Kawasaki gehört zu den bekanntesten und renommiertesten Herstellern von Motorrädern mit klassischen Verbrennungsmotor. Nun will sich das Unternehmen auch in den Elektromotorrad-Markt vorwagen und arbeitet deshalb laut eigener Angaben an einem E-Motorrad auf Basis der legendären Ninja-Reihe.

Kawasaki Ninja 650 dient als Basis

Die Pläne hat Kawasaki vor einiger Zeit mit einem auf der eigenen Facebook-Seite veröffentlichten Video kundgetan. Sonderlich viele Informationen liefert dieses zwar noch nicht, gibt aber zumindest schon einmal ein paar Eindrücke des E-Motorrads auf einer Rennstrecke. Auch bei diesem für das Unternehmen neuen Antriebskonzept will Kawasaki seinen Werten und Traditionen sowie der die Bikes auszeichnenden Rideology-Philosophie treu bleiben.

Da das Zweirad laut dem verantwortlichen Chef-Entwickler Yoshimoto Matsuda aber noch in einer Testphase ist, gibt es noch nicht viele konkrete Informationen über die Ausstattung. Derzeit wird die Technik rund um Motor, Akku und Elektronik noch an einem sogenannten Erprobungsträger getestet. Als Basis für das futuristische Elektromotorrad von Kawasaki dient die bekannte Kawasaki Ninja 650, die Kawasaki seit dem Jahr 2016 im Sortiment führt. So soll es möglich sein, verschiedene Bauteile weiterzuverwenden. Allerdings kann sich das Design eben auch noch optisch ändern.

Rekuperation per Hebel am Lenkrad

Eine interessante Information gibt Kawasaki über sein neues Elektromotorrad vom Typ Ninja dann aber doch bekannt. So wird das E-Motorrad mit einem speziellen Hebel für Rekuperation am Lenker ausgestattet sein. Über diesen kann beim Bremsen des Elektro-Motorrads Energie zurückgewonnen werden. Hierdurch kann der Akku wieder ein Stück weit aufgeladen und somit die Reichweite gesteigert werden. Dabei kann über den Hebel wie bei einer klassischen Bremse entschieden werden, wie stark die Rekuperations-Bremse wirken und das Elektromotorrad verzögern soll.

Nach Angaben des Herstellers liegt die Reichweite des Kawasaki Elektromotorrads Ninja derzeit bei rund 100 km. Das ist aber hoffentlich nur ein vorläufiger Wert. Denn damit würde das Gefährt hinter den meisten Konkurrenten, die oft 200 bis 300 km oder sogar noch mehr mit einer Akkuladung zurücklegen können, zurückbleiben. Hier hat Kawasaki wohl noch einiges an Arbeit vor sich. Wie lange dies dauern wird, ist derzeit nicht bekannt. Dementsprechend wurde auch noch kein Marktstart für das erste Elektromotorrad von Kawasaki kommuniziert. Sobald sich dies ändert, berichten wir natürlich wieder über die erste E-Ninja von Kawasaki.

Quellen / Weiterlesen

Kawasaki EV Project: Development Movie | Kawasaki – RIDEOLOGY
Motorrad mit Strom: Kawasaki arbeitet an Elektro-Ninja | Computer Bild
Kawasaki plant Elektro-Ninja | golem.de

Stephan Hiller
Stephan Hiller ist Betriebswirt (Studium an der Fachhochschule für Wirtschaft Berlin und in Cambridge, UK) mit umfangreicher Geschäftsführungs- und Start-Up Erfahrung. Er hat sich erfolgreich darauf spezialisiert, den Finanzbereich und das Controlling junger Unternehmen operativ zu betreuen und Start-Ups strategisch sowie in den Bereichen Marketing, Vertrieb und Finanzen zu beraten. Er verfügt über umfassende kaufmännische Erfahrungen, die er durch mehrjährige Berufstätigkeit für internationale Unternehmen im In- und Ausland aufgebaut hat. Hierunter waren u.a. Unternehmen aus dem Maschinen- und Anlagenbau, aus der Automobilindustrie, Solarmodulhersteller und Projektentwickler aus dem Bereich erneuerbare Energien. Weiterhin hat er mehrere Unternehmensgründungen im Bereich erneuerbare Energien initiiert und erfolgreich mit aufgebaut. Stephan hat zusammen mit Ajaz Shah energyload.eu im Oktober 2013 gegründet.

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