Der dänische Autoentwickler Henrik Fisker will 2022 sein erstes Fahrzeug bauen, den Elektro-SUV Fisker Ocean. Für das zweite Modell wird Fisker mit dem taiwanesischen iPhone-Hersteller Foxconn zusammenarbeiten.

„Revolutionäres“ Elektroauto für städtische Pendler

Das Auto soll 2023 auf den Markt kommen und ist laut Fisker so revolutionär, dass es bis zum Launch geheim gehalten werden muss. Fisker und Foxconn wollen das Elektroauto gemeinsam entwickeln und dann mindestens 250.000 Fahrzeuge im Jahr bauen, heißt es in einer Mitteilung. Die Entwicklungszeit wollen die Partner auf die Hälfte verkürzen und in 24 Monaten durch sein. Mit dem Auto, das unter 30.000 Dollar kosten soll, will Fisker vor allem städtische Pendler ansprechen.

Foxconn will ins Autogeschäft

Vom Auftragsfertiger Foxconn ist schon länger bekannt, dass er Ambitionen hat, ins Elektroautogeschäft einzusteigen. Das Unternehmen, das vor allem als Partner von Apple bekannt ist, hat bereits eine eigene Plattform für E-Autos entwickelt und will diese auch seinen Partnern zur Verfügung stellen. Foxconn wird auch das Elektro-Start-up Byton bei der Herstellung des M-Byte unterstützen.

Produktion in den USA?

Die Produktion des Fisker Elektroautos könnte in den USA stattfinden, wo Foxconn bereits eine Fabrik hat. Eigentlich sollten dort LCD-Panels gefertigt werden, doch das Gebäude wurde bisher nicht als Fertigungsstätte genutzt. Möglich, dass Foxconn die Fabrik zur Autofabrik macht. An der Börse kam die Nachricht über die geplante Zusammenarbeit gut an, die Aktie von Foxconn ging nach oben.

Magna baut den Fisker Ocean

Fisker lässt auch sein erstes Modell von einem Auftragsfertiger bauen. Die Fertigung übernimmt Magna, wobei eine abgewandelte Version von dessen Elektroauto-Plattform zum Einsatz kommt. Die Pläne, den MEB von Volkswagen zu nutzen, sind damit vom Tisch. Eventuell findet die Fertigung in Graz statt, wo Magna eine größere Fabrik hat. Diesen Sommer will Fisker einen serienreifen Prototyp präsentieren, die Produktion soll Ende 2022 starten.

Quellen / Weiterlesen

Der Anti-Tesla: Warum Fisker seine Autos nicht selbst baut | Handelsblatt
Foxconn to Build Cars for Electric-Vehicle Startup Fisker | The Wall Street Journal
Bildquelle: © Fisker, Inc.

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Ajaz Shah
Ajaz Shah ist seit 2010 im Bereich der erneuerbaren Energien in der Projektfinanzierung und dem Projekmanagement für verschiedene Unternehmen tätig. Er arbeitete an Solar- und Windprojekten mit einer Gesamtkapazität von mehr als 50 MW in Deutschland, Spanien, Italien, Großbritannien, Tschechien und Frankreich mit. Daneben ist er freiberuflich im Online Marketing tätig. Ajaz hat zusammen mit Stephan Hiller energyload.eu im Oktober 2013 initiiert.

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