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Batteriehersteller Tesvolt baut in Sachsen-Anhalt eine Batteriefabrik für Lithium-Ionen-Speicher, die „erste Gigafactory Europas“. In der neuen Fabrik in Wittenberg will Tesvolt jedes Jahr Batterien mit einer Gesamtkapazität von über einer Gigawattstunde produzieren. Die Fertigung erfolgt CO2-neutral, da der Standort komplett mit Solarenergie versorgt wird.

Tesvolt baut die Batteriefabrik ohne Fördermittel

Anders als Tesla in der „originalen“ Gigafactory in Nevada stellt Tesvolt keine Batterien für Elektroautos her, sondern Stromspeicher für Gewerbe und Industrie. Die Millioneninvestition in die neue Fabrik realisiert Tesvolt ohne Fördermittel, nur die Fertigungslinien sind zu rund zehn Prozent von der EU gefördert, erklärte der Hersteller. Wie hoch die Investition genau ist, teilte Tesvolt nicht mit.

Zahl der Mitarbeiter in Wittenberg verdoppelt sich

Die gesamte Nutzfläche der neuen, halbautomatisierten Fertigung beträgt 20.000 m², der erste Bauabschnitt mit 12.000 m² Nutzfläche wird im Juni fertig. Wenn die Bauarbeiten beendet sind, sollen am Standort Wittenberg bis zu 120 Mitarbeiter arbeiten. Aktuell gibt es dort 60 Angestellte.

„Der Weltmarkt für stationäre Energiespeicher hat bereits eine Gesamtkapazität von 16 GWh erreicht. Die Menschen in Europa wollen keine rauchenden Kohlekraftwerke und Dieselskandale mehr, sie wünschen sich eine Zukunft ohne Umweltkatastrophen“, sagt Daniel Hannemann, einer der beiden Gründer von Tesvolt. „Mit der Gigafactory wollen wir dazu beitragen, indem wir bezahlbare, saubere Energie überall auf der Welt ermöglichen.“

Fertigung mit Ökostrom

Die Batteriespeicher produziert Tesvolt in Wittenberg CO2-neutral, ganz nach dem Vorbild von Teslas Gigafactory 1. Der Strom für die Fertigung, das Lager und die Büroräume stammt aus einer Photovoltaikanlage mit 200 kWp Leistung. Überschüssiger Strom fließt in werkseigene Speicher von Tesvolt mit 350 kWh Kapazität. Die Heizung wird ebenfalls mit Solarstrom versorgt. Dabei setzt Tesvolt eine Hochtemperatur-Wärmepumpentechnik mit einem ausschließlich natürlichen Kältemittel ein.

Europa braucht mehr Batteriefabriken

Eigentlich wollte auch Tesla längst den Standort für eine neue Gigafactory in Europa bekanntgeben, in der der Autobauer Batterien für Elektroautos und seinen Heimspeicher Powerwall herstellen will. Auch Deutschland ist dabei als Standort im Rennen. Die EU treibt das Thema Batteriefabriken ebenfalls voran. Sie plant eine europäische Batterie-Allianz und vergibt Fördermittel in Milliardenhöhe. Unter denjenigen, die in Europa Batteriezellen für Elektroautos herstellen wollen, ist auch das schwedische Start-up Northvolt. Nägel mit Köpfen macht unterdessen die Konkurrenz aus Asien: Der chinesische Hersteller CATL errichtet dieses Jahr in Thüringen eine der größten Batteriezellen-Fabriken in Europa.

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Quellen / Weiterlesen

Erste Gigafactory für Batteriespeicher in Europa | Tesvolt
Speicherhersteller Tesvolt baut Großfabrik in Sachsen-Anhalt | energate messenger
Tesvolt baut Gigawatt-Fabrik für seine Batteriespeicher in Wittenberg | pv magazine
Bildquelle: © TESVOLT GmbH

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1 KOMMENTAR

  1. Was hat diese Fabrik mit Teslas Gigafactory zu tun?
    Tesvolt baut gar keine Batteriezellen. Fertige batterien bauen viele Hersteller, auch in größerer Kapazität.
    Es geht um die Zellen!!! Und da hilft die Tesvoltfabrik nicht weiter. Im gegenteil.

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