaft Berlin und in Cambridge, UK) mit umfangreicher Geschäftsführungs- und Start-Up Erfahrung. Er hat sich erfolgreich darauf spezialisiert, den Finanzbereich und das Controlling junger Unternehmen operativ zu betreuen und Start-Ups strategisch sowie in den Bereichen Marketing, Vertrieb und Finanzen zu beraten. Er verfügt über umfassende kaufmännische Erfahrungen, die er durch mehrjährige Berufstätigkeit für internationale Unternehmen im In- und Ausland aufgebaut hat. Hierunter waren u.a. Unternehmen aus dem Maschinen- und Anlagenbau, aus der Automobilindustrie, Solarmodulhersteller und Projektentwickler aus dem Bereich erneuerbare Energien. Weiterhin hat er mehrere Unternehmensgründungen im Bereich erneuerbare Energien initiiert und erfolgreich mit aufgebaut. Stephan hat zusammen mit Ajaz Shah energyload.eu im Oktober 2013 gegründet.

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