Das neue Förderprogramm für Solarspeicher

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foerderprogramm-solarbatterienUm die starken Schwankungen bei der Einspeisung von Strom aus erneuerbaren Energiequellen auszugleichen, sind Stromspeicher notwendig. Wie Wirtschaftsminister Gabriel bereits Ende 2015 angekündigt hatte, wird das Förderprogramm für Solarspeicher fortgesetzt, das zum Jahresende ausgelaufen war. Ursprünglich hatte Gabriel die Stromspeicherförderung nicht verlängern wollen, da er die Ziele des Solarspeicher-Programms für erreicht hielt, hatte sich vom Haushaltsausschuss des Bundestages jedoch umstimmen lassen.

Seit dem 1. März 2016 wird das Programm zur Speicherförderung nun fortgesetzt. Bis 2018 stehen insgesamt 30 Millionen Euro zur Verfügung, mit denen Investitionen in Batteriespeicher gefördert werden sollen, die in Verbindung mit einer Photovoltaikanlage installiert und an das Stromnetz angeschlossen werden. Die Mittel der KfW-Speicherförderung für 2016 wurden allerdings bereits ausgeschöpft und Neuanträge werden erst ab Januar 2017 wieder entgegengenommen.

Neuauflage des Förderprogrammes soll die Kostenreduktionen bei Stromspeichern stärker abbilden

Das Bundeswirtschaftsministerium hat das Programm neu ausgerichtet und will nun nach eigener Aussage die Systemdienlichkeit stärken und die Kostenreduktionen bei den Speichersystemen stärker berücksichtigen. Zukünftig dürfen geförderte PV-Anlagen nur noch die Hälfte der Spitzenleistung ins Netz einspeisen. Der Rest des erzeugten Stroms muss zwischengespeichert werden. Damit sollen die Netze entlastet und höhere Standards bei den Speichern erreicht werden.

Die Förderung erfolgt über die Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW) mit Tilgungszuschüssen für Kredite und wird an die sinkenden Kosten der Speichersysteme angepasst. Im Rahmen des beendeten Programms zur Speicherförderung hatte die KfW etwa 19.000 Zusagen erteilt und insgesamt 60 Millionen Euro an Fördermitteln ausgeschüttet. Damit wurden Investitionen von ca. 450 Millionen Euro realisiert.

Das Wirtschaftsministerium will die Entwicklung bei den Speichersystemen weiterhin beobachten. Das von der RWTH Aachen durchgeführte Speicher-Monitoring wird über die Laufzeit des neuen Programms hinaus fortgeführt.

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Kritik am neuen Förderprogramm für Solarbatterien

Kaum wurden Details des neuen Programms zur Förderung von Solarspeichern veröffentlicht, gibt es auch schon erste Kritik. EuPD Research stellt fest, dass das Programm zur Förderung von Solarbatterien am Markt vorbei gehe und dass sowohl Fördervolumen als auch Förderhöhe nicht für eine signifikante Marktunterstützung geeignet sei.

Quelle: PV-Batteriespeicherförderung startet am 1. März – BMWi
Bildquelle: © H.D.Volz / pixelio – www.pixelio.de

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Stephan Hiller
Stephan Hiller ist Betriebswirt (Studium an der Fachhochschule für Wirtschaft Berlin und in Cambridge, UK) mit umfangreicher Geschäftsführungs- und Start-Up Erfahrung. Er hat sich erfolgreich darauf spezialisiert, den Finanzbereich und das Controlling junger Unternehmen operativ zu betreuen und Start-Ups strategisch sowie in den Bereichen Marketing, Vertrieb und Finanzen zu beraten. Er verfügt über umfassende kaufmännische Erfahrungen, die er durch mehrjährige Berufstätigkeit für internationale Unternehmen im In- und Ausland aufgebaut hat. Hierunter waren u.a. Unternehmen aus dem Maschinen- und Anlagenbau, aus der Automobilindustrie, Solarmodulhersteller und Projektentwickler aus dem Bereich erneuerbare Energien. Weiterhin hat er mehrere Unternehmensgründungen im Bereich erneuerbare Energien initiiert und erfolgreich mit aufgebaut. Stephan hat zusammen mit Ajaz Shah energyload.eu im Oktober 2013 gegründet.

1 KOMMENTAR

  1. Kann mir mal jemand erklären, warum es bei „Inselanlagen“ keine Förderungen gibt? Sie entlasten genauso die Netze. Der Unterschied liegt doch nur darin, das die Energieversorger nicht mehr davon profitieren. Es ist halt so, wie bei jeder Förderung. Es gibt 1000 Förderprogramme, aber 10.000 Steine die einen in den Weg gelegt werden.

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