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Die Zukunft der Luftfahrt ist klimaneutral, und das war auch beim 14. Tag der Deutschen Luft- und Raumfahrtregionen spürbar. Hier trafen sich Spitzenvertreter aus Luftfahrt und Politik in Potsdam. Sie wollen die Hauptstadtregion zum Kompetenzzentrum für emissionsarme Luftfahrt machen und die Forschung an Elektroflugzeugen ausweiten.

Berlin-Brandenburg als Kompetenzregion für hybrid-elektrisches Fliegen

Auf den Veranstaltungen, an denen über 300 Vertreter aus Politik, Wissenschaft, Forschung und der deutschen Luftfahrtindustrie teilnahmen, ging es deshalb viel um Innovationen zum klimaneutralen Fliegen. Volker Thum, der Vorsitzende des Bundesverbandes der Deutschen Luft- und Raumfahrtindustrie, betonte die Bedeutung der Region. „Hier wird die Zukunft unserer zivilen Luftfahrtindustrie aktiv gestaltet: Denn diese Region im Herzen Europas wird immer mehr zur Kompetenzregion für hybrid-elektrisches Fliegen“, sagte Thum. Dabei gehe es vor allem darum, Klimaschutz, internationalen Austausch und Wohlstand in Einklang zu bringen.

Rolls-Royce arbeitet in Brandenburg an Elektroflugzeugen

Auch Brandenburgs Ministerpräsident Dietmar Woidke spricht Berlin-Brandenburg eine Schlüsselrolle beim elektrischen Fliegen zu. Denn die Hauptstadtregion sei inzwischen der drittwichtigste Standort der Luft- und Raumfahrtindustrie in Deutschland. Weltmarktführer wie der Triebwerkshersteller MTU oder Rolls-Royce haben sich dort angesiedelt. Der britische Hersteller hatte vor wenigen Monaten sein Elektroflugzeug Accel vorgestellt, das 480 km/h schnell wird. Rolls-Royce arbeitet zudem gemeinsam mit der Brandenburgischen Technischen Universität Cottbus-Senftenberg an hybrid-elektrischen Antrieben. „Hier wird Zukunft für die Luftfahrt geschrieben“, sagte Woidke.

Auch im Bundestag ist angekommen, wie wichtig Elektroflugzeuge und Hybridflugzeuge für die Zukunft der Luftfahrt sind. Thomas Jarzombek, der Koordinator der Bundesregierung für die Deutsche Luft- und Raumfahrt, betonte ebenfalls die Bedeutung von Forschung und Entwicklung auf dem Weg zum klimaneutralen Fliegen. „Jede neue Flugzeuggeneration verbraucht 25% weniger Kerosin. Das ist das Ergebnis ständiger Innovation“, sagte er. Man müsse jetzt Kompetenzen aufbauen und neue Technologien für elektrisches und hybridelektrisches Fliegen zur Anwendungsreife bringen.

ILA 2020 mit Schwerpunkt emissionsfreies Fliegen

Auch auf der Luft- und Raumfahrtmesse ILA im Mai 2020 wird es um Elektroflugzeuge, grüne Luftfahrt und emissionsfreies Fliegen gehen. Der Fokus liegt darauf, wie wir Klimaschutz, Mobilität, globale Warenströme und Wohlstand in Einklang bringen können.

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Quellen / Weiterlesen

Berlin und Brandenburg forschen am Elektroflug | Flug Revue
Hauptstadtregion wird zum Kompetenzzentrum für emissionsarme Luftfahrt | BDLI
Bildquelle: flickrRolls-Royce plc
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Stephan Hiller
Stephan Hiller ist Betriebswirt (Studium an der Fachhochschule für Wirtschaft Berlin und in Cambridge, UK) mit umfangreicher Geschäftsführungs- und Start-Up Erfahrung. Er hat sich erfolgreich darauf spezialisiert, den Finanzbereich und das Controlling junger Unternehmen operativ zu betreuen und Start-Ups strategisch sowie in den Bereichen Marketing, Vertrieb und Finanzen zu beraten. Er verfügt über umfassende kaufmännische Erfahrungen, die er durch mehrjährige Berufstätigkeit für internationale Unternehmen im In- und Ausland aufgebaut hat. Hierunter waren u.a. Unternehmen aus dem Maschinen- und Anlagenbau, aus der Automobilindustrie, Solarmodulhersteller und Projektentwickler aus dem Bereich erneuerbare Energien. Weiterhin hat er mehrere Unternehmensgründungen im Bereich erneuerbare Energien initiiert und erfolgreich mit aufgebaut. Stephan hat zusammen mit Ajaz Shah energyload.eu im Oktober 2013 gegründet.

1 KOMMENTAR

  1. Das ist doch schön. Wir alle sollten das deshalb aktiv unterstützen, indem wir möglichst viel fliegen und so bei den Firmen für die Einnahmen sorgen, die solche Forschungen erst ermöglichen.

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