Tesla-CEO Elon Musk hat gerade jede Menge Stress, doch er fand trotzdem Zeit für ein kleines Interview mit Tech-Youtuber Marques Brownlee. Mit ihm plauderte Musk über Elektroautos und Teslas Pläne. Unter anderem ging es um ein neues Tesla Elektroauto, das es schon für 25.000 Dollar geben könnte.

Trotz Überarbeitung schmiedet Elon Musk Pläne

Das letzte Jahr war nicht leicht für den Tesla-CEO. Es war sogar das schwierigste und schmerzhafteste Jahr seiner Karriere, sagte Musk kürzlich der New York Times. In der Zeit der Produktionsprobleme mit dem Tesla Model 3 habe er bis zu 120 Stunden pro Woche gearbeitet und könne oft nur noch mit Schlaftabletten einschlafen. Wegen seines offenbar angeschlagenen Gesundheitszustand soll der Tesla-Verwaltungsrat bereits einen Manager zu seiner Entlastung suchen. Musk machte kürzlich außerdem Schlagzeilen mit der Überlegung, Tesla von der Börse zu nehmen. Aus der betrieblichen Perspektive sei für Tesla jetzt aber das Schlimmste überstanden, sagte Musk. Und so macht er fleißig Pläne für den nächsten supergünstigen Tesla.

Neuer günstiger Tesla frühestens in drei Jahren

Eigentlich sollte schon das Tesla Model 3 ein Elektroauto auch für den schmaleren Geldbeutel werden. Doch die Einstiegsversion, die ab 35.000 Dollar kostet, ist derzeit noch gar nicht verfügbar und soll erst in 5 bis 8 Monaten zu haben sein. Wer in den USA jetzt ein Model 3 bestellt, muss mindestens 14.000 Dollar mehr für eine Version mit größerer Reichweite ausgeben. Dass das nicht günstig ist, weiß auch Elon Musk. Im Interview mit Brownlee sagte er, Tesla würde gern ein Modell für 25.000 Dollar anbieten. Dieser günstige Tesla könnte ein Kompaktwagen im Stile eines VW Golf oder Audi A3 werden. Das könne man aber frühestens in drei Jahren schaffen, wenn man wirklich hart arbeite.

Höhere Stückzahlen notwendig

Für so einen günstigen Preis brauche es neben technologischen Fortschritten vor allem höhere Stückzahlen als Tesla aktuell produziere, erklärte Musk. Er verglich die Entwicklung bei Elektroautos mit der von mobilen Telefonen, bei denen ebenfalls viele Schritte und Produktversionen bis zum heutigen Smartphone nötig waren. Bei Tesla gäbe es außerdem weit mehr Ideen für Produkte als man umsetzen könne. Man müsse in die Lage kommen, mehr als ein neues Auto auf einmal zu bauen. In der Tesla-Pipeline ist aktuell noch der kompakte Crossover Model Y, der ungefähr so viel wie das Model 3 kosten soll und für 2020 geplant ist. Außerdem geplant sind der Tesla Semi, ein Pickup und die neue Generation des Tesla Roadster, die alle ebenfalls in den nächsten 4 Jahren auf den Markt kommen sollen.

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Quellen / Weiterlesen:
Tesla-Chef will E-Auto für 25.000 Dollar bauen | t3n
Billig-Tesla braucht noch mindestens drei Jahre | golem.de
In drei Jahren könnte ein Billig-Tesla auf den Markt kommen | Wired
Tesla sucht Manager zur Entlastung von Elon Musk | Frankfurter Allgmeine

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Stephan Hiller
Stephan Hiller ist Betriebswirt (Studium an der Fachhochschule für Wirtschaft Berlin und in Cambridge, UK) mit umfangreicher Geschäftsführungs- und Start-Up Erfahrung. Er hat sich erfolgreich darauf spezialisiert, den Finanzbereich und das Controlling junger Unternehmen operativ zu betreuen und Start-Ups strategisch sowie in den Bereichen Marketing, Vertrieb und Finanzen zu beraten. Er verfügt über umfassende kaufmännische Erfahrungen, die er durch mehrjährige Berufstätigkeit für internationale Unternehmen im In- und Ausland aufgebaut hat. Hierunter waren u.a. Unternehmen aus dem Maschinen- und Anlagenbau, aus der Automobilindustrie, Solarmodulhersteller und Projektentwickler aus dem Bereich erneuerbare Energien. Weiterhin hat er mehrere Unternehmensgründungen im Bereich erneuerbare Energien initiiert und erfolgreich mit aufgebaut. Stephan hat zusammen mit Ajaz Shah energyload.eu im Oktober 2013 gegründet.

1 KOMMENTAR

  1. Na dann hoffen wir mal, dass er das auch gesundheitlich durchsteht!

    Model S dominiert ja schon die Oberklasse,
    Model 3 hat in den USA schon BMW mit allen(!) seinen Verbrennern abgehängt,
    Das neue 25-k-Modell könnte der entscheidende Brecher für den Massenmarkt sein.

    Die deutschen Verhinderer sollten sich warm anziehen.

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