Jetson One ist ein elektrischer Senkrechtstarter, der letztes Jahr vorgestellt wurde. Sein Hersteller Jetson enthüllte nun, dass das E-Flugzeug teilweise aus dem 3D-Drucker kommt, was die Herstellung vergünstigt. In den USA ist für den Flieger kein Pilotenschein nötig.

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Jetson One soll jeder fliegen können

Jetson ist in Stockholm ansässig und will nach eigener Aussage das Fliegen demokratisieren. Mit Jetson One will der Hersteller „den Himmel für jeden zugänglich machen“. Die Bedienung des Elektroflugzeugs soll in fünf Minuten erlernbar sein: Dies ist einem intelligenten Flugcomputer und einer intuitiven Steuerung zu verdanken. Dabei steuert die linke Hand die Höhe und die rechte Hand die Richtung.

Acht Elektromotoren befördern die Passagiere mit bis zu 100 km/h, wobei der Jetson One 20 Minuten in der Luft bleiben kann. Aus Sicherheitsgründen hat das Elektroflugzeug eine von Rennwagen inspirierte Sicherheitszelle, die den Piloten schützt. Es verfügt außerdem über eine automatische Landefunktion.

3D-Druck vergünstigt den Entwicklungsprozess

Jetson hat einige Teile des Flugzeugs mit dem 3D-Drucker Lisa X von Sinterit produziert. So konnte das Unternehmen nicht nur Prototypen entwickeln, sondern auch Endkomponenten in kleinen Stückzahlen herstellen. Deren Herstellung durch Gießen oder Formen wäre sonst deutlich teuer gewesen. Das Flugzeug wurde in Leichtbauweise entworfen und hat einen Rahmen aus Aluminium und Kohlefaser. Mithilfe des 3D-Drucks konnte Jetson einige Teile des eVTOL so konstruieren, dass sie hohle Strukturen und sehr enge Gittermuster aufweisen, die leicht und dennoch stabil genug sind.

„Wir nutzen die Drucker zur Herstellung von Prototypen, da wir verschiedene Dinge ausprobieren. Es ist auch schön, etwas in einer CAD-Software zu modellieren, zu drucken und es dann in der Hand zu halten und am Gefährt anzubringen“, sagte Alec Bialek, der die Forschungs- und Entwicklungsabteilung bei Jetson leitet. „Wenn 3D-Druck so billig, zugänglich und schnell ist, ist er ein wirklich tolles Werkzeug, um die eigenen Entwürfe auf Herz und Nieren zu prüfen.“

Die Jetson-Ingenieure stellen mit dem 3D-Drucker jetzt die Halterungen her, um die Motordrehzahlregler und die Wechselrichter zu befestigen. Auch die Blende für das Kombiinstrument sowie die Radar- und GPS-Antenne werden im 3D-Druckverfahren hergestellt, genauso wie die Testschablonen für den Zusammenbau des Flugzeugs.

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Auslieferungen ab 2023 geplant

Jetson will die ersten Jetson One zwischen Oktober und Dezember 2023 ausliefern. Die Produktion für 2022 und 2023 ist bereits ausverkauft, doch Bestellungen für 2024 sind noch möglich. Das eVTOL ist ab 92.000 Dollar zu haben.

Noch ist die additive Fertigung bei eVTOLs nicht die Norm, doch die Technologie kommt langsam in der Branche an. Auch das Lufttaxi Lift Aircraft wird teilweise mithilfe von 3D-Druck hergestellt, genauso wie bestimmte Drohnen, die die Royal Air Force in Großbritannien einsetzt.

Quelle / Weiterlesen

Jetson setzt auf 3D-Druck beim Elektroflugzeug „Jetson ONE“ | 3D-grenzenlos Magazin
Ever Wanted To Buy Your Own Private Aircraft? Now Thanks To Sinterit 3D Printing You can | 3D Printing Industry
The Jetson ONE Is A Personal eVTOL That Anyone Can Fly | Jetson
Bildquelle: © Jetson AB

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    Stephan Hiller ist Betriebswirt (Studium an der Fachhochschule für Wirtschaft Berlin und in Cambridge, UK) mit umfangreicher Geschäftsführungs- und Start-Up Erfahrung. Er hat sich erfolgreich darauf spezialisiert, den Finanzbereich und das Controlling junger Unternehmen operativ zu betreuen und Start-Ups strategisch sowie in den Bereichen Marketing, Vertrieb und Finanzen zu beraten. Er verfügt über umfassende kaufmännische Erfahrungen, die er durch mehrjährige Berufstätigkeit für internationale Unternehmen im In- und Ausland aufgebaut hat. Hierunter waren u.a. Unternehmen aus dem Maschinen- und Anlagenbau, aus der Automobilindustrie, Solarmodulhersteller und Projektentwickler aus dem Bereich erneuerbare Energien. Weiterhin hat er mehrere Unternehmensgründungen im Bereich erneuerbare Energien initiiert und erfolgreich mit aufgebaut. Stephan hat zusammen mit Ajaz Shah energyload.eu im Oktober 2013 gegründet.

    1 KOMMENTAR

    1. „Die Jetson-Ingenieure stellen mit dem 3D-Drucker jetzt die Halterungen her, um die Motordrehzahlregler und die Wechselrichter zu befestigen. Auch die Blende für das Kombiinstrument“

      Der Wahnsinn, was das an Gewicht und somit an Energie einsparen wird!

      Achja: Wie hoch ist denn eigentlich der Energieverbrauch auf 100 km von diesem Spaßgefährt für Besserverdiener?

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