Der E-Highway auf der A1 geht nicht wie geplant in Betrieb. An der Teststrecke für Hybrid-Elektrolaster auf der A1 sind Nachbesserungen nötig. Ein Gutachter stellte Mängel an den Querträgern, den sogenannten Auslegern fest. Doch das ist nicht das einzige Problem des Forschungsprojekts: Die Hybridlaster selbst fehlen auch noch.

250 Masten auf der Teststrecke werden geprüft

Im Rahmen der Inbetriebnahme des E-Highways zwischen Lübeck und Reinfeld sei ein Mangel an einem überzähligen Ausleger gefunden worden, teilte Elisabeth Niehaus vom Forschungs- und Entwicklungszentrum der Fachhochschule Kiel mit. Derzeit werden alle 250 Masten der Oberleitungsanlage entlang der A 1 untersucht und bei Bedarf verstärkt. Man wolle auf Nummer sicher gehen, sagte Bernd Buchholz, der Verkehrsminister von Schleswig-Holstein.

Erster Hybrid-LKW erst in zwei Monaten fertig

Außerdem gibt es noch ein weiteres Hindernis, das den Verantwortlichen Kopfschmerzen bereitet. Die Hybrid-LKW, die auf der Strecke fahren sollen, sind noch gar nicht verfügbar. Der erste von fünf Elektrolastern wird erst in zwei Monaten geliefert. Ein Sprecher des Verkehrsministeriums sagte, so sei das nun einmal bei einem Forschungsprojekt – nicht alles würde auf Anhieb funktionieren. Trotz der Verzögerungen soll die Elektroautobahn noch dieses Jahr in Betrieb gehen, zumindest gehen die Projektpartner davon aus.

Bei dem Projekt handelt es sich um die erste Teststrecke für Elektrolaster mit Hybridantrieb. Solche LKW haben neben einem Dieselmotor auch einen Elektroantrieb und beziehen ihren Strom aus Oberleitungen – nach dem Prinzip von Straßenbahnen. Gleichzeitig laden die Elektrolaster ihre Batterie auf, um dann auch auf der normalen Autobahn mit Strom statt mit Diesel weiterzufahren. Der Strom für die Teststrecke soll komplett aus erneuerbaren Energien stammen, zum Beispiel von Biogasanlagen oder Windkraftanlagen in der Nähe.

Testbetrieb des E-Highway für drei Jahre geplant

Die fünf Kilometer lange Teststrecke kostet das Bundesumweltministerium rund 19 Millionen Euro. Die Spedition Bode aus Reinfeld will die Strecke dann regelmäßig im Pendelverkehr mit Hybrid-LKW befahren. Drei Jahre lang testet der Bund so unter wissenschaftlicher Begleitung, ob Elektro-LKW mit Oberleitungen eine Alternative zu herkömmlichen LKW sind.

Der E-Highway zwischen Lübeck und Reinfeld ist einer von drei Modellversuchen bundesweit. Eine weitere Strecke befindet sich in Hessen, eine dritte ist in Baden-Württemberg geplant. Das Bundesumweltministerium steckt insgesamt rund 50 Millionen Euro in die Tests. Wenn das Konzept praxistauglich ist, könnten in Deutschland insgesamt 1.000 Kilometer Straße solche Oberleitungen bekommen. Die A 1 als Teststrecke ist nicht zufällig gewählt: Zwischen Lübeck und Reinfeld sind jeden Tag 60.000 Kraftfahrzeuge unterwegs, darunter 9.000 Schwerlastwagen.

Quellen / Weiterlesen

E-Highway auf A1: Testbetrieb erneut verschoben | NDR
Start verzögert sich weiter: Am E-Highway muss nachgebessert werden | LN online
Wird der Elektro-Highway zum Flop? A1-Test wird weiter verschoben | Hamburger Morgenpost
Bildquelle: © Scania

Ajaz Shah
Ajaz Shah ist seit 2010 im Bereich der erneuerbaren Energien in der Projektfinanzierung und dem Projekmanagement für verschiedene Unternehmen tätig. Er arbeitete an Solar- und Windprojekten mit einer Gesamtkapazität von mehr als 50 MW in Deutschland, Spanien, Italien, Großbritannien, Tschechien und Frankreich mit. Daneben ist er freiberuflich im Online Marketing tätig. Ajaz hat zusammen mit Stephan Hiller energyload.eu im Oktober 2013 initiiert.

14 KOMMENTARE

  1. Wenn man sich mit Ingenieuren der großen Firmen unterhält und sie den Mut haben, frei zu sprechen, dann kommt da durchaus die Aussage, „wir sind absolut nicht einverstanden mit dem, was sich da als Zukunft entwickelt“! Gemeint ist die „Elektromobilität“ auf all den bislang angebotenen Lösungsansätzen, also Batterie, H²- mit oder ohne Brennstoffzelle oder wie hier die teure spezielle Oberleitungsstrecke für spezielle LKW! Als wenn die Produktion dieser diktierten Lösungen versteckt doch auch ungeheure Energiemengen verbrauchen, zu denen diese technischen Anlagen erst nach vielen, sehr vielen Jahren einen Gewinn generieren!
    Wenn H²O in einen Brennraum eingespritzt dort auch in Sekundenbruchteilen in HHO zerfallen kann, also Wassergas, dort dann verbrennt und somit nur H²O wieder entsteht – ja, dann sind doch wohl alle energiefressenden Umwege Nonsens! H²O zerfällt in HHO oberhalb > 2000° C augenblicklich ohne viel Energieeinsatz – und ein Laser kann doch wohl weniger als einen Tropfen mit einem zentralen Plasma in genau diese Situation mit wenigen Watt versetzen – oder?
    Zudem ist seit 1991 die mit viel Idealismus getragene Windsparte zu einer reinen Arbeitsbeschaffungsmaßnahme gemacht worden und man nutzte sie, um den Strompreis massiv nach oben zu schrauben – also, um den Bürger melken zu können! D hat die höchsten Strompreise. Das hat nichts mit Umweltschutz zu tun, es ist nur Geschäft! Ich sagte 1991 in Husum zur Gründung des IWW, Vorläufer des BWE, „Wenn wir zuviel Strom machen, dann machen wir Wasserstoff“! Damals eine von mir nicht zu ende gedachte aber immerhin positive Vision. Dazu ist man nach fast 30 Jahren im Heute immer noch nicht fähig…. Große Windparks generieren mit Infraschall verkrüppelte Tiere – ob das auch auf Menschen gleichermaßen einwirkt?
    Außerdem ist CO² das Wachstumsgas, kein klimarelevantes Treibhausgas (s. klimaueberraschung.de von Dr. Hartmut Bachmann, der 1986 in Florida mit dabei war, als dieser Schwindel, neuartige Ablaßhandel, erfunden wurde):
    Ja, und dann gibt es LENR. Einige Gramm Nickelpulver in Wallung gebracht, liefern für mehr als ein halbes Jahr 10 bis 25 KW Dampf womit man das Haus heizen kann oder gar eine Dampfmaschine zur Erzeugung von Strom sich drehen läßt. Wenn diese wenigen Gramm ihre Arbeit verrichtet haben, kann man dort ein physikalisch angehobenes Ni vorfinden bzw. gar einige Kügelchen Cu! Low Energy Nuclear Reaction – LENR; und kein Mensch spricht darüber??? !! So gibt es noch diverse andere einfache Lösungen! Aufwachen, google`n ist angesagt…., allerdings Spinnereien von Realitäten unterscheiden können…., viel Spaß, ein reales Aufwachen!

  2. Auweh, wieder ein Klimaleugner. Dass es die überhaupt noch gibt…

    Naja, mit Gänsen ist schlecht über Weihnachten zu reden. Klar ärgert es die Adepten der gestrigen Technologie, wenn das Bessere sie ablöst. Das war bei den Dampfmaschinen nicht anders. Und bei den Pferdefuhrwerken.

    Akkus werden auch nicht diktiert, sondern sind aktuell bei Weitem die energie- und umweltgünstigste Art, über sauberen Strom Pkws anzutreiben. Das Bessere setzt sich eben durch.

    Deine Einlassungen zu Wasser im Brennraum sind Nonsens. Du glaubst anscheinend noch an ein Perpetuum Mobile.

    Wasserstoff ist irgendwann vielleicht mal eine Option für überschüssige saubere Energie. Das dauert aber noch.

    Die Lügen vom Infraschall von Windrädern fallen bei Klimaleugnern wie Dir natürlich auf fruchtbaren Boden.

    Dass Du dann noch mit Kalter Fusion kommst, rundet nur das Bild ab. Was kommt noch? „Freie Energie“? Erdstrahlen? Heinzelmännchen?

    Bleib ruhig in Deiner Blase. Die Realität schert sich nicht darum.

  3. Ja, ja, all diese „Mitbürger“, die „ein‘ Stein“ im Kopf haben. Apropos, der Einstein hat ein halbes Jahr nach dem Aufsatz des jungen Physikers Hasenöhrl in den Physikalischen Blättern von 1903 mit Hilfe seiner Frau – er war dazu nicht in der Lage, die mathematisch-physikalischen Erörterungen zu verstehen – dann auf seine Art als seine „Wissenschaft“ angeprangert. 1906 übernahm Hasenöhrl, mit 34 Jahren die Physik in Wien. Alle Großen, also Schrödinger etc. hörten bei ihm. 1906 traf ihn ein Granatsplitter, tot. Damit war der Weg frei für einen Einstein. Und, daß Einstein mit seinem Rummel die Physik ausgebremst hat, sollte sich im Heute rumgesprochen haben, aber Einige kapieren es nie, Andere noch viel später. Prof. Dr. Hasenöhrl diskutierte seinerzeit, 1903, mit weiteren 6 jungen Idealisten derart physikalische Themen, eigentlich rein spielerisch. Ein Johansen aus Holland wies ihn damals unter anderem darauf hin, daß er in einer seiner Ableitungen, nicht veröffentlicht, einen Fehler habe, der zwar im Endergebnis nicht sichtbar, aber doch bereinigt sein müsse…. Einstein hatte also mit Hilfe seiner Frau, er ließ sich später von ihr scheiden, da sie an einen Rollstuhl gefesselt war – er der große Einstein – , nur abgeschrieben, man nennt so etwas Plagiat.
    Das gehört hier zwar nicht her, schien mir aber notwendig, daß ewig Gestrige auch einmal darauf hin gewiesen werden.
    Wasser brennt, wenn man es auf anderen Wegen dann doch zur schnellen Dissoziation mit sehr wenig Energieaufwand bringen kann.

  4. Willkommen in der Anderswelt 😆

    Wasser verbrennen, DIE Lachplatte. Das war nach der Kalten Fusion der nächste Kracher. YMMD!

  5. H²O zerfällt bei ca.> 2000° zu HHO ohne viel Energiezufuhr und hier mit einem Plasma durch einen Laser; einige Watt genügen – für die geringe Menge H²O im Zylinder. „Wissen oder nicht“ heißt hier die Frage!
    Wasser hat deutlich mehr Aggregatzustände als Eis, flüssig oder Dampf! Auch das sollte man wissen, bevor man dumme Sprüche los lässt! Wenn Wissen fehlt kommt bei einigen Menschen schnell Profilierungssucht…..

  6. Wo ist Hentinger, wenn man ihn braucht, damit er die „Wasser brennt“ Geschichte mal vernünftig aufarbeiten und zerstören kann 😉

    @Horn: Haben Sie denn auch eine Quelle, wo der „Wasser brennt“ Versuch erfolgreich durchgeführt und wurde und nachgewiesen werden konnte, dass hierbei mehr Energie frei wird, als vorher hineingesteckt wurde? Denn genau das ist leider nach dem 1. Hauptsatz der Thermodynamik nicht möglich. Sie scheinen da also leider einem Quacksalber/Betrüger aufgesessen zu sein.

    p.s.
    Bei der Idee mit dem Nickel gilt leider genau das gleiche.

  7. Zu LENR:
    Im Netz, und ich verweise aus wohl überlegtem Grund auf das Netz, werden Sie genügend Hinweise auf Patente, Youtube Dokus wie Abhandlungen stoßen, wenn Sie mit einigem Zeitaufwand sich kundig machen wollen. Soviel dazu, wir wissen, daß es geht!
    Machen Sie sich schlau z. B. bei:
    http://www.coldreaction.net
    Zum H²O:
    Schauen Sie bei http://www.klaar.at rein. Herr Dr. Klaar hat ein Patent angemeldet, mit dem die Verfahrensweise aufgezeigt wird. Da dazu mehr Beschäftigung zum Thema Wasser gehört, als normal gelehrt wie gewusst, muß ich Sie darauf verweisen. Dort wird das Zerfallen von H²O in HHO ebenfalls beschrieben. Natürlich, wenn Sie auf herkömmliche Weise die Elektrolyse, also die Dissoziation, betreiben wollen, dann ist Ihre Kritik wie Neugierde voll berechtigt.
    Aber auch wir mußten viel Zeit investieren, um zu dem faszinierenden Thema weiter zu kommen. Im Netz wird sehr viel dazu verbreitet, Fehlerhaftes, Fakes wie ernst zu nehmendes. Ich werde z. Zt. nicht den Fehler machen, hier genaue Anweisungen zu geben – Sie mögen dazu über diese Äußerung herfallen, wie Sie wollen. Da das ist nicht gewollt ist und wer sich damit beschäftigt nicht unbedingt mehr lange frei lebt, usw……
    Gruß Horn
    PS: Mit Pöbeleien werden die Pöbler wohl nie eine positive Veränderung zur Sache Umweltschutz wie zu sich selber erfahren, da gehört dann schon das Tätigwerden dazu! Nur so wird die Welt friedlich veränderbar sein!

  8. Natürlich soll die Welt friedlich verändert werden!

    Aber man wird FakeNews und Perpetuum Mobile noch das nennen dürfen, was sie sind: Hirngespinste.

    Und wer gerne die Hauptsätze der Thermodynamik ignorieren möchte, der darf das gerne tun. Dann muss er sich aber auch der Kritik und der Lächerlichkeit aussetzen. Auch das ist ein Teil unserer freien Welt.

  9. Danke für die weiteren Infos, aber eine Patentanmeldung ist leider noch lange kein Nachweis. Man kann im Prinzip alles zum Patent anmelden. Und beim Lesen der kleinen Schrift von Herrn Klaar wird auch sehr schnell deutlich auf welchem wissenschaftlichen Niveau sich das ganze bewegt. Nämlich seeeehhhhr tief, nur knapp über Chemtrails.

    Im Prinzip möchte er ein Perpetuum Mobile betreiben, denn er spaltet Wasser, gewinnt daraus Energie und am Ende bekommt er wieder Wasser. Das Start- und Endprodukt ist also das selbe und es entsteht zwischendurch einfach so Energie aus dem nichts. Woher kommt diese denn? Schon einmal darüber nachgedacht?

    Ich muss Ihnen leider sagen, dass dieses Patent von Herrn Klaar niemals funktionieren wird. Aber das haben Sie sicher schon oft gehört. Sie können sich ja auch mal fragen, warum Herr Klaar das ganze noch nie demonstriert hat. Stattdessen macht er es sich auf einer Thailändischen Insel mit seiner Frau am Strand gemütlich, der eifrige Wissenschaftler.

    Im Übrigen wäre es auch sehr spannend zu erfahren, in welcher Disziplin Herr Klaar seinen angeblichen Doktortitel errungen hat. Höchstwahrscheinlich nicht in Naturwissenschaften und mit Sicherheit nicht in Physik oder Chemie. Ich tippe auf Philosophie. Und so jemandem trauen Sie zu die physikalische Weltrevolution entdeckt zu haben, da er schlauer ist als tausende Wissenschaftler an Universitäten weltweit? Mutig 😉

  10. Ich habe Quellen benannt. Die kannst Du mein „guter “ alex1 noch nicht studiert haben – mal wieder eine schnelle Antwort und nichts mehr. Die Hauptsätze sind mir sehr wohl bekannt. Doch gibt es physikalische Sonderformen z. Bsp. des Wassers, die bewusst nicht weiter gelehrt werden. Denn dann könnten die Menschen ja aufwachen….
    Hier noch ein Bsp:
    Google mal „Earth Engine Magnetmotor“ von Dennis Danzig USA.
    Und bei GFE im Raum Nürnberg fand am 28.9. ein Treffen statt bei dem ein BHKW mit 20% Pflanzenöl und 80% H²O betrieben und vermessen wurde,
    usw., usw.

  11. Ach, immer wieder herrlich diese Wundermaschinen a la „Earth Engine“ (by the way, gut gewählter Name aus Marketing Sicht). Ich glaube sie werden seit Hunderten von Jahren „erfunden“, auf alle erdenkliche Art und Weise (Magnete waren immer sehr beliebt, weil so schön mystisch). Nur funktionieren diese Maschinen nie so wie angeblich beschrieben. Niemals konnte eine solche Maschine unabhängig vom Erfinder beweisen, dass sie auch tatsächlich läuft. Der Erfinder steht nämlich immer daneben 😉 Und der Kern der glorreichen Wundermaschinen ist immer streng geheim, denn sonst würden ja böse Leute oder die böse Industrie sie kopieren. Na klar ^^

    Es gibt aber eine interessante Gemeinsamkeit aller dieser Wundermaschinen: Die Erfinder wollen alle Geld haben, sei es von Investoren, von schaulustigen Zuschauern oder sonst wem. Und hier liegt auch die wahre Motivation der angeblichen Erfinder: Einfach nur Geld. Und genauso ist es auch bei Dennis Danzik und seiner „Earth Engine“.

    Ach und noch eine zweite interessante Gemeinsamkeit besteht zwischen den vielen Erfindern der Wundermaschinen. Sie werden über kurz oder lang des Betrugs überführt oder sogar gerichtlich verurteilt. Auch hierbei hat Dennis Danzik ja schon Erfahrung gemacht 😉

    Aber solange es immer wieder Leute gibt, die daran glauben, wird das Spiel noch tausende von Jahren so weiter gehen.

  12. Ooops … da hatten wir uns vertan 🙂
    Wir haben natürlich Reinfeld gemeint und das geändert.
    Sorry

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