Infrarotheizungen erzeugen eine gleichmäßige Wärme, die gerade im Badezimmer sehr angenehm ist. Welche Vorteile hat eine Infrarotheizung im Bad und was ist dabei zu beachten?

Schnelle und effiziente Erwärmung

Infrarotheizungen sind Elektroheizungen. Im Gegensatz zu konventionellen Heizungen erwärmen sie nicht die Raumluft, sondern erzeugen wärmende Strahlen. Diese erwärmen die Gegenstände im Raum – Fußboden, Wände, Möbel und Menschen – die die Wärme dann wieder an ihre Umgebung abgeben. So wird der Raum gleichmäßig und schnell warm. Gerade im Bad, das man normalerweise nur punktuell nutzt, ist diese schnelle Erwärmung ein Pluspunkt.

Entspanntes Wohlfühlklima im Bad

Weil die Wärmestrahlen von Infrarotheizungen tief in unseren Körper eindringen und diesen von innen erwärmen, empfinden wir diese Art der Heizung als besonders angenehm und entspannend. Die Wärme soll zudem die Durchblutung fördern, was Verspannungen lösen und das Immunsystem stärken kann. Die Wirkung der Heizung ist vergleichbar mit einem Sonnenbad im Freien. Zusätzlich wirbeln Infrarotheizungen keinen Staub auf – im Gegensatz zu konventionellen Heizungen, die eine ständige Luftzirkulation im Raum verursachen.

Infrarot beugt Schimmelbildung vor

Gerade das Badzimmer muss immer gut belüftet sein, damit sich im feuchten Klima kein Schimmel bildet. Auch hier kann eine Infrarotheizung punkten, denn ihre Wärme wird in den Wänden gespeichert. Deshalb geht auch beim Lüften wenig Wärme verloren. Außerdem sorgen Infrarotheizungen für die richtige Luftfeuchtigkeit und beugen so ebenfalls Schimmel vor.

Viele Designs und einfache Montage

Die Montage einer Infrarotheizung ist sehr einfach. Gerade, wenn im Bad noch keine Heizung vorhanden ist, sind Infrarotheizungen eine interessante Option, die den aufwendigen Einbau einer konventionellen Heizung erspart. Besonders in kleinen Badezimmern lässt sich eine Infrarotheizung platzsparend und unauffällig nachrüsten. Die Heizelemente in verschiedenen Designs lassen sich mit minimalem Aufwand an der Wand oder Decke anbringen, auch eine Spiegel- oder Handtuchheizung ist möglich.

Als Spiegelheizung im Badezimmer verhindern Infrarotheizungen, dass der Spiegel beschlägt. Als Handtuchheizung wiederum können sie Handtücher auf eine angenehme Temperatur vorwärmen oder trocknen. Eine weitere Möglichkeit, nicht nur fürs Bad, ist die Infrarotheizung als Bild, wobei es viele verschiedene Motive gibt. Als Deckengerät hat die Infrarotheizung den Vorteil, dass sich der Fußboden im Bad besonders gleichmäßig erwärmt. Er wird allerdings nicht so warm wie bei einer Fußbodenheizung.

Auf die richtige Ausrichtung achten

Beim Einbau sollte man darauf achten, das Element dorthin auszurichten, wo die meiste Wärme benötigt wird. Zum Nassbereich sollte ein Sicherheitsabstand von 60 Zentimetern eingehalten werden.

Günstige Anschaffung, aber zu häufige Nutzung kann teuer werden

Infrarotheizungen sind zwar günstig, aber sie heizen mit Strom. Je geringer der Heizbedarf, desto eher kommt eine Infrarotheizung in Frage, ohne dass die Stromkosten explodieren. Im Badezimmer bietet sie sich grundsätzlich an, weil man dort in der Regel nur eine begrenzte Zeit verbringt. Soll das Bad allerdings durchgehend beheizt werden, kann das schnell ins Geld gehen.

Wichtig ist auf jeden Fall, dass das Heizelement im Raum optimal positioniert ist. An der falschen Stelle angebracht, erwärmt es den Raum nicht effektiv genug. Abhilfe kann auch ein Thermostat schaffen, über das sich Temperatur und Heizdauer regulieren lassen, was hohe Kosten vermeidet. Ein programmierbares Thermostat hat zudem den Vorteil, dass es die Heizung morgens zur gewünschten Zeit einschalten kann, damit das Bad beim Betreten bereits schön warm ist.

Infrarotheizungen als Lösung für die Übergangszeit

Auch wenn es im Badezimmer bereits eine Heizung gibt, kann eine Infrarotheizung Vorteile bringen, nämlich als Zwischenlösung für die Übergangszeit. Zentralheizungen können ineffizient sein, wenn sie in der Übergangszeit nur einen oder zwei Zimmer beheizen. Mit einer ergänzenden Infrarotheizung lässt sich die Heizperiode der Zentralheizung verkürzen. Das ist besonders sinnvoll, wenn eine Photovoltaikanlage existiert, die in der Übergangszeit meist schon Stromüberschüsse liefert.

Nur nachhaltig mit Ökostrom

Auf jeden Fall sollten Infrarotheizungen mit Strom aus erneuerbaren Energien betrieben werden, damit sie möglichst klimafreundlich sind. Am besten ist natürlich Strom aus einer eigenen Photovoltaikanlage, deren Eigenverbrauch sich damit ebenfalls erhöht.

Quellen / Weiterlesen

Infrarotheizung für Badezimmer | Infra-Huber
Bildquelle: © Pixabay

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Stephan Hiller
Stephan Hiller ist Betriebswirt (Studium an der Fachhochschule für Wirtschaft Berlin und in Cambridge, UK) mit umfangreicher Geschäftsführungs- und Start-Up Erfahrung. Er hat sich erfolgreich darauf spezialisiert, den Finanzbereich und das Controlling junger Unternehmen operativ zu betreuen und Start-Ups strategisch sowie in den Bereichen Marketing, Vertrieb und Finanzen zu beraten. Er verfügt über umfassende kaufmännische Erfahrungen, die er durch mehrjährige Berufstätigkeit für internationale Unternehmen im In- und Ausland aufgebaut hat. Hierunter waren u.a. Unternehmen aus dem Maschinen- und Anlagenbau, aus der Automobilindustrie, Solarmodulhersteller und Projektentwickler aus dem Bereich erneuerbare Energien. Weiterhin hat er mehrere Unternehmensgründungen im Bereich erneuerbare Energien initiiert und erfolgreich mit aufgebaut. Stephan hat zusammen mit Ajaz Shah energyload.eu im Oktober 2013 gegründet.

2 KOMMENTARE

  1. Hier rührt Ihr ein klein bisschen zu viel die Werbetrommel. Fast allen Punkten kann ich völlig zustimmen: Für die (halbe) Stunde im Bad muss nicht das gesamte Bad aufgeheizt werden. Und Strahlungswärme ist einfach wunderbar, vor allem morgens.

    Das mit dem Ökostrom ist sogar noch besser: Durch den Europäischen Emissionshandel muss sowieso jede zusätzlich erzeugte kWh zu 100 % CO2-frei sein. Ein echter(!) Ökostromvertrag https://de.wikipedia.org/wiki/%C3%96kostrom#Zeitgleiche_%C3%96kostromversorgung hilft zusätzlich, mittelfristig die Stromerzeugungslandschaft umzubauen.

    Dass es weniger Schimmel gebe, würde ich aber eher darauf zurückführen, dass dank nicht so warmer Oberflächen das Wasser auf den Oberflächen von Dusche oder Waschbecken nicht so schnell verdunstet und sich dann woanders niederschlägt. Genauso bei den Handtüchern.

    Fördert man die Handtuchtrocknung noch mit Infrarot (oder den Handtuch-Trocken-Stangen-Heizungen) wird natürlich umso mehr verdunstet und kann schimmeln.

    Vorteil der IR-Heizung ist aber doch gerade, dass die Wände NICHT erhitzt werden. Das wäre ja sehr unsinnig, da in nicht einmal 1 mm Wand mehr Wärmeenergie steckt als in der gesamten Luft. Genau das verhindert ja die IR-Heizung.

    Also sind die meisten Oberflächen im Bad dann eher kühler und neigen eher zum Beschlagen. Wenn sie nicht direkt bestrahlt werden (Spiegel), was ja nach einer halben Stunde aufhört.

    Wenn man ein zu feuchtes und dann schimmliges Bad hat, liegt es häufig eher an der nicht ausreichenden Wärmedämmung. Eine mechanische Lüftung mit Wärmerückgewinnung („Bayernlüfter“) tut da Wunder. Jedenfalls meine Erfahrung.

    In ganz hartnäckigen Fällen hilft ein elektrischer Raumentfeuchter. Der heizt dann auch noch ein bisschen…

    Tip: Statt eines Großen lieber zwei kleine IR-Strahler – am besten gegenüber – anbringen, das verteilt die angenehme Strahlungswärme besser.

  2. VÖLLIGER UNSINN ! Schimmelbildung erfolgt an saugfähiger Oberfläche, wenn sich dort Kondeswasser bildet (Siehe ÖNorm B 8110 Teil 2). Das verhindert Wärmestrahlung NICHT !! Bitte dekarieren Sei werbliche Fake-News !!!

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