Erneuerbare Energien tragen immer mehr zur Wärmeversorgung in Deutschland bei. Im Jahr 2019 lag ihr Anteil im Wärmesektor bei 14,5 Prozent. Besonders hoch ist ihr Anteil bei der Wärmeversorgung neuer Wohngebäude, er betrug 2019 schon 48 Prozent.

Hoher Energieverbrauch im Wärmesektor

In Deutschland wird die Hälfte aller Energie im Wärmesektor verbraucht. Der größte Teil dieser Energie stammt immer noch aus Kohle, Öl und Gas. Doch der Anteil der Erneuerbaren wächst: Insgesamt 176,4 Milliarden Kilowattstunden grüne Energie flossen in Deutschland 2019 in die Wärmeversorgung.

Den größten Anteil daran hatte feste Biomasse mit 73,9 Prozent, danach folgten mit großem Abstand Biogas, Klärgas und Deponiegas (10,9 Prozent). Oberflächennahe Geothermie und Umweltwärme kamen auf 8,3 Prozent, die Tiefengeothermie auf 0,7 Prozent. Die Solarthermie hatte einen Anteil von 4,8 Prozent und flüssige Biomasse von 1,3 Prozent.

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© Agentur für Erneuerbare Energien

Fast die Hälfte aller Neubauten heizen mit Erneuerbaren

Auch beim Wohnen legen die Erneuerbaren stark zu. Energieeffizienz und klimafreundliches Bauen sind im Trend, deshalb sind immer mehr Gebäude mit Heizquellen aus erneuerbaren Energien ausgestattet. Während im Jahr 2000 noch 93,1 Prozent aller Neubauten eine Öl- oder Gasheizung bekamen, wurden 2019 bereits 48 Prozent mit Erneuerbaren Energien ausgestattet, zum Beispiel mit Holz- und Pelletheizungen, Geothermie oder Umweltwärme.

Wie aktuelle Zahlen des Statistischen Bundesamtes zeigen, ist das Heizen mit Öl und Gas bei Neubauten inzwischen stark rückläufig. Nur noch ein Prozent aller neuen Wohngebäude bekommen eine Ölheizung – im Jahr 2000 waren es noch 20 Prozent. Beim Erdgas ist der Anteil höher, geht aber ebenfalls zurück. Im Jahr 2000 erhielten noch 73,6 Prozent der Neubauten eine Gasheizung, 2019 waren es nur noch 42 Prozent. Auch bei Nichtwohngebäuden ging der Anteil der fossilen Energieträger im gleichen Zeitraum von 84,7 auf 24 Prozent zurück.

Anreize für klimaschonenderes Bauen und Heizen

Damit der Umstieg von fossilen auf erneuerbare Energieträger schneller geht, gilt ab 2021 eine CO2-Abgabe von 25 Euro pro Tonne. Ab 2026 dürfen in Neubauten mit wenigen Ausnahmen keine Ölheizkessel mehr eingebaut werden. Außerdem soll es eine Austauschprämie geben, um den Wechsel zu klimaschonenderen Modellen attraktiver zu machen. Die Fördersätze beim energieeffizienten Bauen und Sanieren steigen ebenfalls.

Quellen / Weiterlesen

Wärme aus Erneuerbaren Energien | Agentur für Erneuerbare Energien
Klimafreundliches Bauen liegt im Trend | Die Bundesregierung
Bildquelle oben: Pixabay
Grafik Text: © Agentur für Erneuerbare Energien

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