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Govecs schickt seine E-Schwalben nach London. Ab 2019 sollen die Elektroroller im Retro-Look in der britischen Hauptstadt zum Mieten und für Lieferdienste unterwegs sein. Govecs hat eine entsprechende Absichtserklärung mit einem britischen Unternehmen unterschrieben und wird insgesamt 6.000 E-Schwalben nach London liefern.

London ist ein attraktiver Markt für E-Roller-Sharing

Govecs-Chef Thomas Grübel freut sich über den Deal: „2019 werden unsere E-Schwalben voraussichtlich in der britischen Metropole unterwegs sein. Damit können wir auch in diesem attraktiven Sharing-Markt ein sichtbares Zeichen setzen. Zudem haben wir einen ersten Auftrag von Deliveroo für den stark wachsenden Londoner Markt für Essenslieferungen erhalten.“ Unklar bleibt noch, mit welchem Unternehmen Govecs die Absichtserklärung unterzeichnet hat.

Neuinterpretation des beliebten ostdeutschen Kultrollers

Die erste Lieferung von 3.000 Rollern nach London ist für 2019 geplant, die zweite Hälfte für das Jahr danach. Die E-Schwalbe ist eine elektrische Neuinterpretation des ostdeutschen Kult-Rollers, der bis in die 1980er Jahre hinein produziert wurde. Govecs hat die Schwalbe 2017 wieder zum Leben erweckt und hat sie mit einem 4 kW-Motor und einem 2,4 kWh-Akku fürs 21. Jahrhundert fit gemacht. Damit kommt die E-Schwalbe 60 Kilometer weit, mit einem zweiten Akku verdoppelt sich ihre Reichweite. Die meisten Versionen des E-Rollers sind bei 45 km/h abgeregelt, das neueste Modell Schwalbe L3e erreicht 90 km/h.

Wachstumsmarkt Elektroroller

Eine ähnliche Kooperation hat Govecs in Paris und Nizza mit Cityscoot, wo die Elektroschwalbe schon im Roller-Sharing unterwegs ist. Cityscoot plant als nächstes die Ausweitung auf die Städte Mailand und Genf. Govecs-Gründer Thomas Grübel sieht hier großes Wachstumspotential: „Der junge europäische E-Scooter-Markt wächst unverändert dynamisch. Insbesondere das Sharing-Konzept spielt eine immer größere Rolle in Metropolen und ist Ausdruck eines modernen Lebensstils.“

Govecs Börsengang verschoben

Die Govecs GmbH wurde 2009 gegründet, sitzt in München und stellt verschiedene Elektroroller, Elektro-Leichtkrafträder und Transportfahrzeugen her. Die E-Schwalbe ist das Vorzeigeprodukt der Münchener, eine weitere bekannte Marke ist der Elektroroller emmy. Govecs hat in München und Breslau insgesamt über 230 Mitarbeiter. Vor kurzem gab das Unternehmen bekannt, an die Frankfurter Wertpapierbörse zu gehen, um sich neues Geld für Herstellung und Vertrieb seiner E-Roller und Fahrzeuge zu sichern. Dieser Bösengang wurde aber kurzfristig verschoben. Der Umsatz von Govecs betrug 2017 rund 15 Millionen Euro.

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Quellen / Weiterlesen

Govecs AG unterzeichnet Absichtserklärung für 6.000 E-Scooter für dem Londoner Sharing-Markt | Govecs AG
Tausende E-Schwalben sollen durch London rollen | golem.de
Govecs Schwalbe: 6.000 Retro-Elektroroller für London | eMobilität
Govecs: Expansionspläne für Elektroroller-Sharing in London | eMobilServer
Elektroroller-Pionier Govecs plant Börsengang | eMobilServer
Bildquelle: Govecs AG
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Stephan Hiller
Stephan Hiller ist Betriebswirt (Studium an der Fachhochschule für Wirtschaft Berlin und in Cambridge, UK) mit umfangreicher Geschäftsführungs- und Start-Up Erfahrung. Er hat sich erfolgreich darauf spezialisiert, den Finanzbereich und das Controlling junger Unternehmen operativ zu betreuen und Start-Ups strategisch sowie in den Bereichen Marketing, Vertrieb und Finanzen zu beraten. Er verfügt über umfassende kaufmännische Erfahrungen, die er durch mehrjährige Berufstätigkeit für internationale Unternehmen im In- und Ausland aufgebaut hat. Hierunter waren u.a. Unternehmen aus dem Maschinen- und Anlagenbau, aus der Automobilindustrie, Solarmodulhersteller und Projektentwickler aus dem Bereich erneuerbare Energien. Weiterhin hat er mehrere Unternehmensgründungen im Bereich erneuerbare Energien initiiert und erfolgreich mit aufgebaut. Stephan hat zusammen mit Ajaz Shah energyload.eu im Oktober 2013 gegründet.

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