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Die britische Marke Lotus meldet sich zurück – mit dem elektrischen Hypercar Evija, dem leistungsstärksten Auto der Welt. Satte 2.000 PS bringt das neuste Modell des Sportwagenherstellers auf die Straße. Beim Neustart hilft auch die finanzielle Unterstützung durch den chinesischen Geely-Konzern, der Lotus zum Porsche-Konkurrenten machen will.

Lotus Evija: In 9 Sekunden auf 300 km/h

Sie haben es schon oft versucht, doch so richtig wollte es mit einem Comeback bei Lotus bisher nicht klappen. Doch mit frischem Geld ausgestattet, melden sich die Briten jetzt mit einem Paukenschlag zurück: Ihr Hypersportwagen Evija mit Carbon-Chassis und vier Elektromotoren bringt insgesamt 2.000 PS und 1.700 Nm Drehmoment auf die Straße. Damit beschleunigt das Auto in 3 Sekunden aus dem Stand auf 100 km/h, in 6 Sekunden auf 200 und in 9 Sekunden auf 300 km/h. Bei 340 km/h Höchstgeschwindigkeit ist Schluss.

Der Sportwagen kann mit 800 kW geladen werden

Mit diesen Leistungsdaten ist der Lotus Evija das leistungsstärkte Serienfahrzeug der Welt und lässt alle bisherigen Lotus-Modelle weit hinter sich. Dank Leichtbauweise bringt das Hypercar lediglich 1.680 Kilo auf die Waage. Dennoch sollte man die Vorteile des Elektroantriebs nicht allzu stark ausreizen. Denn die verbaute 70 kWh-Batterie verspricht zwar 400 Kilometer Reichweite, dürfte aber nicht allzu viele rasante Beschleunigungsmanöver durchhalten.

Dann ist man auf eine leistungsfähige Schnellladestation in der Nähe angewiesen: Mit 350 kW Ladeleistung ist der Akku nach 12 Minuten zu 80 Prozent und nach 18 Minuten wieder voll aufgeladen. Schneller geht es momentan noch nicht, und auch diese Ladeleistung ist längst kein Standard. Dennoch ist der Lotus Evija schon jetzt in der Lage, mit 800 kW zu laden. Damit dauert es nur wenige Minuten, bis der Sportwagen wieder durchstarten kann.

Auch innen dominiert Carbon

Auch innen setzen die Designer auf Carbon und ein sportliches Interieur mit Schalensitzen und rechteckigem Sportlenkrad. Die Steuerung des Lotus Evija erfolgt über ein Display als Kombielement und eine freischwebende Mittelkonsole. Statt Außenspiegeln gibt es kleine Kameras, die nach hinten filmen und die Bilder auf Displays in den Türen anzeigen.

Kaufpreis mindestens 2 Millionen Euro

Lotus will den Evija ab 2020 im englischen Hethel bauen und plant 130 Exemplare des Elektro-Sportwagens. Die Zahl 130 ist nicht zufällig gewählt, sondern spielt darauf an, dass der Evija das 130. Modell der Marke Lotus ist. Wer sich den Sportwagen leisten kann, kann ihn gegen 250.000 Pfund Anzahlung bereits reservieren. Der Gesamtpreis beträgt aktuellen Kalkulationen zufolge zwischen 1,5 und 2 Millionen Pfund. Inklusive Mehrwertsteuer kostet der Lotus Evija also zwischen 2 und 2,6 Millionen Euro.

Ausbau des Lotus-Stammwerks in Hethel geplant

Lange Zeit hatte es für Lotus als Marke eher mau ausgesehen. Doch mit neuen Milliarden des chinesischen Konzerns Geely (bekannt durch die Übernahme von Volvo) soll die Traditionsmarke jetzt wiederbelebt werden. Geely will Lotus in den nächsten Jahren zum ernsthaften Konkurrenten für Porsche aufbauen. Dazu soll auch der mögliche Output im Stammwerk in Hethel von jetzt 2.000 auf 5.000 Fahrzeuge im Jahr steigen, auch eine Erweiterung des Werks steht im Raum. Neben dem Sportwagen Evija plant Lotus auch elektrische Massenmodelle, die Rede ist von einem sportlichen GT und einem SUV.

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Quellen / Weiterlesen

Lotus Presents The Evija, The World’s Most Powerful Car (And EV) | Inside EVs
Lotus unveils $2M electric hypercar Evija (Type 130); 2,000 PS, 1,700 Nm | Green Car Congress
Comeback mit 2.000 PS und vier Motoren – das kann die Lotus Evija | Handelsblatt
Lotus erfindet sich mal wieder neu – mit einem 2000 PS-Hypersportwagen | Focus Online
Lotus Evija: Elektroauto mit 2.000 PS lädt in 9 Minuten vollständig auf | Netzwelt
Bilderquelle: © Lotus Cars

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Ajaz Shah
Ajaz Shah ist seit 2010 im Bereich der erneuerbaren Energien in der Projektfinanzierung und dem Projekmanagement für verschiedene Unternehmen tätig. Er arbeitete an Solar- und Windprojekten mit einer Gesamtkapazität von mehr als 50 MW in Deutschland, Spanien, Italien, Großbritannien, Tschechien und Frankreich mit. Daneben ist er freiberuflich im Online Marketing tätig. Ajaz hat zusammen mit Stephan Hiller energyload.eu im Oktober 2013 initiiert.

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