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Vor kurzem schreckte Tesla-CEO Elon Musk die Finanzwelt auf, als er ankündigte, Tesla von der Börse nehmen zu wollen. Geldgeber sollte in diesem Fall der saudi-arabische Staatsfonds sein – doch der investiert jetzt angeblich lieber in die Konkurrenz. Berichten zufolge will der Fonds beim aufstrebenden Elektroautobauer Lucid Motors einsteigen.

Bis zu einer Milliarde Dollar Investition im Gespräch

Berichten von US-Medien zufolge will der saudi-arabische Public Investment Fund bis zu eine Milliarde Dollar in Lucid Motors stecken. Damit hätte der Fonds eine Mehrheitsbeteiligung an dem noch eher unbekannten Elektroautobauer aus Kalifornien. Insidern zufolge gibt es Gespräche der Fondsverwalter mit Lucid Motors. Ob es am Ende zu einer Einigung kommt, ist zwar noch offen. Doch wenn der Deal zustande kommt, sollen 500 Millionen Dollar sofort fließen und weitere Summen dann abhängig von Erfolgen bei Produktion und Forschung.

Was wird aus der Beteiligung an Tesla?

Diese Meldung ist hochbrisant für Tesla, weil Elon Musk sich eigentlich im Falle eines Börsenabschieds finanzielle Rückendeckung aus Saudi-Arabien erhofft hatte. Zwar ist unklar, ob der Staatsfonds überhaupt auf einen Schlag mehrere Milliarden Dollar für den Einstieg bei Tesla bereitstellen könnte. Doch mit einer Beteiligung bei der Konkurrenz wird dies tendenziell unwahrscheinlicher. Und Elon Musk dürfte die finanzielle Unterstützung eines Konkurrenten gar nicht gefallen.

Ist Lucid Motors ernsthafte Konkurrenz für Tesla?

Bisher hat Lucid Motors noch kein Elektroauto auf dem Markt, könnte aber durchaus zu einem ernsthaften Rivalen für Tesla heranwachsen. Das Unternehmen wurde von einem ehemaligen Tesla-Mitarbeiter gegründet und hatte zunächst als Batteriehersteller angefangen. Seit einigen Jahren arbeitet das Start-up am Lucid Air, einer großen Elektro-Limousine vom Kaliber des Tesla Model S. Ein futuristischer Prototyp wurde Anfang 2017 vorgestellt und glänzte mit 350 km/h Höchstgeschwindigkeit und einer Leistung von 1.000 PS. Die Serienversion soll 2020 auf den Markt komme, Vorbestellungen sind schon möglich. Die Basisversion soll unter 50.000 Euro kosten und damit günstiger sein als das Tesla Model S. Bei Lucid Motors arbeitet eine Reihe ehemaliger Ingenieure von Tesla, Mazda und VW.

Ärger mit US-Börsenaufsicht

Tesla-CEO Musk hat ohnehin schon genug Ärger, er muss sich derzeit vor der US- Börsenaufsicht SEC verantworten. Diese geht dem Verdacht nach, dass Informationspflichten verletzt wurden. Als Musk den Abzug Teslas von der Börse ankündigte, hatte er für Unruhe unter Anlegern und Analysten und für starke Kursschwankungen gesorgt. Er hatte angegeben, die Finanzierung sei über den saudi-arabischen Staatsfonds gesichert – doch diese haben bisher noch nicht fest zugesagt.


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Quellen / Weiterlesen:
Saudischer Staatsfonds will bei Tesla-Rivalen einsteigen | Handelsblatt
Saudischer Staatsfonds will bei Tesla-Rivalen einsteigen | Frankfurter Allgemeine
Elektroautos: Die Saudis mögen nicht nur Teslas | ARD
Der saudi-arabische Staatsfond steigt wohl bei einem Tesla-Konkurrenten ein | wired
Bilderquelle: © Lucid Motors Inc.
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Ajaz Shah
Ajaz Shah ist seit 2010 im Bereich der erneuerbaren Energien in der Projektfinanzierung und dem Projekmanagement für verschiedene Unternehmen tätig. Er arbeitete an Solar- und Windprojekten mit einer Gesamtkapazität von mehr als 50 MW in Deutschland, Spanien, Italien, Großbritannien, Tschechien und Frankreich mit. Daneben ist er freiberuflich im Online Marketing tätig. Ajaz hat zusammen mit Stephan Hiller energyload.eu im Oktober 2013 initiiert.

1 KOMMENTAR

  1. Prinzipiell ist ja jede Konkurrenz gut fürs Geschäft. Und hier auch für die Umwelt.

    Aber wenn die wahabitische Diktatur sich wo einmischt, die neben Umwelt auch mit Menschenrechten oder gar Frieden nichts am Hut hat, kommen einem doch Zweifel.

    Und wir sind noch so doof und ernähren die Despoten mit unserem Fossilkonsum :facepalm:

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