linkedin

BMW setzt beim Rennen um mehr Reichweite für Elektroautos auf eine neue Zusammensetzung von Batteriematerialien. Zusammen mit Sila Nanotechnologies will BMW bis 2023 eine Batterie auf Basis von Silizium entwickeln, die 10 bis 15 Prozent mehr Energie speichern kann. Langfristig könnte die Energiedichte mit den neuen Materialien sogar um 40 Prozent steigen.

Sila hat das größte Problem mit Silizium als Anodenmaterial gelöst

Sila Nanotechnologies ist ein Entwickler und Hersteller von Batteriematerialien aus Kalifornien, der schon länger mit Silizium als Anodenmaterial arbeitet. Die bisher eingesetzte Zellchemie aus Graphitanoden und Lithium-Metalloxid-Kathoden stoße allerdings an ihre Grenzen, heißt es bei Sila. Deshalb brauche es eine neue Zusammensetzung, die mit herkömmlichen Fertigungsprozessen wirtschaftlich sei. Siliziumanoden können zwar deutlich mehr Lithium einlagern als Graphit. Doch die aufgenommenen Ionen zerstören die Kristallstruktur und führen zur Ausdehnung der Elektrode und zu großen mechanischen Spannungen.

Für dieses bekannte Problem hat Sila nach eigener Aussage eine Lösung gefunden. Die Materialien funktionierten bereits heute und sorgten für eine hohe Lebensdauer, ein sehr geringes Ausdehnen und eine hohe Energiedichte, so Sila. „Wir bei Sila stellen Batteriematerialien der nächsten Generation bereit, welche die Speicherung von Energie verbessern, keine Änderung bei der Batterieherstellung erfordern und eine wirtschaftliche Massenfertigung ermöglichen“, erklärte Sila-CEO Gene Berdichevsky, der früher für Tesla gearbeitet hat.

Eine Revolution in der Batterieentwicklung?

Zusammen mit BMW will Sila die neue Zellchemie und für Elektroautos nutzbar machen. Wenn das gelingt, käme es einer kleinen Revolution gleich. Schließlich stellt neben den Anschaffungskosten für die Stromer ihre begrenzte Reichweite noch das größte Kaufhindernis dar. Eine höhere Energiedichte führt beim Elektroauto entweder zu mehr Reichweite oder senkt die Batteriekosten, weil die Batterien bei gleicher Reichweite schrumpfen. Auch im Smartphone bedeutet eine höhere Energiedichte eine längere Lebensdauer bei gleicher Größe des Gerätes.

BMW sieht jedenfalls offenbar großes Potential in der Technologie. Die ersten Produkte von Sila Nanotechnologies sollen Anfang des nächsten Jahrzehnts auf den Markt kommen. Sie sollen einen neuen Leistungsstandard für Elektrofahrzeuge setzen, kündigte Gene Berdichevsky an. Sila Nano wurde 2011 von Batterieingenieuren aus dem Silicon Valley und einem Professor für Werkstoffwissenschaften vom Georgia Institute of Technology gegründet. Zu den Investoren gehören Bessemer Venture Partners, Matrix Partners und Sutter Hill Ventures. Das Unternehmen will expandieren und seine Teams am Hauptsitz in Kalifornien und in Europa und Asien erweitern.

>>>> Energyload-Newsletter abonnieren <<<<

Quellen / Weiterlesen:
Sila Nanotechnologies arbeitet mit BMW an der Batterie-Revolution | Cleanthinking
BMW tüftelt mit Partner an neuer Lithium-Ionen-Batterie | Automobilwoche
Sila Nano gibt Partnerschaft und Werkstofftechnologie für Lithium-Ionen-Batterien der nächsten Generation bekannt | wallstreet:online
Bildquelle: Wikipedia – Von KarleHornEigenes Werk, CC BY-SA 3.0

TEILEN
linkedin

Ihre Meinung zum Thema? Diskutieren Sie mit uns und anderen Lesern in den Kommentaren.

Wir bleiben an dem Thema dran und werden Sie aktuell informieren. Tragen Sie sich hierzu in unseren Newsletter ein

>>>> Energyload-Newsletter abonnieren <<<<

1 KOMMENTAR

  1. Und es geht weiter und weiter und weiter. Die Ausreden der Verpester-Jünger werden immer weniger. Und das ist auch gut so.

HINTERLASSEN SIE EINE ANTWORT

Please enter your comment!
Please enter your name here