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Schon bald werden Elektroautos und Verbrenner gleich viel kosten. Davon geht zumindest Reinhard Fischer aus, Strategiechef von Volkswagen in den USA. Die Elektro-Offensive von VW soll entscheidend dazu beitragen, die Preise für Elektroautos zu senken.

Preisgleichheit als Voraussetzung für den Durchbruch von Elektroautos

Aktuell kaufen Elektroautos eher sogenannte Early Adopters, die aus Begeisterung für neue Technologien und aus Überzeugung handeln und nicht so stark nach dem Preis entscheiden. Damit Elektroautos endlich den Durchbruch schaffen, muss aber die breite Masse der Verbraucher mitziehen. Dafür braucht es Fischer zufolge die Preisgleichheit, die aber kurz bevorstehe: Denn VW steigt in die Massenproduktion von Elektroautos ein, was die Preise massiv senken soll.

Nicht nur der Preis ist ein Problem

Neben dem Preis sieht Fischer aber noch andere Probleme, die Verbraucher von Elektroautos abschrecken. Es gäbe noch die Angst, mit einem Elektroauto durch Wasser zu fahren. Ein anderes Problem sei die „Aufladeangst“, die die Reichweitenangst abgelöst habe. Das werde sich aber im Laufe der Zeit von selbst erledigen, so Fischer, ähnlich wie beim Benzin. „Vor hundert Jahren wurde Benzin in Apotheken verkauft. Heute gibt es 122.000 Tankstellen in den USA. Es ist von einem knappen Gut zu einem Allerweltsprodukt geworden. Genauso wird es auch beim Aufladen sein”, so der Manager.

„Elektroautos sind die bessere Wahl“

Fischer sagte, sobald die Angst vor Neuem überwunden sei, wären Elektroautos die bessere Wahl. Ein vollelektrisches Fahrzeug koste im Unterhalt etwa halb so viel wie Fahrzeuge mit Verbrennungsmotoren. Sobald die Kaufpreise gleich sind, ist ein Elektroauto demnach deutlich günstiger als ein vergleichbarer Verbrenner.

Der VW ID.3 als Elektroauto für die Masse

Volkswagen ist darauf angewiesen, dass der Durchbruch der E-Mobilität kommt. Bis 2028 will der Konzern weltweit und über alle Marken hinweg knapp 70 vollelektrische Modelle auf den Markt bringen, also 22 Millionen batteriebetriebe Fahrzeuge. Das soll die Kaufpreise stark senken. Den Anfang macht der VW ID.3, der in Deutschland vor Abzug der Kaufprämie unter 40.000 Euro kosten wird. Später soll eine Einstiegsversion des ID.3 mit kleinerem Akku auf den Markt kommen, welche für weniger als 30.000 Euro zu haben sein wird. Das entspricht etwa der Dieselversion des VW Golf mit Fließheck. Der Verkauf des ID.3 startet Mitte 2020.

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Quellen / Weiterlesen

VW exec says ‚tipping point is near‘ for electric vehicles | Automotive News Europe
Volkswagen: Elektroautos und Benziner werden bald gleich viel kosten | mobiFlip
VW erwartet Preisgleichheit von Verbrenner- und Elektroautos | golem.de
Bildquelle: © Volkswagen AG
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Ajaz Shah
Ajaz Shah ist seit 2010 im Bereich der erneuerbaren Energien in der Projektfinanzierung und dem Projekmanagement für verschiedene Unternehmen tätig. Er arbeitete an Solar- und Windprojekten mit einer Gesamtkapazität von mehr als 50 MW in Deutschland, Spanien, Italien, Großbritannien, Tschechien und Frankreich mit. Daneben ist er freiberuflich im Online Marketing tätig. Ajaz hat zusammen mit Stephan Hiller energyload.eu im Oktober 2013 initiiert.

2 KOMMENTARE

  1. Was sollen immer die Kaufpreis-vergleiche von Verbrennern und E Autos?
    Der Anschaffungspreis eines Autos ist relativ.
    Viel wichtiger sind die Unterhalts und Betriebskosten eines Autos.
    Ein E Auto benötigt nur Strom in Notfall aus der Steckdose mit 220 V /3 Kwh und den gibt es in Deutschland
    überall.
    Tankstellen für Benzin Diesel Gas gibt es immer weniger auf dem Land /Dorf etc. sehr selten.
    Ein E Auto braucht fast „keine Inspektionen “ ggf. Bremsbeläge. Scheibenwischer. Tüv kostet die Hälfte
    E- Auto zahlt 10 Jahre keine KFZ Steuer, bei für einen Tesla S+X ist Komplettversicherung mit Schutzbrief
    ca. 30 bis 50% eines vergleichbaren Verbrenners BMW Mercedes Audi mit gleicher KW / PS Leistung Höchstgeschwindigkeit 225 / 250kmh. Stromkosten 30cent /KWH dh bei 20KWH /100km 6€ statt 15€
    Batterie /Motor Garantie 8 Jahre /200.000km oder unbegrenzt Fahrzeug 80.000km/ 4 Jahre
    wo gibt es das bei Verbrennern.
    Ferner bei E-Autos z.B. Tesla/ fahrender Computer , immer neuste Technik über UP -dates.
    Bei Verbrennern lässt sich ab Kauf „Nichts mehr Ändern“ Siehe Dieselskandal etc.

  2. Dies ist zwar alles richtig. Interessiert aber den Otto Normalverbraucher herzlich wenig.die meisten verstehen von Autotechnik so wenig, dass sie sich in der Garage einen neuen mit einer pseudo Euro Norm einer Stufe häher aufschwatzen lassen. Billig Billig und der Klimawandel macht unsere Generation noch nicht kaputt…

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