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Vor zwei Jahren stellte Lightyear sein Konzept für das Solarauto Lightyear One vor. Die Limousine soll das erste solarbetriebene Elektroauto für die Langstrecke werden. Bis zu 800 Kilometer Reichweite sind mit der Kombination aus Akku und Solarzellen drin. Den ersten Prototyp des gut 140.000 Euro teuren Autos will Lightyear im Juni 2019 vorstellen.

Die Gründer des holländischen Start-ups Lightyear sind Absolventen der Uni Eindhoven, die ihr Fahrzeug ab 2020 in Serie bauen wollen. Trotz des stolzen Preises hat Lightyear etwa 100 Vorbestellungen mit Anzahlung erhalten. Teaserfotos des Lightyear One zeigen eine langgestreckte Limousine mit Schrägheck und Platz für 5 Personen. Das Auto wird maximal 150 Stundenkilometer schnell, seine E-Motoren leisten 100 kW (136 PS).

Deutlich weniger Aufladungen nötig

Die Solarzellen auf dem Dach können das Auto zwar nicht komplett mit Strom versorgen. Sie können aber die Reichweite deutlich erhöhen. Das heißt, bei einer Jahresfahrleistung von 20.000 Kilometern benötigt das Auto bei niederländischen Wetterbedingungen etwa 25 Vollladungen. Zum Vergleich: Ein Tesla Model S benötigt 54 Ladungen, also mehr als zweimal so viel. Dort wo die Sonne viel scheint, also beispielsweise in Portugal, reichen bereits 15 Ladungen, so Lightyear, der Rest erledigen die Solarzellen.

Ein weiterer Bonus: Parkt der Lightyear One in der Sonne, versorgen die Solarzellen die Klimaanlage mit Strom, so dass das Auto innen kühl bleibt. Ohne Extra-Strom aus den Solarzellen reicht die 60 kWh-Batterie für 580 Kilometer. Für eine möglichst hohe Reichweite legten die Entwickler Wert auf Leichtbau und eine aerodynamische Form, unter anderem wurden die Außenspiegel durch kleine Kameras ersetzt. Der Elektroantrieb verbraucht den Entwicklern zufolge nur 10,3 Kilowattstunden Strom auf 100 Kilometer.

Das Lightyear-Team kennt sich aus mit Solarautos

Das Team von Lightyear hat aus seiner Zeit an der TU Eindhoven bereits viel Erfahrung mit Solarautos. Es nutzt das Wissen aus der Entwicklung von Stella Lux, einem viersitzigen Solarauto. Die Gründer gewannen zudem mehrere Wettkämpfe und Innovationspreise, bevor sie ihr eigenes Start-up gründeten. In den letzten zwei Jahren hat Lightyear insgesamt 15 Millionen Euro an Geldern eingesammelt, um sein Konzept umzusetzen. Unter anderem unterstützt die EU die Holländer mit 2,5 Millionen Euro aus dem Programm „Horizon 2020“. Die Fertigungsstätte für das Solarauto befindet sich auf dem Automotive-Campus in Helmond.

Vorstellung des Lightyear One am 25. Juni 2019

Der Prototyp des Lightyear One wird am 25. Juni 2019 im niederländischen Katwijk vorgestellt. Im Jahr 2020 wird es zuerst eine Signature-Version von 10 Fahrzeugen geben, allerdings nur in den Niederlanden. Von den 10 Fahrzeugen sind noch 3 zu haben. Danach folgt die Pioneer-Serie für ganz Europa, von der es 90 Exemplare geben soll. Die endgültige Serienversion kommt dann 2021 auf den Markt. Der Basispreis für den Lightyear One liegt bei 119.000 Euro plus Steuern.

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Quellen / Weiterlesen

Lightyear unveils the first long-range solar car on June 25 | Lightyear – Atlas Technologies B.V.
Niederländer bauen E-Auto mit Solarzellen und 800 km Reichweite | futurezone.at
Lightyear To Unveil First Long-Range Solar Car Next Month | Inside EVs
Luxus-Elektroauto fährt auch mit Solarstrom | golem.de
Dieses E-Auto soll bis zu 800 Kilometer weit kommen! | Bild
Bilderquelle: © Lightyear – Atlas Technologies B.V.
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Stephan Hiller
Stephan Hiller ist Betriebswirt (Studium an der Fachhochschule für Wirtschaft Berlin und in Cambridge, UK) mit umfangreicher Geschäftsführungs- und Start-Up Erfahrung. Er hat sich erfolgreich darauf spezialisiert, den Finanzbereich und das Controlling junger Unternehmen operativ zu betreuen und Start-Ups strategisch sowie in den Bereichen Marketing, Vertrieb und Finanzen zu beraten. Er verfügt über umfassende kaufmännische Erfahrungen, die er durch mehrjährige Berufstätigkeit für internationale Unternehmen im In- und Ausland aufgebaut hat. Hierunter waren u.a. Unternehmen aus dem Maschinen- und Anlagenbau, aus der Automobilindustrie, Solarmodulhersteller und Projektentwickler aus dem Bereich erneuerbare Energien. Weiterhin hat er mehrere Unternehmensgründungen im Bereich erneuerbare Energien initiiert und erfolgreich mit aufgebaut. Stephan hat zusammen mit Ajaz Shah energyload.eu im Oktober 2013 gegründet.

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