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Am 1. Januar 2019 startet LISA, eine europäische Initiative zur Entwicklung von Lithium-Schwefel-Akkus. Insgesamt 13 Partner beteiligen sich an dem Projekt mit dem Ziel, eine sichere Anwendung dieses Batterietyps im Elektroauto zu ermöglichen. Die Initiative hat ein Förder-Budget von fast acht Millionen Euro.

Gemeinsames Projekt von Batterieherstellern, Autoindustrie und Forschungsinstituten

LISA (Lithium Sulfur for Safe Road Electrification) ist auf 43 Monate angelegt. Zu den Projektpartnern gehören Forschungsinstitute, Autohersteller und verschiedene Batteriehersteller, unter anderem Varta, Renault, das Fraunhofer-Institut, die TU Dresden und Oxis Energy.

Während der Projektlaufzeit wollen die Partner sichere und hochenergetische Li-S-Batteriezellen mit nicht brennbaren Hybrid-Festkörperelektrolyten entwickeln. Für eine massenhafte Verbreitung von Elektroautos werden Alternativen zur derzeit dominierenden Lithium-Ionen-Technologie benötigt. Lithium-Schwefel-Akkus sollen Elektroautos zu höherer Reichweite, verbesserter Sicherheit und zu schnellerem Laden verhelfen, und das alles zu niedrigeren Kosten.

Vielversprechende Technologie mit Schwächen

Die Lithium-Schwefel-Technologie ist vielversprechend, doch die Projektpartner müssen noch einige spezifische Probleme der Technologie angehen. Dazu gehören Engpässe in Bezug auf metallischen Lithiumschutz sowie Leistungsrate. Lithium-Schwefel-Akkus wiegen nur halb so viel wie Lithium-Ionen-Batterien, müssen aber bei der Energiedichte noch aufholen. Diese liegt bisher bei zehn Prozent der theoretischen Schwefel-Energiedichte (2.600 Wattstunden/kg) auf Zellprototypniveau (250 bis 300 Wh/kg). Die Projektpartner streben mittelfristig 600 Wh/kg an.

Die Akzeptanz und Verbreitung von Elektroautos voranbringen

Weitere Punkte sind die Kostensenkung und die Erforschung von Prozesskonzepten, um Lithium-Schwefel-Batterien in künftige Fertigungslinien zu integrieren. Gelingt es den Partnern, beim Lithium-Schwefel-Akku Fortschritte zu machen, könnte das die Akzeptanz und Verbreitung von Elektroautos auf europäischen Straßen und weltweit erhöhen. Denn Elektroautos sind eine Schlüsseltechnologie, um den CO2-Ausstoß im Straßenverkehr zu senken und die Abhängigkeit vom Öl zu verringern.

Außerdem sind die Projektergebnisse interessant im Hinblick auf neue Komponenten und Materialien und Prozesse, die sich auf Batterietypen übertragen lassen. Das könnten andere, ebenfalls auf Lithium-Anoden basierende Technologien wie Li-Ionen- und Festkörper-Lithium-Technologien sein. Insofern könnte LISA auch kommende Generationen von Elektroauto-Batterien und Technologien beeinflussen.

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Quellen / Weiterlesen

Oxis Energy Key Component On Safe Road Electrification Projekt To Launch In January | Oxis Energy
LISA widmet sich Entwicklung besserer Li-S-Akkuzellen | electrive.net
Lithium-Schwefel als Zukunftstechnologie für Elektroauto-Akkus? | Elektroauto-News
Bildquelle: Pixabay

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