Im Vorfeld wurde schon heftig darüber spekuliert, jetzt ist der Börsengang von Lucid Motors offiziell. Das Start-up fusioniert mit Churchill Capital und sammelt dadurch Milliarden ein. Die Euphorie wird aber durch die Meldung gedämpft, dass sich die Serienproduktion des Lucid Air überraschend verschiebt.

Lucid Motors nimmt den kurzen Weg an die Börse

Mit der Fusion nimmt Lucid eine momentan beliebte Abkürzung an die Börse. Churchill Capital gehört dem Investmentbanker Michael Klein, ist bereits börsennotiert und wurde nur für eine solche Fusion gegründet. Lucid Motors spart dadurch Zeit, denn ein klassischer Börsengang dauert länger. Der Wert der beiden Gesellschaften lag zum Zeitpunkt des Börsengangs bei 24 Milliarden Dollar. Gleichzeitig sichert sich Lucid durch den Deal 4,4 Milliarden Dollar frisches Kapital.

Lucid Air kommt erst im zweiten Halbjahr 2021

Einerseits stieg der Aktienkurs von Churchill Capital schon im Vorfeld, als Meldungen über die geplante Fusion an die Öffentlichkeit kamen. Nach der offiziellen Bestätigung am Montag brach die Aktie aber zunächst um die Hälfte ein. Beobachter führen das darauf zurück, dass die Serienproduktion der Luxus-Limousine Lucid Air nun doch nicht wie geplant im Frühjahr beginnt. Aus einer Präsentation für Investoren geht hervor, dass Produktion und Auslieferung plötzlich erst für die zweite Jahreshälfte 2021 geplant sind. Eine Erklärung für die Verschiebung gab es nicht.

Tesla als größter Konkurrent

Lucid Motors hat gerade seine erste Fabrik in Arizona fertiggestellt, wo der Luxus-Stromer vom Band rollen soll. Der Chef des Start-ups ist Peter Rawlinson, der früher bei Tesla Chefentwickler des Model S war. Insofern sind die Erwartungen an das erste Modell groß. Es könnte Tesla tatsächlich gefährlich werden: Der Lucid Air hat 830 Kilometer Reichweite und kann locker mit dem Model S mithalten. Als erstes soll die teuerste Version für 169.000 Dollar auf den Markt kommen. Die Einstiegsversion, die später herauskommt, soll in den USA knapp 70.000 Euro kosten.

Quellen / Weiterlesen

Investor Presentation February 2020 | LUCID – Churchill Capital
Tesla rival Lucid Motors to go public in $11.8 billion blank-check merger | yahoo! finance
Tesla-Konkurrent Lucid bestätigt Börsengang – aber Luxus-Elektroauto Air kommt später | TeslaMag
Bilderquelle: © Lucid Motors

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Stephan Hiller
Stephan Hiller ist Betriebswirt (Studium an der Fachhochschule für Wirtschaft Berlin und in Cambridge, UK) mit umfangreicher Geschäftsführungs- und Start-Up Erfahrung. Er hat sich erfolgreich darauf spezialisiert, den Finanzbereich und das Controlling junger Unternehmen operativ zu betreuen und Start-Ups strategisch sowie in den Bereichen Marketing, Vertrieb und Finanzen zu beraten. Er verfügt über umfassende kaufmännische Erfahrungen, die er durch mehrjährige Berufstätigkeit für internationale Unternehmen im In- und Ausland aufgebaut hat. Hierunter waren u.a. Unternehmen aus dem Maschinen- und Anlagenbau, aus der Automobilindustrie, Solarmodulhersteller und Projektentwickler aus dem Bereich erneuerbare Energien. Weiterhin hat er mehrere Unternehmensgründungen im Bereich erneuerbare Energien initiiert und erfolgreich mit aufgebaut. Stephan hat zusammen mit Ajaz Shah energyload.eu im Oktober 2013 gegründet.

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