Tesla: TÜV Rheinland fordert neue TÜV Prüfung nach jedem Software-Update!

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tesla-tuev-rheinland-pruefung-software-updateTesla macht vor, wie die Zukunft der Autoindustrie aussehen kann: Das vernetzte Fahrzeug bekommt laufend neue Funktionen – per automatischem Update über Nacht. Am nächsten Morgen kann sich der Fahrer über neue Features freuen, ganz ohne den Umweg über eine Werkstatt. Doch angesichts dieser Möglichkeiten meldet der TÜV Rheinland jetzt Bedenken an: Wie die Wirtschaftswoche berichtet, meint Michael Fübi, Vorstandsvorsitzender des TÜV Rheinland in Köln, dass den Fahrzeugen nach einem Update eigentlich die Zulassung entzogen werden müsste.

TÜV: Verkehrssicherheit geht vor Bequemlichkeit

Konkret spricht Fübi von Updates, die „gravierende Parameter“ verändern, zum Beispiel wenn Assistenzsysteme wie die Spurhalteautomatik betroffen seien. Denn niemand könne garantieren, dass das Update tatsächlich vom Hersteller komme und die Verkehrssicherheit nicht beeinträchtige, wird der Ingenieur zitiert. Das Fahrzeug sei nach dem Update nicht mehr das, für das die Betriebserlaubnis erteilt wurde. „Sicherheit geht vor Bequemlichkeit und Schnelligkeit“, so Fübi.

Der Gesetzgeber muss auf zunehmende Digitalisierung reagieren

Zwar ist der Vorstoß des TÜV-Vorstandsvorsitzender zunächst nur ein Denkanstoß, wie die Wirtschaftswoche weiter berichtet. Niemand müsse jetzt bangen, dass das Tesla Model S nach dem neusten Update aus dem Verkehr gezogen werde, weil die TÜV-Plakette über Nacht ungültig geworden ist. Pflicht-Vorführungen bei Sachverständigen seien ebenfalls vorerst nicht geplant. Doch die Frage zeigt, dass wir mit fortschreitender Elektrisierung und Vernetzung unserer Fahrzeuge vor ganz neuen Herausforderungen stehen und der Gesetzgeber entsprechend handeln muss.

Mit automatischen Updates für Elektroautos betritt Tesla Neuland

Tesla ist momentan der einzige Hersteller, der seinen Fahrzeugen per automatischem Update neue Funktionen schenkt. Unter anderem bekam das Tesla Model S im Januar das neue „Summon“-Feature. Damit kann das Auto über eine Smartphone-App automatisch herbeigerufen werden und auch einparken, während der Fahrer von außen zusieht. Andere Hersteller wie Mercedes bieten zwar ebenfalls automatische Updates an, diese müssen jedoch in einer Werkstatt installiert und getestet werden. Grundsätzlich macht die zunehmende Vernetzung die Fahrzeuge angreifbar, weswegen noch Sicherheitsbedenken bestehen. TÜV-Experte Fübi fordert in der Wirtschaftswoche auch, dass die Betriebssoftware auch für die Assistenzsysteme offengelegt werden müsse. Bisher ist dies nur beim Motormanagement der Fall.

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Quelle / Weiterlesen:
Funk-Updates: TÜV fordert Nachprüfungen für „frisierte“ Tesla-Autos – Wirtschafts Woche
Bildquelle: Tesla Motors

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Ajaz Shah
Ajaz Shah ist seit 2010 im Bereich der erneuerbaren Energien in der Projektfinanzierung und dem Projekmanagement für verschiedene Unternehmen tätig. Er arbeitete an Solar- und Windprojekten mit einer Gesamtkapazität von mehr als 50 MW in Deutschland, Spanien, Italien, Großbritannien, Tschechien und Frankreich mit. Daneben ist er freiberuflich im Online Marketing tätig. Ajaz hat zusammen mit Stephan Hiller energyload.eu im Oktober 2013 initiiert.

10 KOMMENTARE

  1. Typisch euch von Tüv sollte man das Fürchten Lehren ihr habt so einen Stock im Arsch, ganz ehrlich ihr seid so eine Überflüssige Institution das hat die Welt nicht gesehen. Ihr bemängelt Dinge das geht auf keine Kuhhaut . Schaut mal über euren kleinen Deutschen kartierten Tellerrand bevor ihr große Töne klopft.

  2. Im Grunde hat er Recht!
    Bevor das Update aufgespielt wird, sollte es in einem Testfahrzeug einer erneuten Überprüfung standhalten!
    Wenn ich mir anshaue, mit welcher APHAVERSION manche Anbieter ihre Software auf den Markt bringen, dann wäre auch hier eine neue Überprüfung sinnvoll!
    Die andere Frage ist, würde das etwas ändern? Wenn Tesla mit seinen Updates Mist baut, dann schneidet sich das Unternehmen ins eigne Fleisch! Jeder Unfall, und ich nehme an das es Herrn Fübi um die Vermeidung bei seiner Ausergung geht, würde das Unternehmen Zwangsleufig mehr kosten, als eine Rückrufakttion! Hier geht es um VERTRAUN, und das ist die härteste Währung der Welt! Wer sich sein Vertraun verspielt hat, durch mistige Updates die zu Unfällen führen, der kann seinen Laden auch gleich schliesen!

    Die Tests von Tesla dürften also mehr als ausführlich sein!

    Was die Sicherheit der Übertragungsleitung angeht, da können wir wieder nur VERTRAUN, uns als Verbraucher bleibt sonst nichts anderes übrig als höchstens einen Häcker anheuern der sich von ausen in das Fahrzeugen häcken soll!

  3. Warum prüft der TÜV dann nicht auch alle KFZ nach Rückrufaktionen? Man kann schließlich nie sicher sein ob auch alles richtig verbaut würde oder andere Teile in Mitleidenschaft gezogen wurden. Zudem spielen doch auch andere Hersteller Software auf – was ist wenn hierdurch Abgasnormen verändert werden….nur so ein Gedanke 😉

  4. Herr Fübi,
    ich kann mir vorstellen das Sie nach wegen suchen den unvermeidlichen Fortschritt zu hinterfragen / zusätzlich Geld zu verdienen.
    Bitte entziehen Sie dann auch VW und den anderen Betrügern die Zulassung. Denn diese Gefährten unsere Kinder und Enkel mit ihren betrügerischen Abgaswerten.

  5. Inwiefern sind denn Leute, die sich jahrelang vormachen lassen, eine Abgasmessung müsse nicht am Auspuff durchgeführt, sondern am Steuergerät des zu prüfenden Fahrzeugs, welches vom Hersteller geliefert wird, kompetent, eine Software zu prüfen?
    Sind die überhaupt bei irgendetwas kompetent?
    Die Bestandsschützer sind mal wieder bei der Arbeit. Nur ja nichts verändern, man verdient ja so gut daran.
    Es ist eine Schande.

  6. Prinzipiell hat der Gutste Recht. Er will ja auch nicht jede App prüfen.

    Die Frage ist, wie gefährlich ein Update werden könnte.

    Die Lösung sollte aber doch wohl eher eine Allgemeine Betriebserlaubnis für die Updates sein.

  7. Möchte der TÜV jetzt auch alle Apps der Welt prüfen?
    Die Sichtweise im Artikel geht wohl etwas „eigennützig“ weit.
    Es gibt noch immer eine grundsätzliche Produkthaftung.
    Bestimmt viele wollen am Erfolg von Tesla mitverdienen.
    „Das Auto“ wird von unseren germanischen Herstellern derzeit ja nicht unbedingt neu erfunden,…
    schon klar, daß man da anderweitig neue Geschäftsfelder suchen muss.

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