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Es ist noch nicht lange her, dass der britische Staubsauerhersteller Dyson bekanntgab, ins Geschäft mit Elektroautos einzusteigen. Inzwischen sind die Pläne ein wenig konkreter geworden. Dyson will nicht nur ein, sondern drei Modelle anbieten und dabei wie bereits angekündigt mit Festkörperbatterien arbeiten. Das erste Modell kommt 2020.

Vom ersten Dyson Elektroauto werden nur einige Tausend Stück gebaut

Der Hausgerätehersteller hat schon bei seiner ersten Ankündigung, ohne entsprechende Kenntnisse und Erfahrung ein Elektroauto bauen zu wollen, Skepsis erzeugt. Doch er lässt sich nicht beirren: Der Motor für das erste Modell sei bereits fertig. Damit auch das Auto zum geplanten Termin fertig wird, will Dyson zunächst ein zweites Forschungs- und Entwicklungszentrums in Südwestengland eröffnen. Dyson will sein Team aus 400 Mitarbeitern für die Automobiltechnik dorthin verlagern und sucht 300 weitere Mitarbeiter. Vom ersten Modell werde man allerdings nur einige tausend Stück bauen, um den Markt zu erkunden und das Zulieferernetz aufzubauen, gab der Hersteller an. Die beiden nächsten Modelle sollen dann in größeren Stückzahlen vom Band rollen.

Festkörperbatterie erst in späteren Modellen

Das erste Modell wird noch mit einer herkömmlichen Lithium-Ionen-Batterie laufen. In den Nachfolgemodellen soll dann die Feststoffbatterie eingesetzt werden, an der Dyson arbeitet. Auf diesem Batterietyp ruhen viele Hoffnungen, weil sie eine höhere Energiedichte haben und deshalb mehr Energie speichern können. Nicht nur Dyson forscht an diesem Akkutyp, sondern auch eine ganze Reihe von Autoherstellern und Zulieferern. Dyson investiert nach eigenen Angaben umgerechnet 2,3 Milliarden Euro in die Fahrzeugherstellung und die Batterieforschung, das Geld stammt aus dem Kerngeschäft mit Handtrocknern, Föhnen und Staubsaugern. Die Erlöse des Unternehmens waren 2017 um 40 Prozent auf fast vier Milliarden Euro nach oben gegangen.

Wo die Dyson-Elektroautos am Ende hergestellt werden, sei noch nicht klar, hieß es. Den genauen Standort diskutiere man noch, die Wahl soll zwischen Großbritannien und Asien fallen. Der Brexit spielt bei dieser Entscheidung angeblich keine Rolle: Dyson-Chef James Dyson unterstützt den Austritt des Vereinigten Königreiches aus der EU. Der Brexit werde sich nicht auf die Verkäufe von Dyson-Produkten auf dem Festland auswirken. Dyson lässt seine Produkte bisher in Malaysia, Singapur und auf den Philippinen herstellen.

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Quellen / Weiterlesen:
Staubsauger will Tesla Konkurrenz machen | ARD
Bis zu 700 Mitarbeiter werden an Dysons E-Auto-Projekt arbeiten | Elektroauto-News
Vom Staubsauger zum Elektroauto | Süddeutsche Zeitung
Bildquelle Text: flickrEva Rinaldi

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Ajaz Shah
Ajaz Shah ist seit 2010 im Bereich der erneuerbaren Energien in der Projektfinanzierung und dem Projekmanagement für verschiedene Unternehmen tätig. Er arbeitete an Solar- und Windprojekten mit einer Gesamtkapazität von mehr als 50 MW in Deutschland, Spanien, Italien, Großbritannien, Tschechien und Frankreich mit. Daneben ist er freiberuflich im Online Marketing tätig. Ajaz hat zusammen mit Stephan Hiller energyload.eu im Oktober 2013 initiiert.

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