Wer auffallen will, tut das mit dem Scrooser auf jeden Fall. Der Elektroroller mit den überdimensionierten Reifen ist irgendwas zwischen E-Scooter und Elektromotorrad, zumindest von der Optik her. Alltagstauglich ist der Scrooser nicht, doch das will er auch gar nicht sein. Er bietet vor allem eins: Fahrspaß.

Zum Pendeln unpraktisch, zum Cruisen toll

Der Scrooser ist eigentlich kein Elektroroller, sondern wird als Mofa eingestuft. Das heißt, zum Fahren braucht man einen entsprechenden Führerschein, es besteht Helmpflicht und mit dem Roller darf man nicht auf dem Radweg fahren. Für die Straße ist er mit seinen maximal 25 km/h eigentlich zu langsam, doch nur dort ist er zulässig. Scrooser bietet auch eine Version mit maximal 20 km/h an, die man auch ohne Helm fahren darf.

Während andere Elektroroller die „letzte Meile“ von öffentlichen Verkehrsmitteln bis nach Hause abdecken wollen, ist der Scrooser genau dafür nicht geeignet. Er ist mit seinen 60 Kilogramm zu schwer, um ihn mit in die U-Bahn zu nehmen, und sowieso zu groß.

Dafür bietet er dank seiner extrabreiten Reifen ein einzigartiges Fahrgefühl, vor allem, weil man ihn auch im Sitzen fahren kann. Man kann sich mit ihm ordentlich in die Kurven legen, doch im normalen Straßenverkehr ist er nicht gerade reaktionsschnell. Am besten fährt er sich dort, wo es genügend Platz zum Cruisen gibt.

20 bis 45 Kilometer Reichweite

Die Reichweite des Scrooser gibt der Hersteller mit maximal 45 Kilometern an, die der Roller aber nur im Eco-Modus erreicht. Insgesamt gibt es vier verschiedene Fahrmodi: Sport, Komfort, Eco und Hand. Im Comfort-Modus hat der Scrooser immerhin noch 40 Kilometer Reichweite, bei Hand und Sport sind es nur noch 25 Kilometer. Dank seines Impulsantriebs lässt sich der Scrooser auch durch Abstoßen mit dem Fuß beschleunigen, ansonsten über das Drehen am Griff.

Die Batterie ist herausnehmbar und nach vier Stunden wieder voll geladen. Das Drehmoment beträgt bei den neuen Modellen bis 43 Newtonmeter, was vor allem an Steigungen vorteilhaft ist. Der Bremsscheibendurchmesser am Vorderrad beträgt jetzt 180 Millimeter, so dass der Scrooser ein zulässiges Gesamtgewicht von 170 Kilogramm hat.

Der Scrooser wird komplett im Deutschland entworfen und hergestellt und wird in den Farben Pearl White und Pearl Black angeboten. Er kostet aktuell 3.490 Euro und kann direkt beim Hersteller online bestellt werden.

Quellen / Weiterlesen

SCROOSER | scrooser.com
Durchgeknallter E-Scooter im Test: Teuer, unpraktisch – aber extrem cool | CHIP
Elektroroller Hersteller Kumpan electric erhält zweistelliges Millionen- Investment und kauft die SCROOSER GmbH | Der Tagesspiegel
Bilderquelle: © SCROOSER

Frans Prins
Frans Prins ist Chefredakteur bei Lilli Green, dem Magazin und Shop für Nachhaltiges Design. Darin berichtet der gebürtige Niederländer über Innovationen, Markteinführungen und Wissenswertes auf dem Gebiet des nachhaltigen Designs. Hauptthemen von Lilli Green sind neben innovativen und außergewöhnlichen Produkten, Technologien, Materialien und Architektur auch das Selbermachen, Upcycling und Circular Design. Mit einem ausgewählten Angebot an ökologischen Produkten und Geschenkideen verbindet der Lilli Green Shop Nachhaltigkeit und anspruchsvolles Design.

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