Rolls-Royce hat die Rolltests seines Elektroflugzeugs abgeschlossen und ist auf dem Weg zum Erstflug. Mit voller Leistung erreicht die Maschine über 480 Stundenkilometer und soll das schnellste Elektroflugzeug der Welt werden. Noch im Frühjahr 2021 soll sie zum ersten Mal abheben.

Meilenstein für Rolls-Royce

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Das „Spirit of Innovation“ getaufte E-Flugzeug hat mit den Rolltests eine entscheidende Hürde genommen. Es rollte zum ersten Mal über eine Landebahn und wurde dabei allein von seinem 400 kW starken E-Motor angetrieben. Das klingt zwar wenig spektakulär, demonstriert aber die grundsätzliche Funktionsfähigkeit des Antriebsstrangs, bevor das Flugzeug tatsächlich startet.

Somit ist der Erstflug in greifbare Nähe gerückt und soll noch im Frühjahr stattfinden. Rob Watson, Direktor von Rolls-Royce Electrical, sagte: „Die Rolltests der ‚Spirit of Innovation‘ sind ein unglaublicher Meilenstein für das ACCEL-Team auf dem Weg zum Erstflug und dem Weltrekordversuch später in diesem Jahr. Dieses System und die entwickelten Fähigkeiten werden dazu beitragen, Rolls-Royce als Technologieführer für Antriebssysteme im Markt der urbanen Luftmobilität zu positionieren.“ Rolls-Royce entwickelt das Flugzeug speziell für neue Geschwindigkeitsrekorde.

ACCEL steht für „Accelerating the Electrification of Flight“, also „Beschleunigung der Elektrifizierung der Luftfahrt“. Es ist ein gemeinsames Projekt von Rolls-Royce, dem Luftfahrt-Start-up Electroflight und YASA, einem Hersteller von Elektromotoren und Steuergeräten. Das Projekt wird vom Aerospace Technology Institute in Zusammenarbeit mit dem Department for Business, Energy & Industrial Strategy und Innovate UK gefördert. Großbritannien will bis 2050 eine emissionsfreie Luftfahrt erreichen und investiert deshalb in die Forschung.

Das Aerospace Technology Institute gratulierte Rolls-Royce zu den abgeschlossenen Rolltests. „Das Aerospace Technology Institute ist stolz darauf, das ACCEL-Projekt mitzufinanzieren“, sagte dessen Hauptgeschäftsführer Gary Elliott. „Unsere Glückwünsche an das ACCEL-Team für das Erreichen dieses jüngsten Meilensteins in einem sehr schwierigen Umfeld.“

Rolls-Royce entwickelt Komponenten für Elektroflugzeuge

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Die Erkenntnisse und Technologien aus dem ACCEL-Projekt will Rolls-Royce in marktreife Produkte integrieren. Die Briten arbeiten als Teil ihrer Elektrifizierungsstrategie an Motoren, Leistungselektronik und Batterien für die allgemeine Luftfahrt, urbane Luftmobilität und kleine Zubringer-Flugzeuge. Mit dem Flugzeugprojekt sollen außerdem junge Menschen dazu inspiriert werden, eine Karriere im MINT-Bereich (Mathematik, Informatik, Naturwissenschaft und Technik) in Betracht zu ziehen.

Quellen / Weiterlesen

Vollelektrische „Spirit of Innovation“ von Rolls-Royce erreicht weiteren Meilenstein auf dem Weg zum Weltrekord | Rolls Royce
Rolls-Royce hat erste Rolltests mit der Spirit of Innovation abgeschlossen | AeroBuzz
Bildquelle: © Rolls-Royce

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Stephan Hiller
Stephan Hiller ist Betriebswirt (Studium an der Fachhochschule für Wirtschaft Berlin und in Cambridge, UK) mit umfangreicher Geschäftsführungs- und Start-Up Erfahrung. Er hat sich erfolgreich darauf spezialisiert, den Finanzbereich und das Controlling junger Unternehmen operativ zu betreuen und Start-Ups strategisch sowie in den Bereichen Marketing, Vertrieb und Finanzen zu beraten. Er verfügt über umfassende kaufmännische Erfahrungen, die er durch mehrjährige Berufstätigkeit für internationale Unternehmen im In- und Ausland aufgebaut hat. Hierunter waren u.a. Unternehmen aus dem Maschinen- und Anlagenbau, aus der Automobilindustrie, Solarmodulhersteller und Projektentwickler aus dem Bereich erneuerbare Energien. Weiterhin hat er mehrere Unternehmensgründungen im Bereich erneuerbare Energien initiiert und erfolgreich mit aufgebaut. Stephan hat zusammen mit Ajaz Shah energyload.eu im Oktober 2013 gegründet.

1 KOMMENTAR

  1. Das ist noch ein weiter Weg zu Transatlantik-Passagierflügen…

    Aber den Brüdern Wright (oder eher Otto Weißkopf…) hätte auch Jeder den Vogel gezeigt(!), hätten sie von jährlichen Flugreisen für Wenigverdiener nach Malle erzählt.

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