linkedin

E-Bikes und Pedelecs liegen im Trend. Doch wer sich eins kaufen will, stellt schnell fest: Die meisten Modelle sind entweder zu teuer, zu schwer oder einfach nicht stylisch genug für den stilbewussten urbanen Radfahrer. So erging es jedenfalls dem Münchener Andy Weinzierl, als er sich ein Pedelec zulegen wollte. Deshalb gründete der 23-jährige zusammen mit seinem Vater kurzerhand ein Start-up. Mit dem will er das erste bezahlbare, praktische und stylische Pedelec „drs“ (gesprochen: dreɪˈz) auf den Markt bringen.

Viele Elektrofahrräder sind nicht auf eine junge Zielgruppe zugeschnitten

Viele aktuelle Elektrofahrräder sind auf lange Touren und Reichweiten bis zu 100 Kilometern ausgelegt. Sie haben deshalb oft einen großen und schweren Akku, der Kosten und Gewicht in die Höhe treibt. Die Zielgruppe sind dabei oft ältere, gesundheitsbewusste Menschen. Als Weinzierl nach einem modischen und leichten Pedelec für sich selbst suchte, stellte er außerdem fest: Die meisten Modelle konnte er sich schlichtweg nicht leisten. 2017 lag der Durchschnittspreis für ein Elektrofahrrad in Deutschland bei 2.300 Euro – zu viel für Berufsanfänger und Studenten. Ein weiteres Problem ist das Gewicht. Je schwerer das Pedelec, desto unpraktischer ist es in der Stadt, wenn man schnell mal damit in die U-Bahn will oder es über Nacht mit in die eigene Wohnung nimmt. Von der Optik vieler günstiger Modelle war der 23-jährige ebenfalls nicht begeistert. Also musste ein eigenes Modell her.

drs setzt auf cooles Design und einen sehr leichten Akku

Andy Weinzierl ist Absolvent der Fächer Wirtschaftsingenieurwesen und Logistikmanagement und entwickelte das Pedelec drs zusammen mit seinem Vater Thomas Weinzierl, Fahrradmechanikermeister und Projektleiter im Versuchsfahrzeugbau bei einem großen deutschen Automobilhersteller. Das erste Modell hat eine Reichweite von 35-50 Kilometern und einen Heckmotor mit 200 Watt Leistung. Der Akku ist kaum größer als eine Getränkedose, wiegt gerade mal 1 Kilo, und ist ganz einfach herausnehmbar. So kann er tagsüber bei der Arbeit oder an der Uni geladen werden. Insgesamt wiegt das drs dank seines Alurahmens nur 15 Kilogramm, viele Elektrofahrräder bringen weit mehr auf die Waage. Und mit seinem minimalistischen Design, das auf Fixies und Singlespeed-Rädern basiert, spricht das Pedelec bewusst eine junge und hippe urbane Zielgruppe an.

Early-Bird-Preis während der Crowdfunding-Kampagne

Das erste Modell wird ausschließlich in schwarz mit braunen Reifen und Griffen angeboten, eine zweite Farbe ist angedacht. Es wird zwei Rahmengrößen geben (50 cm und 60 cm) mit jeweils 28-Zoll-Felgen. Das Bike wird zu 85 Prozent montiert ausgeliefert, ein Werkzeugset zur Montage von Lenker, Pedalen und Vorderrad liegt dabei. Es soll aber auch möglich sein, das Rad in Großstädten bei Partnerläden montieren zu lassen. Über einen Online-Shop lassen sich Einzelteile nachbestellen und das Rad umrüsten. Später ist auch ein Konfigurator geplant, um das Bike schon vor dem Kauf individuell anzupassen. Die Kickstarter-Kampagne startet demnächst und soll die Startfinanzierung ermöglichen. Außerdem führen die beiden Weinzierls Verhandlungen mit mehreren potentiellen Investoren.

Das Ganze gibt es zu einem sehr günstigen Preis: Das drs soll nur 799 Euro kosten, im Rahmen der Crowdfunding-Kampagne sogar nur 599 Euro. Damit soll es das erste Pedelec sein, das einen günstigen Preis, Praktikabilität und ein tolles Design vereint.

TÜV-geprüfte Sicherheit

Das drs basiert auf bereits etablierten Produkten, die für den eigenen Bedarf angepasst wurden. Alle verbauten Teile sind CE-zertifiziert und TÜV-geprüft. Auch das fertige Rad wird von einer unabhängigen Prüfstelle zertifiziert und erfüllt die europäische Fahrradnorm DIN EN 14764 und die DIN EN 15194 für elektrisch unterstützte Räder. Der Akku hat 24 Volt und 5,2 Ah für 125 Wattstunden und nutzt hochwertige Samsung 18650 Lithium-Ionen-Zellen. Im Falle eines Defekts will drs in drei Tagen einen neuen Akku liefern. Auf das gesamte Fahrrad gibt es 12 Monate Herstellergarantie. Die maximale Zuladung liegt bei 110 Kilo.

Keine Zulassung nötig

Im Gegensatz zu E-Bikes oder S-Pedelecs braucht man für das drs weder Versicherung noch Zulassung: Denn Pedelecs fahren im Gegensatz zu E-Bikes nur dann elektrisch, wenn man in die Pedale tritt, und das höchstens bis zu einer Geschwindigkeit von 25 km/h. Also genau richtig, wenn man gern mit dem Rad zur Arbeit fährt und dort schnell, aber nicht völlig verschwitzt ankommen will.

drs will das Crowdfunding über Kickstarter noch in diesem Jahr starten. Wir werden darüber berichten und wünschen dem Projekt viel Erfolg!

>>>> Energyload-Newsletter abonnieren <<<<

>>>> Energyload-Newsletter abonnieren <<<<

Quelle / Weiterlesen:
Sag hallo zur neuen Art des Pendelns | AW Projects
Bilderquelle: © AW Projects

TEILEN
linkedin

Ihre Meinung zum Thema? Diskutieren Sie mit uns und anderen Lesern in den Kommentaren.

Wir bleiben an dem Thema dran und werden Sie aktuell informieren. Tragen Sie sich hierzu in unseren Newsletter ein

>>>> Energyload-Newsletter abonnieren <<<<

Julian Respondek
Julian Respondek stammt aus Berlin, ist Diplom Sportwissenschaftler und betreibt mit verduro.de einen Internet Store für pflanzliche BIO Sportnahrung und nachhaltiges Sport- und Outdoor Equipment. Bis 2015 war er als Personal Trainer tätig und leitete international Trainerausbildungen im Bereich Hypoxietraining. Als ehemaliger Canadierfahrer und aktiver Radsportler liegt Julian der Naturschutz am Herzen und somit ist der Schritt zu den Themen Elektromobilität und autarke Energieversorgung nicht weit. Bei Energyload schreibt Julian über E-Mobilität, insbesondere E-Bikes und Gadgets.

HINTERLASSEN SIE EINE ANTWORT

Please enter your comment!
Please enter your name here