Der Hersteller des Microlino hat ein neues Update veröffentlicht: Demnach ist der zweite Prototyp des Mini-Stromers fertig und wird gerade getestet. Die Straßenzulassung für die EU soll im Sommer kommen, dann kann die Produktion der „elektrischen Knutschkugel“ endlich starten.

Serienstart zwei Jahre später als geplant

Viel ist passiert, seit der Microlino 2016 zum ersten Mal präsentiert wurde. Die elektrische Wiedergeburt der Isetta sollte eigentlich schon 2019 in Serie gehen, so hatte es sein Hersteller Micro Mobility Systems jedenfalls geplant. Diesen Termin mussten die Schweizer nach dem Verkauf des Auftragsfertigers TMI jedoch verschieben. Inzwischen ist Cecomp als neuer Partner dabei und übernimmt die Produktion.

Das ist neu beim Microlino 2.0

Nun ist der Microlino 2.0 fertig, bei dem sich nach Aussage der Schweizer vor allem die Sicherheit noch einmal stark verbessert hat. Die neue selbsttragende Karosserie aus gepressten Stahl- und Aluminiumteilen ermögliche eine höhere Steifigkeit und Sicherheit, ohne das Gewicht zu erhöhen, heißt es.  Der Microlino 1.0 hatte noch einen Gitterrohrrahmen. Der Microlino sei das erste Produkt in seiner Kategorie, das eine solche Struktur verwendet, schreiben die Macher. Sie komme eigentlich nur bei normalgroßen Autos zum Einsatz.

Der neue Microlino ist etwas größer als die erste Version und ist jetzt 2.430 mm lang, 1.500 mm breit und 1.450 mm hoch. Zwei Personen haben darin Platz, 220 Liter Stauraum gibt’s dazu. Mit einer Batterieladung fährt der Microlino 200 Kilometer weit und ist in nur vier Stunden an einer normalen Steckdose wieder vollgeladen. Bonus: Weil man mit dem Microlino quer parken kann, passt er in jede Parklücke. Mit seinem 11 kW-Motor wird er 90 Stundenkilometer schnell und ist in der Basisversion schon für 12.000 Euro zu haben.

Neuer Zeitplan steht

„Die Neuentwicklung eines Fahrzeugs ist extrem schwierig“, geben die Macher zu. Trotzdem steht der Zeitplan bis zum Produktionsstart. Und der sieht so aus: Aktuell läuft noch die Prototypenphase, in der Micro Mobility Systems fünf verschiedene Prototypen im Abstand von etwa einen Monat baut. Gleichzeitig baut der Hersteller schon die ersten Werkzeuge, etwa für Bodypanels. Danach steht der Homologationsprozess für die Straßenzulassung an. Micro Mobility Systems geht davon aus, dass nach 2 bis 3 Monaten alle Tests abgeschlossen sind und die Zulassung erledigt ist. Das wird wahrscheinlich im Sommer 2021 der Fall sein.

microlino-serieWährend die Zulassung läuft, sollen bereits Vorserienfahrzeuge vom Band rollen und Testfahrten starten. Sobald die Zulassung erteilt ist, kann innerhalb weniger Wochen die eigentliche Produktion losgehen. Wenn alles klappt, hat das Warten im September endlich ein Ende.

Quellen / Weiterlesen

Microlino 2.0 Prototyp Nr. 1 | Microlino AG
Microlino soll ab September produziert werden | emobilitaet online
Bildquelle: © Microlino AG

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Stephan Hiller
Stephan Hiller ist Betriebswirt (Studium an der Fachhochschule für Wirtschaft Berlin und in Cambridge, UK) mit umfangreicher Geschäftsführungs- und Start-Up Erfahrung. Er hat sich erfolgreich darauf spezialisiert, den Finanzbereich und das Controlling junger Unternehmen operativ zu betreuen und Start-Ups strategisch sowie in den Bereichen Marketing, Vertrieb und Finanzen zu beraten. Er verfügt über umfassende kaufmännische Erfahrungen, die er durch mehrjährige Berufstätigkeit für internationale Unternehmen im In- und Ausland aufgebaut hat. Hierunter waren u.a. Unternehmen aus dem Maschinen- und Anlagenbau, aus der Automobilindustrie, Solarmodulhersteller und Projektentwickler aus dem Bereich erneuerbare Energien. Weiterhin hat er mehrere Unternehmensgründungen im Bereich erneuerbare Energien initiiert und erfolgreich mit aufgebaut. Stephan hat zusammen mit Ajaz Shah energyload.eu im Oktober 2013 gegründet.

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