Vor ein paar Monaten kündigte Elon Musk einen Billig-Tesla für 25.000 Dollar an. Jetzt gibt es erste Details: Der neue Tesla soll 2023 in den Verkauf gehen und könnte wegen seiner Positionierung als Einstiegsmodell den Namen Model 2 tragen. Er wird zwar in China herstellt, aber für den weltweiten Verkauf.

Das Model 2 wird ein Kompaktwagen mit Fließheck

Über Teslas Pläne berichtet ausführlich das britische Magazin Autocar. Demnach wird das neue Modell ein Kompaktwagen mit Fließheck sein. Es soll an den großen Erfolg anknüpfen, den das Model 3 in Europa hatte. Der Startpreis von 25.000 Dollar in den USA entspricht umgerechnet etwa 21.000 Euro. Damit wäre das Auto der mit Abstand günstigste Tesla. Die Verkaufszahlen des Model 3 zeigen, dass ein billiger, kompakter Tesla wahrscheinlich extrem gut ankommen würde.

Tesla arbeitet an günstigen Batterien mit hoher Reichweite

Dieser Preis wird möglich durch eine neue Batterietechnologie, die Tesla entwickelt. Laut Autocar sind die Batterien in der Herstellung um die Hälfte billiger, liefern fünfmal so viel Energie und bis zu 16 Prozent mehr Reichweite pro Ladung als heutige Akkus. Tesla erwähnte die Technologie zum ersten Mal auf dem Battery Day im letzten Jahr und kündigte den erschwinglichen Tesla an. Dafür brauche es aber billige Batterien, so Musk damals. Er sagte auch, dass die Batterien in diesem Jahr in Serie gehen könnten und in der Herstellung nur 77 Pfund pro Kilowattstunde kosten.

Mindestreichweite 250 Meilen

Der neue Tesla soll deshalb eine sehr wettbewerbsfähige Reichweite haben. Denn wie Elon Musk bei verschiedenen Anlässen sagte, ist eine Reichweite von unter 250 Meilen, also unter 400 Kilometer, für Tesla nicht akzeptabel. Musk bezieht sich dabei auf den strengen Fahrzyklus der US-Umweltschutzbehörde EPA. Wie ernst es ihm damit ist, zeigt eine Entscheidung im Juli 2020. Damals hatte er die Standard-Range-Version des Model Y mit Verweis auf die zu geringe Reichweite kurzerhand gestrichen.

Auch Autocar spekuliert über die Größe der Batterie im Model 2. Bisher hat kein Tesla eine Batterie mit weniger als 50 kWh. Eine Variante mit kürzerer Reichweite könnte Tesla aber einen Einstieg in den zunehmend umkämpften Markt für urbane Mobilität ermöglichen, argumentiert Autocar.

Herstellung in China

Tesla gab bereits eine Vorschau auf ein kompaktes Modell, dessen Design stark an das Model 3 angelehnt war, als es Bewerber für seine Forschungs- und Designabteilung in China suchte. In China stellt Tesla zwar bisher nur Fahrzeuge für den chinesischen Markt her, doch Elon Musk hat angekündigt, dass er dort auch einen Tesla für den weltweiten Verkauf bauen will.

Quellen / Weiterlesen

Tesla plots £20k, 250-mile EV hatch to rival VW ID 3 | Autocar
Report: 25.000-Dollar-Tesla soll 2023 kommen | motor1.com
Tesla für 21.000 Euro: Jetzt steht der Start von Elon Musks Billig-Stromer fest | EFahrer
Bildquelle: © Tesla

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Ajaz Shah
Ajaz Shah ist seit 2010 im Bereich der erneuerbaren Energien in der Projektfinanzierung und dem Projekmanagement für verschiedene Unternehmen tätig. Er arbeitete an Solar- und Windprojekten mit einer Gesamtkapazität von mehr als 50 MW in Deutschland, Spanien, Italien, Großbritannien, Tschechien und Frankreich mit. Daneben ist er freiberuflich im Online Marketing tätig. Ajaz hat zusammen mit Stephan Hiller energyload.eu im Oktober 2013 initiiert.

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