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Der e.GO Life geht endlich in Produktion! Die Schlüsselübergabe für das erste von vier geplanten Werken in Aachen fand letzte Woche statt. Im neuen Werk können im Jahr bis zu 10.000 Einheiten des elektrischen Kleinwagens von Band rollen. In der „Industrie 4.0-Vorzeigefabrik“ läuft der größte Teil der Prozesse digitalisiert ab.

Tausende Vorbestellungen für den e.GO Life

Mit dem e.GO Life will das Start-up e.GO Mobile um Professor Günther Schuh den ersten bezahlbaren elektrischen Kleinwagen für die Stadt bauen. Je nach Ausstattung kostet der Wagen, dessen Antrieb von Zulieferer Bosch stammt, zwischen 15.900 und 19.900 Euro. Dafür hat Schuh schon tausende Vorbestellungen bekommen, unter anderem von Flottenbetreibern wie der Caritas. Schuh ist kein Unbekannter, wenn es um Elektroautos geht: Der Professor für Produktionssystematik an der RWTH Aachen hat auch den Streetscooter der Deutschen Post entwickelt.

Ab 2019 rollen 20.000 Einheiten vom Band

Die ersten Auslieferungen des e.GO Life sind für Ende des Jahres geplant. Zur offiziellen Eröffnung des Werk 1, das in 15 Monaten gebaut wurde, nahm Günther Schuh symbolisch den Schlüssel vom Architekten in Empfang. Die Produktion soll vorerst im Einschichtbetrieb erfolgen, ab Mitte 2019 wird auf zwei Schichten erhöht. Anschließend können jährlich bis zu 20.000 Einheiten des e.GO Life produziert werden. Anfangs werden 142 Mitarbeiter im Werk tätig sein, wo von der Entwicklung bis zur Montage das Meiste digitalisiert stattfindet. Ein Fahrzeug ist in nur 17 Stunden zusammengebaut.

Die nächste Fabrik ist schon im Bau

In der Fabrik gibt auf einer Fläche von 16.000 Quadratmetern neben verschiedenen Montagehallen außerdem einen Showroom und Büros. Im geplanten Werk 2 will e.GO Mobile dann die Karosserien für seinen Kleinwagen, im Werk 3 den Elektrobus e.GO Mover herstellen. Das Werk 2 ist bereits im Bau, und die Bauarbeiten für Werk 3 sollen im August beginnen. Das Land Nordrhein-Westfalen fördert den jetzt übergebenen Neubau übrigens mit 2,6 Millionen Euro, insgesamt kostet die Fabrik rund 26 Millionen Euro.

Eigene Solaranlage für eine nachhaltige Produktion

Damit nicht nur das kleine Elektroauto selbst, sondern auch seine Herstellung möglichst nachhaltig ist, kommt der Strom aus einer Solaranlage auf dem Fabrikdach. Ihre Leistung von 750 kW soll sich bis 2019 verdoppeln. Bis dahin erzeugen die Module geschätzte 1,3 Millionen Kilowattstunden Strom jedes Jahr und sparen dadurch mehr als 700.000 Kilogramm CO2 ein.

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Quellen / Weiterlesen:
Produktionsstart des Elektrostadtautos e.GO Life | e.GO Mobile AG
Produktionsstart: Montagewerk für Elektroauto e.GO Life eröffnet | emobilitaet.online
Elektrostadtauto e.GO Life läuft in Aachen vom Band | Elektronik automotive
Das E-Auto aus dem Engineering Valley | Zeit Online
Bildquelle: © e.GO Mobile AG

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Ajaz Shah
Ajaz Shah ist seit 2010 im Bereich der erneuerbaren Energien in der Projektfinanzierung und dem Projekmanagement für verschiedene Unternehmen tätig. Er arbeitete an Solar- und Windprojekten mit einer Gesamtkapazität von mehr als 50 MW in Deutschland, Spanien, Italien, Großbritannien, Tschechien und Frankreich mit. Daneben ist er freiberuflich im Online Marketing tätig. Ajaz hat zusammen mit Stephan Hiller energyload.eu im Oktober 2013 initiiert.

3 KOMMENTARE

  1. 20 000.- Euro sind zu viel für eine Reichweite vom ca 100 Km.
    Da werden es neue Startuper besser und günstiger machen.

  2. Achja – wird’s wenigstens mit dieser Entwicklung des Herrn Schuh auch einen offiziellen Crashtest geben, oder konnte er die Sonderrechte für den StreetScooter auch für die fahrenden Hutschachtel sichern?

  3. Das wird die Arbeiter aber freuen, dass Sie Danke der Stromversorgung aus der PV-Anlage keine Nachtschichten fahren müssen.
    Könnte aber durchaus sein, dass zum Ausgleich eine Urlaubssperre für die Sommermonate gilt.

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