KIA Soul EV: Bilder, Preis, Reichweite und Tests

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kia-soul-ev-reichweiteDer KIA Soul EV ist ein fünftüriger elektrischer SUV der Kleinwagenklasse und das erste vollelektrische Modell des südkoreanischen Herstellers KIA. Der Soul EV ist in den zwei Ausführungen Plug sowie Play erhältlich und mit seinen kompakten Maßen gut für die Stadt geeignet. Der Wagen wird seit 2008 produziert. Für das Jahr 2017 soll KIA eine überarbeitete Version mit höherer Reichweite planen. Derzeit beträgt die Norm-Reichweite 212 Kilometer.

KIA Soul EV: Technik und Laden

kia-soul-ev-preisDer Permanentmagnet-Synchronmotor des KIA Soul EV leistet 81,4 kW (110 PS), das maximale Drehmoment von 285 Nm sorgt für eine gute Beschleunigung. In 11,2 Sekunden sprintet der Wagen aus dem Stand auf 100 Stundenkilometer. Die Höchstgeschwindigkeit von 145 km/h erreicht der Stromer nach einer knappen halben Minute.

Der verbaute Lithium-Ionen-Polymer-Akku mit 27 kWh ermöglicht laut Hersteller eine Reichweite von bis zu 212 km. Bei 6,6 kW lädt der Akku in unter 5 Stunden wieder auf. Bei Schnellladung an einer CHAdeMO-Station mit 50 kW dauert es 33 Minuten, bis er wieder zu 80 Prozent gefüllt ist. Der Schnellladeanschluss ist allerdings nur bei der höheren Ausstattungsvariante Play vorgesehen. An einer normalen 230-Volt-Steckdose dauert der Ladevorgang zwischen zehn und 14 Stunden.

Reichweite KIA Soul EV

kia-soul-ev-ausstattungKIA gibt den Stromverbrauch mit 14,7 Kilowattstunden pro 100 km an. Bei einem Test von heise online lag der Verbrauch mit 15,2 kWh im Schnitt leicht darüber. Auf Überlandfahrten ist weniger möglich, bei hohen Geschwindigkeiten steigt der Verbrauch. Grundsätzlich ist also der Fahrstil entscheidend. Die Praxisreichweite im Heise-Test lag deutlich über 150 Kilometer, das rechnerische Mittel bei 178 Kilometern. In der Mittelkonsole können sich Fahrer einen Baum darstellen lassen, der bei energieraubender Fahrweise Blätter verliert und bei sparsamer Fahrweise aufblüht.

Design

kia-soul-ev-designDer KIA Soul EV hat die Maße 4,14 x 1,8 x 1,6 m und dasselbe markante Würfeldesign wie die Soul-Modelle mit Verbrennungsmotor. Am fehlenden Kühlergrill und Auspuff sowie an den Felgen für die Leichtlaufreifen erkennt man die elektrische Version. Wo sonst der Kühlergrill ist, befindet sich beim elektrischen Modell eine Blende und dahinter die Ladeanschlüsse. Außerdem haben die Koreaner den Unterboden ganz verkleidet und zur Verringerung des Luftwiderstandes die Lufteinlässe flacher gestaltet. Vier verschiedene, teils zweifarbige Metallic-Lackierungen gibt es jeweils ohne Aufpreis. Eine hohe Dachlinie und die erhöhte Sitzposition sorgen trotz der relativ hohen Schweller für einen leichten Ein- und Ausstieg. Die Türen werden schlüssellos entriegelt, der Schlüssel muss lediglich mitgeführt werden.

Beim Innenraumdesign setzt KIA mit biobasierten Kunststoffen und lösemittelfreien Lacken auf Nachhaltigkeit. Elemente aus Klavierlack und Chrom sollen Hochwertigkeit signalisieren. Es gibt vier vollwertige Sitze, der fünfte Sitz hinten in der Mitte ist eher ein Notsitz und nur für Kurzstrecken geeignet. Das Raumangebot ist vorn und hinten komfortabel, die Kopf- und Beinfreiheit ist auch für größere Personen gut.

Ausstattung KIA Soul EV

kia-soul-ev-bilderIm Cockpit zeigt ein Kombi-Instrument links Informationen zu Rekuperation und Leistung an. Ein 3,5-Zoll-Display mit organischen Leuchtdioden informiert mittig über Ladezustand der Batterie und die Restreichweite. Rechts befindet sich der Tacho mit einer Geschwindigkeitssegmentanzeige. Außerdem gibt es Radio, MP3, RDS, DAB, und eine 8-Zoll-Kartennavigation. Beide Ausstattungsvarianten des KIA Soul EV sind serienmäßig darüber hinaus mit Geschwindigkeitsregelanlage, einer Sitzheizung vorn, beheizbaren Außenspiegeln und einem beheizbaren Lederlenkrad sowie LED-Tagfahrlicht und LED-Rückleuchten ausgestattet. Viele Einstellungen lassen sich bequem über zahlreiche Knöpfe auf dem Lenkrad vornehmen.

Als besonders Highlight bietet KIA für die Variante Play gegen einen Aufpreis von 990 Euro ein Panoramadach an. Eine weitere Option für diese Variante ist das Komfortpaket für 1.190 Euro. Es beinhaltet Ledersitze, Sitzventilation für die Vordersitze und eine Sitzheizung hinten, Parksensoren für vorn und hinten, zwei 12-Volt-Steckdosen in der Zentralkonsole und eine im Gepäckraum sowie Ambientebeleuchtung in den vorderen Türen. Um Energie zu sparen, hat KIA der Variante Play auch ein speziell entwickeltes Wärmepumpensystem verpasst. Die Abwärme des Kühlwassers entweicht nicht ungenutzt, sondern wird ins Heizsystem umgeleitet. Das schont die Batterie und erhöht die Reichweite. Ebenfalls energiesparend ist die in beiden Varianten enthaltene individuelle Fahrerzonen-Klimatisierung, die man nutzen kann, wenn man allein unterwegs ist. Die Heizung und die Lüftung auf Beifahrerseite und Rücksitz sind können dann abgeschaltet werden.

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Der Kofferraum ist mit 281 Litern Volumen etwas kleiner als bei der konventionellen Variante des Soul EV. Durch Umklappen der Rückbank vergrößert sich der Stauraum auf 891 Liter. Die maximale Zuladung beträgt 395 Kilogramm. Im Kofferraumboden befinden sich Ablagefächer, in denen zum Beispiel Ladekabel, Werkzeug oder der Verbandskasten Platz finden. Der KIA Soul EV verfügt nicht über eine Anhängervorrichtung.

Fahrgefühl und Sicherheit

kia-soul-ev-designDie Akkus des frontgetrieben KIA Soul EV befinden sich im Fahrzeugboden, was bei dem 1,5-Tonner für einen tiefen, zentralen Schwerpunkt sorgt. Das Ergebnis ist eine optimale Straßenlage und hohe Fahrstabilität, geht jedoch auch zulasten der Bodenfreiheit. Das Fahrwerk wird als ausgewogen beschrieben, vor allem auf kurzen Wellen ist die Federung sensibler als beim herkömmlichen Soul. Der Fahrkomfort ist daher gut.

Fahrer können zwischen drei Lenkmodi (Normal, Komfort und Sport) und zwei Fahrmodi wählen. Der Fahrmodus „Eco“ sorgt für eine besonders effiziente Energienutzung und im „Bremsen“-Modus nutzt das regenerative Bremssystem die Energie beim Bremsen automatisch für die nächste Beschleunigung. Wie alle Elektroautos ist auch der KIA Soul EV nahezu geräuschlos unterwegs. Bei Geschwindigkeiten unter 20 km/h erzeugt das Fahrzeug jedoch ein künstliches Fahrgeräusch, das Fußgänger warnt und das im Innenraum kaum hörbar sein soll.

Beide Ausstattungsvarianten sind serienmäßig mit 6 Airbags, ABS, einer Berganfahrhilfe und dem elektronischen Stabilitätsprogramm (ESC) mit Traktionskontrolle ausgestattet. Ebenfalls serienmäßig enthalten ist die Gegenlenkunterstützung VSM, die die Lenkkräfte reguliert und zu heftige oder zu zaghafte Lenkbewegungen einsteuert. Drucksensoren in den Rädern warnen den Fahrer im Fall, dass ein Rad Luft verliert, eine Rückfahrkamera unterstützt beim Einparken. Beim ADAC-Crashtest bekam der KIA Soul EV 84 Prozent der möglichen Punkte.

Preis und Kaufprämie KIA Soul EV

kia-soul-ev-ausstattungSeit 2016 verkauft KIA den Soul EV in den Ausstattungsvarianten Plug und Play. Die Basisversion KIA Soul EV Plug ist ab 28.890 Euro zu haben, die teurere Version Play mit Schnellladeanschluss, Wärmepumpe, elektrischen Außenspiegeln und Nebelscheinwerfern kostet mindestens 30.790 Euro. Mit der aktuellen Kaufprämie der Bundesregierung werden beide Varianten nochmals um 4.000 Euro günstiger und kosten dann 24.890 bzw. 26.790 Euro. KIA gewährt auf das gesamte Fahrzeug inklusive der Batterie eine kostenlose 7-jährige Herstellergarantie.

Bildqeruelle: KIA Motors Deutschland GmbH

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Stephan Hiller
Stephan Hiller ist Betriebswirt (Studium an der Fachhochschule für Wirtschaft Berlin und in Cambridge, UK) mit umfangreicher Geschäftsführungs- und Start-Up Erfahrung. Er hat sich erfolgreich darauf spezialisiert, den Finanzbereich und das Controlling junger Unternehmen operativ zu betreuen und Start-Ups strategisch sowie in den Bereichen Marketing, Vertrieb und Finanzen zu beraten. Er verfügt über umfassende kaufmännische Erfahrungen, die er durch mehrjährige Berufstätigkeit für internationale Unternehmen im In- und Ausland aufgebaut hat. Hierunter waren u.a. Unternehmen aus dem Maschinen- und Anlagenbau, aus der Automobilindustrie, Solarmodulhersteller und Projektentwickler aus dem Bereich erneuerbare Energien. Weiterhin hat er mehrere Unternehmensgründungen im Bereich erneuerbare Energien initiiert und erfolgreich mit aufgebaut. Stephan hat zusammen mit Ajaz Shah energyload.eu im Oktober 2013 gegründet.

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