Renault Zoe: Bilder, Preis, Reichweite und Tests

1

renault-zoe-ausstattungDer Renault ZOE ist ein elektrischer Kleinwagen, der in Deutschland seit Juni 2013 ausgeliefert wird. Der kompakte Fünftürer war im Jahr 2015 sowohl in Europa als auch in Deutschland das meistverkaufte Elektroauto. Auch im ersten Halbjahr 2016 hielt der Zoe den Rekord als das meistzugelassene Elektroauto auf dem deutschen Markt. Dafür sorgt nicht zuletzt der relativ niedrige Anschaffungspreis für den Stromer, den Renault bereits vor der Einführung der Kaufprämie für Elektroautos in Deutschland mit 5.000 Euro Rabatt verkaufte. Derzeit kostet der Zoe nach Abzug der Kaufprämie nur 16.500 Euro, hinzu kommt allerdings noch die monatliche Batteriemiete.

Den Renault Zoe gibt es in den drei Modellvarianten Renault Zoe Life , Renault Zoe Intens und Renault Zoe Zen.

Technische Daten, Akku, Ladezeit vom Renault Zoe

Der Zoe verfügt über einen Frontantrieb mit Drehstrom-Synchronmotor. In der ersten Generation stammte die Antriebstechnik noch vom Zulieferer Continental. Seit Frühjahr 2015 ist eine überarbeitete Version des Zoe erhältlich, bei der Renault den Antrieb selbst entwickelt hat. Er verbraucht dank der Umstellung von Wasser- auf Luftkühlung weniger Platz, dabei beträgt die Motorleistung unverändert 65 kW (88 PS). Bei einem Drehmoment von 220 Nm dauert der Spurt auf 50 km/h nur 3,7 Sekunden, die Marke von 100 km/h wird nach 13,5 Sekunden erreicht. Die Höchstgeschwindigkeit ist elektronisch auf 135 Stundenkilometer begrenzt.

renault-zoe-testAußerdem verspricht eine neue Ladeelektronik eine kürzere Ladedauer. Während die erste Generation des Zoe zum Unverständnis vieler Kunden nicht an der Haushaltssteckdose geladen werden konnte, hat Renault im letzten Frühjahr nachgeliefert. An der Steckdose kann der Lithium-Ionen-Akku, der eine Kapazität von 22 Kilowattstunden hat, nun in 14,5 Stunden wieder aufgeladen werden. An der Wallbox in der heimischen Garage dauert es 6 bis 9 Stunden (einphasig mit 230V und 3,7 kW) oder 2 bis 3 Stunden (dreiphasig mit 400V und 11kW). Eine Wallbox ist allerdings nicht ganz günstig: Sie kostet je nach Ladegeschwindigkeit zwischen 850 und 1.700 Euro.

Ansonsten passt der Mennekes-Stecker auch an Schnell-Ladestationen, an denen die Batterie mit bis zu 22 kW in einer Stunde wieder zu 80 Prozent lädt. Renaults integrierter CHAMELEON-Charger passt sich dabei automatisch der verfügbaren Ladespannung an. Die NEFZ-Reichweite gibt der Hersteller mit 240 Kilometern an, die Praxisreichweite von bis zu 170 Kilometern soll auch bei sportlicher Fahrweise erreicht werden können. Das System zur Rückgewinnung von Brems- und Bewegungsenergie sorgt dafür, dass auch Strom in den Akku zurückfließt, wenn man den Fuß vom Gas nimmt und der Wagen ausrollt. Außerdem kann die Reichweite im ECO Modus erhöht werden, indem das Drehmoment sowie die Leistung der Klimaanlage und der Heizung reduziert werden.

Der kombinierte Verbrauch des Zoe liegt Angaben von Renault zufolge bei 13,3 Kilowattstunden auf 100 Kilometer.

renault-zoe-reichweiteDesign und Ausstattung

Mit seinen knapp über 4 Metern Länge und 1,70 Metern Breite ist der Zoe etwa so groß wie ein Polo oder Golf III, ist allerdings mit 1,56 Metern höher als diese. Die Front verrät sofort, dass es sich um ein Elektroauto handelt, das Design wirkt leicht futuristisch, aber dennoch dezent. Für eine coupéhafte Linienführung haben die Designer von Renault die hinteren Türgriffe in den Fensterrahmen integriert.

Innen wirkt der Zoe übersichtlich und funktional, auch wenn in mehreren Testberichten von recht einfach wirkenden Materialien die Rede ist. Die Bedienung des Fahrzeuges läuft größtenteils über den 7-Zoll-Touchscreen mit dem Multimediasystem R-Link, auf dem neben der Navigation viele Infografiken Informationen über die Restreichweite oder den Energieverbrauch des Motors anzeigen. Auch Telefon und Audioanlage werden über den Touchscreen angesprochen.

Das Kofferraumvolumen ist mit 338 Litern angenehm, da der Akku im Unterboden verbaut wird. Auch sonst ist innen recht viel Platz und es gibt reichlich Ablagen. Mit umgeklappter Rückbank beträgt der Stauraum 1.225 Liter. Eine Schwäche des Zoe: Die Rückbank lässt sich nur im Ganzen umklappen. Insgesamt können 440 Kilogramm zugeladen werden.

renault-zoe-preisFahrverhalten im Test Zoe

Elektroautos sind wegen des Batteriegewichtes schwerer als Autos mit Verbrennungsmotoren (der Zoe wiegt 1,5 Tonnen), doch dafür liegt der Schwerpunkt niedrig. Das lässt ihn sicher um die Kurven ziehen und hält Wankbewegungen in Grenzen, heißt es in verschiedenen Testberichten. Der Fahrkomfort ist dank einer leichtgängigen Lenkung und einer guten Federung hoch. Und auch die Beschleunigung reicht aus, um stärkere Verbrenner an der Ampel auf den ersten Metern links liegen zu lassen, da das Drehmoment aus dem Stand sofort zur Verfügung steht. Die Praxisreichweite liegt im Test wie zu erwarten unter den 240 theoretischen Kilometern. Doch die Erfahrungen decken sich recht gut mit den von Renault angegeben Praxiswerten von 115 bis 170 Kilometern. Unter idealen Bedingungen schafft der Zoe sogar mehr.

>> Energyload-Newsletter abonnieren und exklusive Rabatte sichern <<

Preise Renault Zoe

Der Renault Zoe ist derzeit in den Ausstattungsvarianten Life, Intens und Zen erhältlich.

renault-zoe-ladenIn der Basisversion Renault Zoe Life beträgt der Anschaffungspreis 21.500 Euro. Hinzu kommt die monatliche Batteriemiete, die abhängig von der Laufleistung und der Vertragsdauer (zwischen 12 und 48 Monaten) zwischen 49 und 162 Euro pro Monat beträgt. Die Laufleistungen sind zwischen 5.000 und 30.000 Kilometern jährlich gestaffelt. Der Vorteil der Batteriemiete für Käufer liegt darin, dass sie sich keine Sorgen um die Lebensdauer oder den Leistungsverlust der Batterie machen müssen. Während der Mietzeit bekommt man kostenlos Ersatz, sobald die Ladekapazität unter 75 Prozent fällt. Im Mietzins inbegriffen ist auch der Pannendienst Z.E. Assistance. Sollte man im Zoe mit leerem Akku liegenbleiben, wird man in einem Radius von 80 Kilometern zur nächsten Ladestation abgeschleppt.

Der Renault Zoe Life ist serienmäßig mit den Sicherheitsfeatures ABS und Bremsassistent, ESP mit Antriebsschlupfregelung (ASR) und Untersteuerungskontrolle (USC), Front-, Seiten- und Antisubmarining-Airbags, LED-Tagfahrlicht, dem Geräuschsimulator Z.E. Voice zur Warnung von Radfahrern und Passaten sowie Reifendruckkontrolle ausgestattet. Auch elektrisch einstell- und beheizbare Außenspiegel und eine Berganfahrhilfe gehören zur Ausstattung.

Die Varianten Zoe Intens und Zoe Zen kosten jeweils 23.300 Euro zzgl. Batteriemiete und verfügen zusätzlich zum Beispiel über eine Einparkhilfe, Licht- und Regensensor und beim Soundsystem über zusätzliche Lautsprecher. Die beiden Varianten unterscheiden sich durch die Sitzfarbe und durch das sogenannte Take-Care-Paket beim Zen, das die Innenraumluft reinigen und parfümieren soll. Dafür fehlt dem Zen die beim Intens serienmäßig enthaltene Rückfahrkamera, diese kostet nochmals 300 Euro mehr.

Für alle Varianten sind verschiedene Sonderlackierungen und Räder teilweise gegen Aufpreis bestellbar.

renault-zoe-bilderFörderfähigkeit Renault Zoe

Käufer erhalten derzeit insgesamt 5.000 Euro Bonus beim Kauf eines Zoe. 2.000 Euro kommen aus der staatlichen Kaufprämie für Elektroautos, 3.000 Euro (und damit 1.000 Euro mehr als andere Hersteller) legt Renault obendrauf. Damit kostet der Wagen nur noch 16.500 Euro.

Bilderquelle: © Renault Group

Mehr aktuelle Meldungen zu:


Wir bleiben an dem Thema dran und werden Sie aktuell informieren. Tragen Sie sich hierzu in unseren Newsletter ein

Ihre Meinung zum Thema? Diskutieren Sie mit uns und anderen Lesern in den Kommentaren.

TEILEN
Vorheriger ArtikelGrüne Geldanlagen weiter auf dem Vormarsch
Nächster ArtikelChinesisches Unternehmen stellt erste Solar-Autos vor
Stephan Hiller
Stephan Hiller ist erfahrener Betriebswirt (Studium an der Fachhochschule für Wirtschaft Berlin und in Cambridge, UK) mit umfangreicher Geschäftsführungs- und Start-Up Erfahrung. Er hat sich erfolgreich darauf spezialisiert, den Finanzbereich und das Controlling junger Unternehmen operativ zu betreuen und Start-Ups strategisch sowie in den Bereichen Marketing, Vertrieb und Finanzen zu beraten. Er verfügt über umfassende kaufmännische Erfahrungen, die er durch mehrjährige Berufstätigkeit für internationale Unternehmen im In- und Ausland aufgebaut hat. Hierunter waren u.a. Unternehmen aus dem Maschinen- und Anlagenbau, aus der Automobilindustrie, Solarmodulhersteller und Projektentwickler aus dem Bereich erneuerbare Energien. Weiterhin hat er mehrere Unternehmensgründungen im Bereich erneuerbare Energien initiiert und erfolgreich mit aufgebaut. Stephan hat zusammen mit Ajaz Shah energyload.eu im Oktober 2013 gegründet.

1 KOMMENTAR

  1. Kann ich nur bestätigen. Kleine Korrekturen:

    – Die Zoe konnte man von Anfang an an der Steckdose laden. Brauchte nur den entsprechenden Adapter,
    – Es heißt DIE Zoe :D, ist ja ein Mädchenname…

    Zusatz: Kein eAuto kann an mehr Zapfsäulen in Deutschland „tanken“ als die Zoe. Zur Zeit sind es schon über 6.000, die die Zoe nutzen kann, die Konkurrenten (außer Tesla) kommen grad mal auf ein paar hundert. Oder können an der großen Mehrzahl der Säulen nicht mit 22 oder 11, sondern nur mit 6 kW laden. Das freut mich nicht, das ist echt schade.

    Mit keinem anderen eAuto (außer Tesla…) hätte ich die knapp 50.000 in nicht einmal 2,5 Jahren schaffen können 😀

HINTERLASSEN SIE EINE ANTWORT

Please enter your comment!
Please enter your name here