Der Kia e-Niro ist da, und er hat einiges zu bieten. Der elektrische Kompakt-SUV ist zwar optisch recht unauffällig, aber absolut alltagstauglich. Für knapp 39.000 Euro bekommt man bis zu 455 Kilometer Reichweite und ordentliche Fahrleistungen. Einen Haken gibt es allerdings.

Kia e-Niro: Hohe Reichweiten und gute Verbrauchswerte

Kia bietet die elektrische Version des Niro in zwei Varianten an. Die günstigere Variante für 35.290 Euro hat eine 39,2 kWh-Batterie an Bord, die für 289 Kilometer Reichweite nach WLTP ausreicht. In dieser Basisversion leistet der E-Motor 100 kW (136 PS).

Eine größere Batterie mit 64 kWh kostet 3.800 Euro mehr, dafür beträgt die Reichweite ordentliche 455 Kilometer und der E-Motor leistet 150 kW (204 PS). Über 90 Prozent der Käufer entscheiden sich beim e-Niro für die größere Batterie, wodurch der Preis für den e-Niro auf über 39.000 Euro steigt. Die Höchstgeschwindigkeiten liegen je nach Variante bei 155 bzw. 167 km/h.

Die guten Reichweiten sind realistisch, denn als kompakter SUV wiegt der Kia e-Niro nur zwischen 1,6 und 1,8 Tonnen. Zudem glänzt er mit einem sehr effizienten Antrieb: Kia gibt den Verbrauchswert 15,3 kWh auf 100 Kilometer für die kleine Batterie an, für die große 15,9 kWh. Tests des ADAC zeigten, dass diese Werte und auch die Reichweiten durchaus realistisch sind. Besonders bei Stadtfahrten sind zusätzliche Kilometer durch Bremskraftrückgewinnung (Rekuperation) drin.

Fahrer können beim Kia e-Niro zwischen den Fahrmodi Eco, Normal und Sport wählen, was Einfluss auf die Beschleunigung hat.

Schnellladung in 42 Minuten

Der Kia e-Niro ist schnellladefähig bis 100 kW und ist dann in 42 Minuten wieder zu 80 Prozent geladen. An einer Wallbox mit 7,2 kW dauert es knapp 6 Stunden. Laden an der Haushaltssteckdose ist dagegen eher nicht zu empfehlen, denn damit dauert es 18 Stunden, bis die Batterie wieder voll ist.

Kia hat den e-Niro mit Assistenzsystemen wie Spurhalteassistent, Abstandstempomat und Kollisionswarner ausgestattet. Das Raumangebot für die Passagiere ist gut, der Kofferraum bietet mit 451 bis 1.405 Litern ebenfalls gut Stauraum. Günstig ist der e-Niro nicht, denn selbst mit 4.000 Euro Kaufprämie kostet er noch knapp über 30.000 Euro. Wem das zu viel ist, sollte sich eventuell den neuen Kia Soul ansehen, der mit gleicher Antriebstechnik und ähnlichen Reichweiten angeboten wird. Preislich liegt der Soul leicht unter dem e-Niro: Die Version mit großer Batterie kostet 37.790 Euro.

Lange Lieferzeiten bei Kia

Einen Wermutstropfen gibt es aber: Die Wartezeit auf den Kia e-Niro bzw. den Kia Soul EV kann aktuell bis zu 12 Monate betragen. Schon seit Marktstart hat Kia Lieferschwierigkeiten – nach eigenen Angaben wegen der hohen Nachfrage, mit der man nicht gerechnet habe.

Quellen / Weiterlesen

Kia eNiro im Test – Zum Einschlafen gut | Spiegel Online
Kia Soul: Der neue fährt nur noch elektrisch | ADAC
Hyundai, Kia, BMW, VW, TeslaBis zu ein Jahr: So lange warten Sie wirklich auf ein Elektroauto | Focus Online
Bildquelle: © KIA MOTORS
Ajaz Shah
Ajaz Shah ist seit 2010 im Bereich der erneuerbaren Energien in der Projektfinanzierung und dem Projekmanagement für verschiedene Unternehmen tätig. Er arbeitete an Solar- und Windprojekten mit einer Gesamtkapazität von mehr als 50 MW in Deutschland, Spanien, Italien, Großbritannien, Tschechien und Frankreich mit. Daneben ist er freiberuflich im Online Marketing tätig. Ajaz hat zusammen mit Stephan Hiller energyload.eu im Oktober 2013 initiiert.

1 KOMMENTAR

  1. Der Kia e-niro ist das Schwestermodell des Hyundai Kona electric. Den fahre ich seit 8’300 km mit einem Durchschnitt von 12.7 kWh/100 km über diese Distanz gerechnet. Ich bin begeistert vom Kona und sicher haben viele Käufer auch Freude am e-niro. Kann nur empfehlen die beiden Modelle mal näher anzuschauen.
    Meinen BMW i3, den ich davor hatte, will ich jedenfalls definitiv nicht mehr zurück.

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