Wie wir schon berichtet haben, kommt das pedalbetriebene Elektromotorrad eRockit zurück und geht in Serie. Jetzt wurde die Kreuzung aus Fahrrad und Elektro-Motorrad in Berlin offiziell vorgestellt und ist für knapp 12.000 Euro bestellbar. Es ist der zweite Anlauf für das ungewöhnliche Bike.

Das Elektromotorrad eRockit als „Human Hybrid“

Das Besondere am eRockit ist, dass sich der Antrieb an den Pedaltritt anpasst. Wie schnell man fährt, richtet sich danach, wie stark man tritt, denn die Elektronik überträgt die Muskelkraft auf den Antrieb und multipliziert sie über ein 50-faches. Deshalb bezeichnet der Hersteller eRockit Systems das Bike auch als Human Hybrid.

Das E-Motorrad kommt mit Alurahmen und Leichtmetallfelgen, wiegt 120 Kilo und ist auf eine Höchstgeschwindigkeit von 88 Stundenkilometern ausgelegt. Eine Akkuladung reicht für 120 Kilometer, aufgeladen wird der 6,6 kWh-Akku in vier Stunden an einer normalen Steckdose. Der E-Motor des eRockit leistet 16 kW.

Ein Beitrag zur nachhaltigen Mobilität

Somit ist das eRockit auf die Bedürfnisse von Pendlern zugeschnitten und will den Menschen in den Mittelpunkt der Mobilität der Zukunft stellen. Es erzeugt keine Abgase und sorgt zudem für mehr Beweglichkeit und Platz in überfüllten Städten mit viel Verkehr.

„Wir haben es uns zum Ziel gesetzt, unsere Welt besser zu machen“, erklärt Andreas Zurwehme, der Geschäftsführer von eRockit Systems. „Das eRockit hat die Kraft der Veränderung: Es zeigt, dass Nachhaltigkeit nicht Verzicht, sondern Bereicherung bedeutet.“ Bei der Premiere waren neben Berlins Bürgermeisters Michael Müller auch viele Gäste aus Medien und Kultur anwesend.

Warum das erste eRockit nie in Serie ging

Hergestellt wird das Elektromotorrad in Henningsdorf bei Berlin. Weil sein ursprünglicher Entwickler im Jahr 2014 insolvent ging, gibt es von den eRockits der ersten Generation nur 40 Stück. Trotz begeisterter Reaktionen damals kam es so nie zur Serienfertigung der Elektromotorräder, was eRockit Systems nun ändern will. Die Firma hat alle Rechte an der Marke und am Fahrzeug erworben. Die Entwicklung des eRockit der zweiten Generation wurde unter anderem vom Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE) unterstützt. Der Fonds will auch die Innovationsfähigkeit von Unternehmen im Land Brandenburg stärken.

Bestellungen ab sofort online möglich

Das neue eRockit ist online für 11.850 Euro bestellbar. Die ersten hundert Stück sind nummeriert und werden mit Zertifikat als eRockit Limited Edition 100 verkauft. Als Elektrofahrzeug fällt für das eRockit übrigens zehn Jahre lang keine Kfz-Steuer an.

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Quellen / Weiterlesen

Pedalbetriebenes Elektromotorrad E-Rockit feiert Premiere in Berlin | emobilitaet.online
E-Motorrad E-Rockit startet limitierten Vorverkauf seiner 2019er-Serie | emobilitaet.online
Pedalbetriebenes Elektromotorrad: Weltpremiere des neuen eROCKIT | open PR
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Ajaz Shah
Ajaz Shah ist seit 2010 im Bereich der erneuerbaren Energien in der Projektfinanzierung und dem Projekmanagement für verschiedene Unternehmen tätig. Er arbeitete an Solar- und Windprojekten mit einer Gesamtkapazität von mehr als 50 MW in Deutschland, Spanien, Italien, Großbritannien, Tschechien und Frankreich mit. Daneben ist er freiberuflich im Online Marketing tätig. Ajaz hat zusammen mit Stephan Hiller energyload.eu im Oktober 2013 initiiert.

1 KOMMENTAR

  1. „Wie schnell man fährt, richtet sich danach, wie stark man tritt, denn die Elektronik überträgt die Muskelkraft auf den Antrieb und multipliziert sie über ein 50-faches. Deshalb bezeichnet der Hersteller eRockit Systems das Bike auch als Human Hybrid.“
    Seltsames Konzept. Worin soll der Vorteil für den Nutzer liegen, dass er sich abstrampeln muss, nur weil er schneller fahren will? Warum kann er nicht stattdessen selbst entscheiden, wie schnell er treten will – bzw. ob er das überhaupt will? Also so, wie es bei einem „Range Extender“ der Fall ist. Dann könnte er z.B. ohne Strampeln (und deshalb unverschwitzt) zur Arbeit fahren und den Heimweg nebenbei auch gleich für ein Workout nutzen… Wobei, Workout mit Lederkluft macht vermutlich eh keinen Spaß.

    So, wie es hier beschrieben wird, ist das Teil kein Elektromoped (für „Motorrad“ fehlt es ja eindeutig an Endgeschwindigkeit), sondern nur ein überschnelles Pedelec – das für den Innerortsverkehr deutlich zu schnell und für den Außerortsverkehr deutlich zu langsam ist.

    Interessant finde ich auch den Lärm, den dieses Gerät macht – den man sogar trotz der nervigen Musik noch deutlich hören kann.

    Auf das Märchen „es erzeugt keine Abgase“ gehe ich hier mal nicht schon wieder ein.

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