Das billigste Elektroauto der Welt könnte bald aus Russland kommen. Der kompakte Kleinwagen namens Zetta City Module 1 geht im Dezember 2019 in Produktion und soll für umgerechnet 6.300 Euro auf den Markt kommen. Klappt das, wäre er sogar günstiger als der neue Renault City K-ZE.

Das russische Start-up Zetta arbeitet schon seit einiger Zeit am Zetta CM 1, einem sehr kompakten Dreitürer. Ein Video aus 2017 zeigt einen frühen Prototypen mit sperriger Optik, die sich seitdem offenbar nicht wesentlich verändert hat. Der CM1 ist 3,04 Meter lang, 1,60 Meter breit und 1,60 Meter hoch bei einem Radstand von 2 Metern. Zetta stellt ihn als Viersitzer vor, obwohl er nur 34 cm länger ist als der Zweisitzer Smart ForTwo.

200 Kilometer Reichweite im sparsamsten Modus

Die 10 kWh-Batterie soll im sparsamen Eco Mode für 200 Kilometer Reichweite ausreichen. Im Video ist zudem die Rede von einer Nennleistung von 34,4 kW sowie 72,4 kW Spitzenleistung.

Der Zetta CM1 wird von vier Induktions-Elektromotoren angetrieben, die in den Radnaben sitzen. Zetta-CEO Denis Schurovsky sagte, Tests hätten gezeigt, dass Induktionsmotoren den dynamischen Belastungen der Straße standhalten könnten. „Sie sind unempfindlich gegenüber Chemikalien, Staub, Wasser usw. Die vier Räder sind mit einem zentralen Steuerungssystem verbunden, das ABS und ESP mit einer hohen Rekuperationsfähigkeit steuert“, sagte Schurovsky.

Offizielle Vorstellung im November

Die Vorbereitungen für die Serienproduktion sind zu 70 Prozent abgeschlossen. Die Zulassung des Elektroautos soll dann im Herbst erfolgen, so dass die Herstellung zum Jahresende beginnen kann. Im November will Zetta den Wagen offiziell vorstellen, dessen Startpreis bei 7.000 Dollar liegt. Damit ist der CM1 sogar günstiger als elektrische Kleinwagen wie der Renault City K-ZE oder der Ora R1, die etwa 10.000 Euro oder weniger kosten.

Schurovsky sagte, der Zetta CM1 werde zu 99 Prozent aus russischen Komponenten gefertigt, nur die Batterie stamme aus China. Das Batteriepack und das Batteriemanagement hat Zetta selbst entwickelt. Es soll die Ladezeiten um ein knappes Drittel verkürzen.

Der Zetta City Module 1 soll auch exportiert werden

Zetta stellt den kleinen Stromer etwa 1.000 Kilometer südöstlich von Moskau her, in Toljatti. Von dort stammt übrigens auch der Lada. Das Start-up schätzt, dass sich im Marktsegment für solche elektrischen Kleinwagen wie den CM1 bis zu 15.000 Autos pro Jahr absetzen lassen. 2021 könnte auch der Export des Zetta starten, entsprechende Vorverträge gibt es bereits.

Zetta wird von privaten Investoren finanziert, die Investitionssumme liegt bei 450 Millionen Rubel, etwa 6 Millionen Euro. Auch das russische Ministerium für Industrie und Handel hat die Entwicklung des Zetta City Module 1 gefördert.

Quellen / Weiterlesen

electric drive train | ZETTA
Russian Zetta City Module 1 Wants To Be World’s Cheapest Electric Car | Inside EVs
Rusové chystají nejlevnější auto světa svého druhu, venku jsou první obrázky | autoforum.cz
Интервью с министром: у нас будет новое недорогое авто | Auto.Mail.ru
Das russische Zetta City Modul 1 möchte zum billigsten E-Auto der Welt werden | Elektroauto-News

Ajaz Shah
Ajaz Shah ist seit 2010 im Bereich der erneuerbaren Energien in der Projektfinanzierung und dem Projekmanagement für verschiedene Unternehmen tätig. Er arbeitete an Solar- und Windprojekten mit einer Gesamtkapazität von mehr als 50 MW in Deutschland, Spanien, Italien, Großbritannien, Tschechien und Frankreich mit. Daneben ist er freiberuflich im Online Marketing tätig. Ajaz hat zusammen mit Stephan Hiller energyload.eu im Oktober 2013 initiiert.

HINTERLASSEN SIE EINE ANTWORT

Please enter your comment!
Please enter your name here