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Elon Musk bleibt für weitere 10 Jahre CEO bei Tesla. Das gab er jetzt bekannt und beendete damit Spekulationen, er könnte sich künftig mehr auf andere Projekte wie sein Raumfahrtunternehmen SpaceX konzentrieren wollen. Allerdings hat es sein neuer Vertrag in sich: Musk bekommt kein festes Gehalt, sondern wird in Aktien bezahlt. Allerdings nur, wenn er eine Reihe irrwitzig scheinender Zielvorgaben erfüllt – sonst geht er leer aus.

Elon Musk muss Teslas Börsenwert mehr als verzehnfachen

Tesla ist an der Börse aktuell 59 Milliarden Dollar wert. Diesen Wert soll Elon Musk nun in Schritten von je 50 Milliarden Dollar in den nächsten Jahren bis auf 650 Milliarden Dollar erhöhen. Hinzu kommen weitere Vorgaben beim Umsatz und beim operativen Gewinn. Erreicht Musk die Vorgaben, dann bekommt er bei jedem Meilenstein 1,68 Millionen Tesla-Aktien. Dies entspricht aktuell einem Prozent des Unternehmens. Viele Experten halten eine solche Wertsteigerung bei Tesla für lächerlich und unerreichbar – der Elektroautohersteller fährt nach wie vor Verluste ein und verpasst ein selbstgestecktes Ziel nach dem anderen. Manche Analysten halten das Unternehmen sogar für wertlos, doch Anleger schreckt das bisher nicht. Und auch Elon Musk zeigte sich gewohnt optimistisch, dass die neuen Vorgaben zu schaffen sind- und noch mehr als das. Er sehe bei Tesla sogar das Potential, binnen 10 Jahren eine Billion Dollar wert zu sein, sagte er.

Musk finanziert seinen Lebensunterhalt mit Krediten auf seine Tesla-Beteiligung

Man muss es ihm zutrauen, schließlich hat es auch geschafft, Teslas Börsenwert seit 2012 trotz aller Probleme von 3,2 auf 59 Milliarden Dollar zu steigern. Auch damals war seine Bezahlung in Aktien an Zielvorgaben gekoppelt, nur dass diese jetzt viel höher angesetzt sind. Er bekam auch nach seinem alten Vertrag kein Gehalt, sondern Aktienpakete, die er bisher nicht verkauft hat. Nach kalifornischem Recht muss ihm Tesla jedoch mindestens den Mindestlohn zahlen, weswegen er jedes Jahr gute 37.000 US-Dollar in Schecks erhält. Die Schecks löst er nach eigenen Angaben jedoch nicht ein. Seinen Lebensunterhalt bestreitet er, indem er seinen Tesla-Anteil, der derzeit 13 Milliarden Dollar wert ist, mit Krediten beleiht.

Erreicht er das neue Ziel und steigert Teslas Börsenwert auf 650 Milliarden Dollar, dann könnte sein Aktienpaket dann bis zu 55 Milliarden Dollar wert sein. Allerdings nur, wenn Tesla in den nächsten zehn Jahren keine neuen Aktien ausgibt, was sehr unwahrscheinlich ist. Musks Vertrag sieht übrigens auch vor, dass er die erhaltenen Aktien erst fünf Jahre halten muss, bevor er sie verkauft. Den Anlegern, die dem Deal noch zustimmen müssen, dürfte das Arrangement gefallen. Wenn Elon Musk die Meilensteine erreicht, verdienen auch sie daran. Erreicht er sie nicht, zahlen sie zumindest nichts.

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Quelle / Weiterlesen:
Tesla’s Elon Musk May Have Boldest Pay Plan in Corporate History | The New York Times
Bildquelle: flickrJD Lasica

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Ajaz Shah
Ajaz Shah ist seit 2010 im Bereich der erneuerbaren Energien in der Projektfinanzierung und dem Projekmanagement für verschiedene Unternehmen tätig. Er arbeitete an Solar- und Windprojekten mit einer Gesamtkapazität von mehr als 50 MW in Deutschland, Spanien, Italien, Großbritannien, Tschechien und Frankreich mit. Daneben ist er freiberuflich im Online Marketing tätig. Ajaz hat zusammen mit Stephan Hiller energyload.eu im Oktober 2013 initiiert.

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