Das niederländische Start-up Squad Mobility hat ein Solarauto für die Stadt vorgestellt: Das Squad ist ein kleines und wendiges elektrisches Leichtfahrzeug, von dem vier in eine einzige Parklücke passen. Mit seinem günstigen Preis von unter 6.000 Euro ist das Squad ein ideales Gefährt für den Einstieg in die E-Mobilität.

Vom Lightyear One zum Squad

Entwickelt haben das Squad unter anderem zwei ehemalige Mitarbeiter von Lightyear. Lightyear ist das Start-up, das die große Solar-Limousine Lightyear One für die Langstrecke baut. Offenbar finden die beiden Entwickler jetzt aber mehr Gefallen an kleinen Elektroautos für die urbane Mobilität.

Optisch erinnert das Squad an den Renault Twizy. Mit seinen 45 km/h Höchstgeschwindigkeit gehört es genau wie der Twizy zu den Leichtelektromobilen (L6e). Für solche Fahrzeuge fällt keine KFZ-Steuer an, die Versicherungskosten sind niedriger und ein Autoführerschein ist ebenfalls nicht nötig. Ein Führerschein Klasse A1 genügt.

Die zwei Radnabenmotoren an den Hinterrädern leisten jeweils 1 kW. Bei genug Nachfrage soll es auch ein Modell mit 80 km/h geben, ist auf der Website von Squad Mobility zu lesen.

Das Solardach erzeugt Strom für 9.000 Kilometer im Jahr

solarauto-squad-mobilitySeinen Strom bezieht das Squad aus zwei kleinen Akkus, die leicht entnommen werden können. Sie lassen sich unkompliziert an der Steckdose laden. Weitere Akkus können dazu bestellt werden. Zusätzlich ist das Dach des Stromers mit Solarzellen bedeckt: Den Entwicklern zufolge können die Module in einem Jahr Strom für 9.000 Fahrkilometer erzeugen. Das reicht, um an 30 Tagen je 300 Kilometer mit dem Squad zu fahren.

Doch die meisten Fahrzeuge in diesem Segment legen weit weniger Kilometer zurück. Denn so richtig gemütlich ist es im Squad nicht: Das Fahrzeug hat keine Türen, die Passagiere sind nur durch Dach und Windschutzscheibe vor Regen geschützt. Deshalb ist das Fahrzeug eher für die letzte Meile oder für kurze Fahrten in der Stadt gedacht. Dennoch haben die Entwickler an alles gedacht und bieten einen Seitenschutz optional als Zubehör an.

Im Squad sitzen die Insassen nicht wie im Twizy hintereinander, sondern nebeneinander. Hinten gibt es noch einen Notsitz, auf den zwei Kinder passen. Wenn der nicht besetzt ist, dient der Platz als Ladefläche.

Günstiger Basispreis und Leasing-Option

Neben der Tatsache, dass dieses Auto auch in die kleinste Parklücke passt, ist auch der Preis verlockend: Das Solarauto gibt es ab 5.750 Euro netto, hinzu kommt noch die Mehrwertsteuer. Squad Mobility will auch ein Leasing-Modell mit einer monatlichen Rate von ca. 100 Euro anbieten. Das Fahrzeug kann schon jetzt gegen eine Gebühr vorbestellt werden. Ab 2021 sollen die ersten Squads zu den Kunden rollen.

Quellen / Weiterlesen

Squad, Affordable Solar City Car | Squad Mobility
Squad stellt erschwingliches Solar-Elektroauto vor | Elektroauto-News
Solarauto für den Stadtverkehr soll rund 6.000 Euro kosten | golem.de
Squad Solar City: Günstiger Solar-Flitzer für unter 6 000 Euro | mobile geeks
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Bilderquelle: © Squad Mobility
Ajaz Shah
Ajaz Shah ist seit 2010 im Bereich der erneuerbaren Energien in der Projektfinanzierung und dem Projekmanagement für verschiedene Unternehmen tätig. Er arbeitete an Solar- und Windprojekten mit einer Gesamtkapazität von mehr als 50 MW in Deutschland, Spanien, Italien, Großbritannien, Tschechien und Frankreich mit. Daneben ist er freiberuflich im Online Marketing tätig. Ajaz hat zusammen mit Stephan Hiller energyload.eu im Oktober 2013 initiiert.

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