Aus Israel kommt ein weiteres Mini-Elektroauto, das die Parkplatznot in Städten lindern soll. Das Faltauto City Transformer hat einen einfahrbaren Unterbau und passt auf einen Motorradparkplatz. Neben verschiedenen Versionen für den Privatgebrauch soll es auch eine Transporter-Variante für Unternehmen geben.

Eingeklappt ist der City Transformer einen Meter breit

Der zweisitzige City Transformer sieht ein wenig aus wie der Renault Twizy. Ausgefahren ist er 1,40 Meter breit und damit nur etwa 40 Zentimeter schmaler als ein Durchschnittsauto. Zum Parken lässt sich der Unterbau auf Knopfdruck einfahren, wodurch das Fahrzeug auf einen Meter Breite schrumpft. Seine Reichweite gibt der Hersteller mit 150 Kilometern an, geht aber davon aus, dass es bis zur Massenproduktion noch bessere und effizientere Batterien geben wird. Die Batterie kann nicht nur an der Ladestation, sondern auch zuhause aufgeladen werden.

Mehrere Versionen geplant

Einen serienfähigen Prototyp will City Transformer in den nächsten zehn Monaten präsentieren. Neben Privatpersonen wollen die Gründer mit ihrem Konzept auch Carsharing-Flotten bedienen. Es wird eine offene und eine geschlossene Version geben, außerdem ein Modell mit einer Rückbank für Kinder. Die geplante Transporter-Variante ist für Waren mit einem Gewicht von bis zu 1.000 Kilogramm ausgelegt. An der Entwicklung des 90 km/h schnellen Kleinstwagens hat auch Yamaha mitgewirkt.

Das Basismodell kostet unter 10.000 Euro

Den City Transformer kann man schon jetzt vorbestellen: Das Basismodell soll 10.500 Dollar kosten (9.190 Euro). Hinzu kommen Steuern sowie die Kosten für die Batterie. Wenn 10.000 Bestellungen vorliegen, startet die Massenproduktion, das könnte 2020 der Fall sein. Neben Israel und Asien soll der City Transformer auch auf den europäischen Markt kommen. Hierzulande wird er wie der Renault Twizy nicht als Elektroauto, sondern als Quad zugelassen.

Der Trend in der Stadt verschiebt sich hin zu Kleinwagen

Ein solches Konzept könnte wegen des wachsenden Parkplatzproblems in Großstädten durchaus erfolgreich sein, schätzt der Mobilitätsexperte Stefan Bratzel vom Center of Automotive Management. Er geht davon aus, dass Parkplätze knapper und viel teurer werden, weshalb solche Konzepte verstärkt auf die Straße kommen. In den Startlöchern steht deshalb der elektrische Kleinstwagen e.Go Life, der in Aachen hergestellt und im Frühjahr ausgeliefert wird.

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Quellen / Weiterlesen


We Invented a New Car | City Transformer
Dieses E-Auto lässt sich einklappen | Spiegel
Startup entwickelt faltbares Elektroauto gegen Parkplatznot | golem.de
Ein faltbares E-Auto gegen den Parkplatzmangel | Frankfurter Allgemeine
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Stephan Hiller
Stephan Hiller ist Betriebswirt (Studium an der Fachhochschule für Wirtschaft Berlin und in Cambridge, UK) mit umfangreicher Geschäftsführungs- und Start-Up Erfahrung. Er hat sich erfolgreich darauf spezialisiert, den Finanzbereich und das Controlling junger Unternehmen operativ zu betreuen und Start-Ups strategisch sowie in den Bereichen Marketing, Vertrieb und Finanzen zu beraten. Er verfügt über umfassende kaufmännische Erfahrungen, die er durch mehrjährige Berufstätigkeit für internationale Unternehmen im In- und Ausland aufgebaut hat. Hierunter waren u.a. Unternehmen aus dem Maschinen- und Anlagenbau, aus der Automobilindustrie, Solarmodulhersteller und Projektentwickler aus dem Bereich erneuerbare Energien. Weiterhin hat er mehrere Unternehmensgründungen im Bereich erneuerbare Energien initiiert und erfolgreich mit aufgebaut. Stephan hat zusammen mit Ajaz Shah energyload.eu im Oktober 2013 gegründet.

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