Das Münchner Unternehmen Voltstorage erhält im Rahmen einer neuen Finanzierungsrunde 24 Millionen Euro von Cummins. Voltstorage entwickelt Redox-Flow-Speicher auf Basis der Iron-Salt-Technologie, die besonders für Wind- und Solarparks geeignet sind. Das Unternehmen will nun die Kommerzialisierung vorantreiben.

Großspeicher für Landwirtschaft und Gewerbe

Voltstorage stellt bereits stationäre Speicher auf Basis der Vanadium-Redox-Flow-Technologie her, die für Landwirtschaft und Gewerbe ausgelegt sind. Sie enthalten weder seltene Materialien noch Konfliktrohstoffe, sind vollständig recycelbar, nicht brennbar und lassen sich beliebig oft laden und entladen.

Ergänzend entwickelt das Unternehmen langlebige Iron-Salt-Batterien. Diese sind laut Voltstorage besonders günstig und eignen sich aufgrund ihrer Eigenschaften in hohem Maße für die Sicherstellung der Grundlastfähigkeit von Wind- und Solarparks.

Erfolgreiche Serie-C-Finanzierung

In der Vergangenheit haben bereits Kapitalgeber wie Korys, EIT InnoEnergy, Bayern Kapital, SOSV, Energie 360° sowie Business Angels rund um Matthias Willenbacher in Voltstorage investiert. In der neusten Finanzierungsrunde beteiligte sich auch das Energietechnik-Unternehmen Cummins am Wachstumsplan von Voltstorage.

Die 24 Millionen Euro wollen die Münchener für den weiteren Auf- und Ausbau ihrer Geschäftstätigkeit nutzen. Konkret fließt das Geld in die Entwicklung größer dimensionierter Redox-Flow-Speichersysteme. Außerdem will Voltstorage die Arbeit an den Iron-Salt-Batterien intensivieren und die Produktentwicklung vorantreiben. Das Team von Voltstorage soll dafür deutlich wachsen.

„Mit Cummins Inc. gewinnt Voltstorage einen langfristig orientierten Investor mit einem tiefen Verständnis für unsere Produkte, den Markt und die Unternehmensstrategie. Mit dieser zukunftsgerichteten Investition werden wir die Produkt- und Unternehmensentwicklung von Voltstorage mit noch mehr Nachdruck verfolgen können“, erklärt Voltstorage CEO Jakob Bitner.

So funktioniert die Iron-Salt-Batterie

Die Iron-Salt-Batterie nutzt das Redox-Flow-Batteriesystem. Dieses besteht aus zwei Batteriehalbzellen, die durch eine Membran voneinander getrennt sind. In separaten Kreisläufen wird eine Elektrolytflüssigkeit durch die Zellen gepumpt, die auf Eisenchlorid basiert.

Ist die Batterie ungeladen, ist die Oxidationsstufe in beiden Zellen gleich. Beim Laden erfolgt in einer Halbzelle die Reduktion und in der anderen die Oxidation des Elektrolyten und es kommt zum Transfer von Ionen und Elektronen zwischen den Zellen.

Auf diese Weise wird Energie im Elektrolyt gespeichert. In der negativ geladenen Halbzelle löst sich dabei das Eisen aus dem Elektrolyt und lagert sich an der Elektrode an. Je mehr Eisen dort gebunden werden kann, desto höher ist die Kapazität der Batterie. Beim Entladen löst sich das Eisen wieder vollständig im Elektrolyt.

Eisen ist sehr gut verfügbar, weshalb die Iron-Salt-Speicher besonders nachhaltig sind. Sie sind nicht entflammbar, da der Elektrolyt vollständig aus nicht brennbaren Materialien besteht. Wie bei allen Redox-Flow-Batterien lässt sich die Leistung von der Kapazität entkoppeln, denn beides ist je nach Bedarf skalierbar. Zudem sind die Iron-Salt-Speicher besonders temperaturunempfindlich und können auch in anspruchsvollen klimatischen Bedingungen betrieben werden.

Quellen / Weiterlesen

Energiespeicher für die Energiewende: Voltstorage erhält Finanzierung in Höhe von 24 Mio. Euro | Voltstorage
Iron-Salt-Technologie | Voltstorage
24 Millionen Euro für Redox-Flow-Technologien von Voltstorage | Solarserver
Bildquelle: © Voltstorage

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