Die nächste Tesla Gigafactory wird angeblich in Texas gebaut. In der Nähe der Hauptstadt Austin will Tesla Berichten zufolge schon in einem halben Jahr die ersten Model Y herstellen. Um so schnell produktionsfähig zu werden, will Tesla demnach zunächst nur eine Montagelinie errichten und den Rest der Fabrik parallel weiterbauen.

Berufung auf Insider-Infos

Als erstes berichtete Electrek über die Pläne und berief sich dabei auf einen Insider. Elon Musk hatte schon Mitte März mitgeteilt, dass Tesla eine weitere Fabrik in den USA bauen wolle und noch einen passenden Standort suche. Neben dem Model Y soll dort auch der Cybertruck vom Band rollen. Der Tesla-Chef sagte damals nichts dazu, wo das Werk stehen könnte.

Um noch vor Ende 2020 die ersten Autos produzieren zu können, müsste Tesla in Texas noch schneller sein als in Shanghai. Dort lag zwischen Baubeginn und dem Start der Auslieferung der ersten Tesla Model 3 weniger als ein Jahr. Und auch in Brandenburg wird sich Tesla übrigens beeilen müssen, denn auch dort soll schon ab Sommer 2021 produziert werden. Der Bau der Fabrik in Grünheide hat aber noch nicht begonnen.

Ein Zelt für die erste Montagelinie?

Es liegt nahe, dass Tesla in Texas wieder eine Art Zelt errichtet, um so schnell wie möglich mit der Produktion loslegen zu können. Laut Electrek sollen die Karosserien für das Model Y ohnehin anfangs aus der Fabrik in Fremont kommen. Auch dort hatte der Autobauer Mitte 2018 eine Zeltstruktur errichten lassen, um den Output der Fabrik für das Model 3 zu erhöhen. Der Grund war, dass es es mit der Automatisierung nicht so schnell voranging wie geplant. Diese Extra-Produktionslinie nutzt Tesla noch heute.

Zieht auch die Tesla-Zentrale nach Texas um?

Für Texas als Standort spricht auch, dass Elon Musk bereits damit gedroht hat, sein Hauptquartier in Kalifornien dichtzumachen. Die Zentrale und neue Fabriken wolle er nach Texas und Nevada verlegen, drohte der Tesla-Chef erst vor kurzem. Hintergrund war der Streit mit dem kalifornischen Gouverneur, der das Werk in Fremont wegen Corona schließen ließ. Musk wetterte, die Schließung bringe das Fass endgültig zum Überlaufen und die Zentrale werde aus Kalifornien abgezogen. Vielleicht wandert diese ja ebenfalls nach Texas.

Quellen / Weiterlesen

Tesla’s next factory is going to be in Austin, Texas, and it’s going to happen quickly | electrek
Tesla will angeblich im Eiltempo Werk in Texas eröffnen | elective.net
Ein Zelt in Texas? Wie Tesla in 6 Monaten eine neue Fertigung für Model Y aufbauen könnte | TeslaMag
Bildquelle: flickrMaurizio Pesce
Ajaz Shah
Ajaz Shah ist seit 2010 im Bereich der erneuerbaren Energien in der Projektfinanzierung und dem Projekmanagement für verschiedene Unternehmen tätig. Er arbeitete an Solar- und Windprojekten mit einer Gesamtkapazität von mehr als 50 MW in Deutschland, Spanien, Italien, Großbritannien, Tschechien und Frankreich mit. Daneben ist er freiberuflich im Online Marketing tätig. Ajaz hat zusammen mit Stephan Hiller energyload.eu im Oktober 2013 initiiert.

2 KOMMENTARE

  1. da brauchen deutsche Automobilbauer länger als ein Jahr um eine vorhandene Produktionsstätte in vorhandenen Gebäuden umzubauen. Sie haben zwar die finanziellen Möglichkeiten aber es hapert an den Abstimmungen und Endscheidungen in den bürokratischen Strukturen. Ferner muss alles mit den vielen Zulieferern abgestimmt werden ,die zusätzlich erpresst werden preiswert zu liefern und das Risiko zu tragen.
    Im Porsche Werk Leipzig wurden 2016 die Fahrzeuge nur zusammen gebaut selbst die Motoren waren nicht von Porsche sondern von Audi etc.
    VW kann noch nicht einmal die notwendige software für seine auf Halde in 2019 produzierten ID3 funktionsfähig einspielen.

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